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Aichach
26.06.2019

So will die CSU den Mangel an Wohnraum angehen

Bauplätze sind in Aichach Mangelware. Die CSU-Fraktion will dieses Problem angehen.

Die Stadtratsfraktion will verfügbare Bauplätze schaffen, sowie sozialen Wohnungsbau, Kita-Plätze und eine Gesamtplanung fürs Neusa-Gelände. Ungeklärt ist die K-Frage.

In Aichach gibt es zu wenig Wohnraum. Das war eines der Hauptthemen, die die Aichacher CSU-Stadtratsfraktion bei ihrer Frühjahrs-Klausurtagung besprochen hat. Dem will sie zum Einen mit der Schaffung von Bauplätzen und zum Anderen mit sozialem Wohnungsbau begegnen, wie die Fraktionsvorsitzenden Helmut Beck, Raymund Aigner und Peter Meitinger jetzt bei einem Pressegespräch erläuterten.

Bauland Bauwillige haben in Aichach und den Stadtteilen schlechte Chancen, Bauplätze zu bekommen. Beck betonte: „Der Bedarf ist sehr hoch.“ Das Problem: Es gibt rund 800 Grundstücke mit Baurecht, die Kommunen sollen sparsam mit Boden umzugehen. Der Stadtrat hat sich deshalb 2005 selbst die Richtlinie gegeben, nur dort Bauland auszuweisen, wo es der Flächennutzungsplan vorsieht. Andererseits sind die vorhandenen Baugrundstücke nicht verfügbar. Meitinger bedauert, Bauwillige wanderten in andere Kommunen ab.

Über Baulandmodell kann Stadt Bauplätze vergeben

Die CSU will künftig einen anderen Weg gehen. Ein erster Schritt in diese Richtung war das Baugebiet, das nun in Ecknach entgegen den Rat der Verwaltung entstehen soll, so Beck. In seinen Augen besonders positiv: Dass die Stadt über das Baulandmodell einen Teil der Grundstücke bekommt. „Dadurch haben wir die Möglichkeit, als Stadt wieder Bauland an unsere eigenen Leute zu vergeben.“ Günstigen Wohnraum gebe es nur, wenn die Stadt die Hand drauf habe.

Als Vorlage für alle Stadtteile will er Ecknach Beispiel aber nicht sehen. „Das muss von Fall zu Fall geprüft werden“, sagt er. Die CSU will zweigleisig fahren: schauen, was von Grundstückseigentümern kommt, und selbst sehen, wo sich die Stadt entwickeln kann. Einen neuen Flächennutzungsplan fordert die CSU nicht. „Dafür findet sich nach unserer Einschätzung im Moment im Stadtrat keine Mehrheit“, so Beck.

Weiteres Grundstück für Sozialen Wohnungsbau vorsehen

Sozialer Wohnungsbau Handlungsbedarf sieht die CSU auch beim sozialen Wohnungsbau. Wie berichtet, plant die Stadt ein größeres Projekt mit der Eleonore-Beck-Stiftung an der Franz-Beck-Straße. Die CSU könnte sich vorstellen, mittelfristig zusätzlich ein städtisches Grundstück an der Donauwörther Straße der Baugenossenschaft zur Verfügung zu stellen. Einen Prüfantrag für das Grundstück, das mit einem Doppelhaus bebaut ist, hat sie laut Beck im April gestellt.

Neusa-Gelände Geprüft werden soll nach dem Willen der CSU auch, was mittel- und langfristig mit dem Neusa-Gelände geschehen soll. Wie berichtet, untersucht die Stadt, ob in einem ehemaligen Teppichlager eine Kindertagesstätte für sechs bis acht Gruppen untergebracht werden kann. Für die CSU stelle sich die Frage, ob man sich dadurch nicht bei der künftigen Nutzung des Geländes einenge. Sie hat eine Gesamtplanung für das Areal beantragt.

Feste statt mobile Einrichtung

Kinderbetreuung Bei der Kinderbetreuung sieht die CSU die Stadt in permanentem Zugzwang, um alle Kinder unterzubringen. Sie will das Problem vorausschauend lösen. Die Stadt soll prüfen, ob an der Holzgartenstraße statt der derzeitigen mobilen eine feste Einrichtung möglich wäre. 2018 habe sie beantragt, die Möglichkeit eines Neubaus an der Schulstraße zu untersuchen.

Kommunalwahl Für die Kommunalwahl 2020 laufen die Vorbereitungen. Laut Beck hören zwei Stadträte auf: der 77-jährige Dieter Heilgemeir und Anton Friedl, der im September 73 wird. Marc Sturm ist vor kurzem wie berichtet zur Freien Wählergemeinschaft gewechselt. Das habe sich zuvor schon abgezeichnet, so Beck. An der Klausurtagung und an den Fraktionssitzungen habe er schon einige Zeit nicht mehr teilgenommen. Die Fraktion stehe in Kontakt mit den Ortsverbänden, um eine Liste aufzustellen, die Jung und Alt, Männer und Frauen, Stadt und Stadtteile gleichermaßen berücksichtigt. Die Liste, die nach Wunsch der CSU einen Verjüngungsprozess mit sich bringen soll, soll im September oder Oktober stehen.

Stellt CSU einen Bürgermeisterkandidaten?

Bis dahin wird dann auch die K-Frage geklärt sein, so Beck: Derzeit stehe noch nicht fest, ob die CSU überhaupt einen eigenen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen gegen Amtsinhaber Klaus Habermann von der SPD schickt, so Beck. Auch, dass sein Name immer wieder fällt, wenn es um die Frage nach dem Bürgermeisterkandidaten geht, kommentiert Beck so: Man sei noch in der Findungsphase.

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