Baar: Sanierung von Staatsstraßen und Kanälen in Baar: Was gibt es Neues?
Baar
Sanierung von Staatsstraßen und Kanälen in Baar: Was gibt es Neues?
Zur Sanierung der Ortsdurchfahrt auf der ST2047 und zu den Grundstücksverhandlungen für die Sanierung der ST2045 gab es im Gemeinderat Neuigkeiten. Ebenso zur Frühlingsstraße.
Weil es Ärger um die Höhe der Fahrbahn gab, wurde Ende Mai ein Baustopp in der Zeller Straße in Baar verhängt.Foto: Roman Pekis
Martin Schex hatte vor den Bauarbeiten an der Zeller Straße in Baar kein Wasser auf dem Grundstück – und das soll auch künftig so bleiben, forderte er in der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend. Das Problem scheint nun gelöst zu sein.
Die Frühlingsstraße, die in die Zeller Straße mündet, wird tiefer gelegt. Im Bestand hatte die Straße eine Höhe von 432 Metern über Normalnull am Hochpunkt des Straßenrandes an der Ecke Frühlingsstraße/Zeller Straße. Der Gemeinderat beschloss mehrheitlich eine Absenkung.
Um zu verhindern, dass Oberflächenwasser in das Grundstück von Martin Schex an der Frühlingstraße läuft, entschied sich der Gemeinderat für eine Tieferlegung.Foto: Roman Pekis
Die Mehrkosten durch Tieferlegung belaufen sich auf 70.000 Euro
Josef Tremel vom gleichnamigen Ingenieurbüro schätzte die Mehrkosten auf etwa 70.000 Euro. Sie fallen an, weil die Straße tiefer gelegt wird und deshalb Schutzmaßnahmen ergriffen werden müssen, um die knapp darunter liegende Verrohrung zu schützen. Ein Dachprofil sorgt für ein Gefälle bis zum Knotenpunkt in der Schulstraße. Jedoch gibt es dort keinen freien Ausfluss in die Kleine Paar. Stattdessen wird eine Querrinne verbaut, die ebenfalls einiges Geld kostet. Sie soll verhindern, dass sich an der Ecke Zeller Straße/Schulstraße bei Starkregen ein See bildet. Auch weil mehr Arbeiten in der Schulstraße anfallen, steigen die Kosten für die Baumaßnahme.
Nach diesem mehrheitlich gefällten Beschluss wurde ein Beschluss aus der April-Sitzung gekippt. Damals hatte sich der Gemeinderat für eine sechs Meter lange Rinne entschieden, die das Regenwasser vor dem Grundstück von Martin Schex auffangen und über ein Rohr in die Kleine Paar führen sollte. Hierfür wären 10.000 Euro an Zusatzkosten angefallen. Doch zu dieser Ausführung kam es nicht.
Asphalt an Ortsdurchfahrt auf Staatsstraße 2047 soll erneuert werden
Gemeinderat Dieter Zach hatte bereits im April beantragt, das Ingenieurbüro Tremel zu laden, um über die Höhenlage der Frühlingsstraße und die Entwässerung an der Ecke Frühlingsstraße/Zeller Straße zu sprechen. Im Mai kam Tremel in die Sitzung. Es kam zum Baustopp, um umplanen und die geänderte Planung vorstellen zu können. Baars Bürgermeister Roman Pekis betonte, dass die bauliche Lösung die Entwässerungssituation marginal verbessere, aber keinen Hochwasserschutz impliziere. Für diese Umplanung muss die Gemeinde nicht nur tiefer in die Tasche greifen, sondern auch eine zeitliche Verschiebung der Gesamtmaßnahme hinnehmen.
Auch an einer anderen Stelle in der Sitzung ging es um den Straßenbau. Das Staatliche Bauamt Augsburg informierte die Gemeinde, dass der Asphalt der Ortsdurchfahrt auf der Staatsstraße 2047 im nächsten Jahr erneuert werden soll. Betroffen ist eine Strecke von etwa einem Kilometer Länge.
Grundstücksverhandlungen für Sanierung der ST2045 abgeschlossen
Für die Mitglieder des Ratsgremiums bedeutete das auch, nun einen Blick auf die Ergebnisse der Kanalbefahrung in diesem Bereich werfen zu müssen. Denn bevor die Asphaltdecke erneuert wird, sollten etwaige Sanierungen im Untergrund erfolgen. Stefan Wolf aus der Verwaltungsgemeinschaft Pöttmes hatte sich die Resultate der Kanalbefahrung bereits angesehen. Er gab dem Gremium seine grobe Einschätzung dazu ab, was zu sanieren sein wird: Ein Kanal müsse erneuert werden, ein Kanal könne im Inlinerverfahren saniert und ein weiterer Schacht sollte eingebaut werden.
Stefan Wolf und Gemeinderätin Johanna Ruisinger befanden den Zeitplan für „sportlich“. Die Gemeinderätin erinnerte daran, dass bis zur Baumaßnahme des Staatlichen Bauamts die Planung stehen und Zuschüsse beantragt sein müssten. Bürgermeister Pekis erinnerte daran, dass auch die Staatstraße 2045 von Baar nach Thierhaupten im nächsten Jahr auf der Agenda des Bauamts gestanden habe. Hier seien die Grundstücksverhandlungen abgeschlossen, informierte Pekis über den ihm vorliegenden Sachstand.