Sielenbach Zum 145. Mal bietet die Sielenbacher Wallfahrtskirche Maria Birnbaum in diesem Jahr eine alternative Art an, die Faschingstage zu begehen. Statt lauter und vielleicht feuchter Fröhlichkeit, lädt sie ein zu Liturgie, Stille und Besinnlichkeit. Wallfahrtsseelsorger Pater Jörg Weinbach betont: „Es geht um eine andere, eine innere und tiefere Fröhlichkeit in diesen Tagen, die im Gegensatz steht zur doch eher oberflächlichen Heiterkeit der Faschingsumzüge und –veranstaltungen.“ So beschreibt der Seelsorger das Wesen des 40-stündigen Gebetes, das am Sonntag, 19. Februar, beginnt und bis Dienstag, 21. Februar, dauert.
Festprediger ist heuer Pater Michael Hösl aus dem Passionistenkloster St. Gabriel in München-Pasing. Er war unter anderem von 1993 bis 2007 Direktor des überdiözesanen Collegium Rudolfinum in Heiligenkreuz bei Wien und ist ein gesuchter Exerzitienmeister, Beichtvater und Prediger.
Als Titel für seine Predigten hat Pater Michael den Satz gewählt: „Bleibt in mir, dann bleibe ich in Euch! – Eucharistie: Christus in uns und unter uns.“ Unter diesem Aspekt will er das zentrale Element des 40-stündigen Gebetes beleuchten: die Begegnung mit Christus im Allerheiligsten Sakrament des Altares. Dieser Begegnung will die Veranstaltung laut einer Mitteilung Raum geben.
Kinder dürfen verkleidet zur Betstunde kommen
Besonders aufmerksam machen will Weinbach auf eine Betstunde mit meditativen Elementen am Sonntag um 12 Uhr. Dabei gibt es unter anderem Gesänge aus Taizé, die sich besonders an Jugendliche und junge Erwachsene richtet. Zudem wird eine eigene Betstunde für Kinder am Montag um 12 Uhr angeboten. Die Mädchen und Buben dürfen auch verkleidet kommen.
Der Tagesablauf ist an allen drei Tagen gleich: Um 7.30 Uhr wird eine heilige Messe gefeiert und um 9 Uhr findet der Hauptgottesdienst mit Predigt statt. Im Anschluss daran wird das Allerheiligste zur Anbetung ausgesetzt. Es folgen die Betstunden. Den täglichen Abschluss bilden dann jeweils um 14 Uhr der Rosenkranz und um etwa 14.30 Uhr die Abschlussandacht mit Predigt. Vor und nach allen Messen sowie jeweils vor dem Rosenkranz besteht die Gelegenheit zur Beichte.
Nach der feierlichen Abschlussandacht am Dienstag, die mit der Prozession des Blauen Bundes gehalten wird, lädt der Deutschordens-Konvent alle Teilnehmer zu Kaffee und Krapfen in den Innenhof des Klosters ein. (AN)