Startseite
Icon Pfeil nach unten
Aichach
Icon Pfeil nach unten

Bauausschuss: Sportanlage Mering wird frühestens ab 2021 saniert

Bauausschuss

Sportanlage Mering wird frühestens ab 2021 saniert

  • |
  • |
  • |
    Dringend sanierungsbedürftig ist die Sportanlage Mering, die von Grundschule, Realschule und Gymnasium genutzt wird. Die Sanierung lässt allerdings noch immer auf sich warten.
    Dringend sanierungsbedürftig ist die Sportanlage Mering, die von Grundschule, Realschule und Gymnasium genutzt wird. Die Sanierung lässt allerdings noch immer auf sich warten.

    Die marode Sportanlage in Mering muss dringend saniert werden. Seit 2014 ist das Thema in der Marktgemeinde, der die Anlage gehört. Thema ist sie aber auch im Kreis, denn die Anlage wird nicht nur von der Grundschule Mering und den örtlichen Vereinen, sondern auch von der Realschule und dem Gymnasium genutzt. Wegen Letzterer ist der Kreis finanziell mit im Boot. Im Bauausschuss des Kreistags informierte Rainer Hurler, Leiter der Bauabteilung im Landratsamt, über den Sachstand.

    Anlass war laut Hurler, „weil immer wieder zu hören ist, der Landkreis komme seiner Verpflichtung nicht so nach, wie er sollte“. Er stellte klar, dass als Eigentümerin die Marktgemeinde Mering Herrin des Verfahrens ist. Wie Hurler ausführte, steht der Landkreis mit der Marktgemeinde seit 2014 in Kontakt. Man habe über den Sanierungsumfang der Anlage an der Tratteilstraße beraten, die Sanierung selbst sollte 2017 vorgenommen werden. Saniert werden müssen unter anderem die Laufbahn ebenso wie die Anlagen für Kugelstoßen und Weitsprung.

    Damals sei man davon ausgegangen, dass die Kosten nach Belegungszeiten durch Schulen und Vereine aufgeteilt werden. Auf den Landkreis wären dann 54 Prozent entfallen. Mittlerweile plädiert der Markt Mering für eine Aufteilung nach Sportklassen von Grundschule, Realschule und Gymnasium, weil die Anlage so hauptsächlich genutzt werde. Das würde für den Kreis etwa 80 Prozent der Kosten bedeuten. „Dann müssen die Vereine Nutzungsentgelt zahlen“, erläuterte Hurler. Wie weit die Verhandlungen des Marktes Mering in dieser Sache sind, konnte er nicht sagen.

    Zudem fehlen laut Rainer Hurler bereits seit rund zehn Jahren zwei Allwetterplätze, die dem Bau der Eduard-Ettensberger-Sporthalle weichen mussten. In der nun vorliegenden Planung seien die beiden Plätze jedoch nicht vorgesehen.

    Die Sanierung lässt bekanntlich immer noch auf sich warten. „Wir hatten gehofft, dass die Marktgemeinde Mering heuer den Förderantrag stellt und 2020/21 die Sanierung erfolgen kann“, so Hurler. Solche Förderanträge können immer bis Ende September gestellt werden. Im August habe Mering aber mitgeteilt, dass es die Förderung nächstes Jahr beantragen wolle. Saniert werden könnte dann 2021/22.

    Für den Landkreis ist das ein Problem. Laut Landrat Klaus Metzger muss er für Realschule und Gymnasium nun für 2019/2020 nach Ausweichmöglichkeiten suchen. Wie problematisch die Situation für das Meringer Gymnasium ist, schilderte Schulleiter Josef Maisch detailliert. Speziell für die Oberstufe, deren Leistungsnachweise ins Abitur einfließen, brauche die Schule wettkampftaugliche Sportstätten. Für Leichtathletik müssten die Schüler dann per Bus zu Sportanlagen, zum Beispiel in Friedberg, gebracht werden – vorausgesetzt, diese sind dann verfügbar. Landrat Metzger dazu: „Da kommen richtig schwierige und auch kostenintensive Situationen auf uns zu.“

    Katrin Müllegger-Steiger (Grüne) wollte das nicht so stehen lassen. Die Realschüler würden auch unter der Situation leiden, stellte sie fest. Sie wollte wissen, ob der Kreis den Markt Mering bei den Kosten durch die Verzögerung in die Pflicht nehmen könne. Hurler verwies auf eine „uralte Vereinbarung“ zwischen Markt und Kreis, die daraufhin geprüft werde. „Nach momentanem Stand nicht“, sagte er. „Was kann der Landkreis tun?“, fragte Müllegger-Steiger. Der Landrat sagte, er werde selbst oft auf die Sportanlage angesprochen. „Wenn es von 2014 bis 2022 dauert, kann sich jeder selbst seinen Reim darauf machen“, so Metzger. Rainer Hurler ergänzte: „Das Gelände gehört uns nicht. Wir können als Nichteigentümer keinen Förderantrag stellen.“ (bac)

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden