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Wissenschaft
08.06.2015

Weltneuheit: Wissenschaftler präsentieren die erste fühlende Beinprothese

Wolfgang Rangger kann dank seiner neuen Beinprothese wieder verschiedene Untergrüne spüren.
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Wolfgang Rangger kann dank seiner neuen Beinprothese wieder verschiedene Untergrüne spüren.
Foto: Samuel Kubani (afp)

Wissenschaftler in Wien haben eine Weltneuheit vorgestellt: Eine Prothese mit künstlichem Tastsinn soll gegen Phantomschmerzen helfen. Die erste Operation verlief erfolgreich.

Es ist weltweit die erste Beinprothese mit künstlichem Tastsinn. Diese spektakuläre Erfindung haben Wissenschaftler am Montag in Wien vorgestellt. Das sensible Ersatzbein, das seinem Träger über Sensoren das Gefühl der verlorenen Gliedmaße wiedergibt, soll Amputierten auch gegen Phantomschmerzen helfen. Entwickelt wurde die Prothese von dem Wissenschaftler Hubert Egger von der Fachhochschule (FH) Oberösterreich, der sie auch erstmals einem Patienten operativ anpasste.

"Wie ein zweites Leben": Weltweit erste fühlende Beinprothese vorgestellt

Es sei wie ein zweites Leben, wie neu geboren zu werden, sagte Wolfgang Rangger vor der Vorstellung der Prothese der Nachrichtenagentur AFP. Dem ehemaligen Lehrer musste 2007 das rechte Bein unterhalb des Knies amputiert werden, nachdem sich infolge eines Schlaganfalls ein Blutgerinnsel gebildet hatte. Es fühle sich wieder wie ein Fuß an. Er könne wieder Untergründe wie Schotter, Beton, Gras oder Sand empfinden. Sogar kleine Kiesel spüre er, sagte Rangger.

Bei einer Operation Ende 2014 wurden Nervenenden aus dem Beinstumpf des 54-Jährigen, die ursprünglich mit dem Fuß verbunden waren, mit gesundem Gewebe aus dem Oberschenkel verknüpft. Anschließend wurde der Stumpf in den Schaft der leichtgewichtigen Prothese gesetzt, an deren Ende sechs Sensoren in der Fußsohle über sogenannte Stimulatoren Sinneseindrücke an den Träger übermitteln. Mediziner Egger hatte bereits 2010 mit einer Armprothese, die sich durch Gedanken steuern lässt, für Aufsehen gesorgt. afp

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