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Gemeinderat: Faltermeier ist Stellvertreter in Affing

Gemeinderat

Faltermeier ist Stellvertreter in Affing

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    Markus Winklhofer vereidigte anschließend Gerhard Faltermeier (links) als Zweiten Bürgermeister.
    Markus Winklhofer vereidigte anschließend Gerhard Faltermeier (links) als Zweiten Bürgermeister. Foto: Carmen Jung

    Eine gewisse Nervosität konnte Markus Winklhofer nicht verbergen, als ihn Stefan Matzka am Dienstag im Affinger Gemeinderat als Ersten Bürgermeister vereidigte. Der erste Satz, den er Matzka nachsprechen sollte, ging an ihm vorbei. „Wiederhol’s noch mal, ich bin nervös“, gab Winklhofer zu und Matzka setzte erneut an: „Ich schwöre Treue dem Grundsetz...“ Beim zweiten Anlauf klappte es. An diesem Abend standen noch zwei weitere Vereidigungen auf der Tagesordnung.

    Zunächst nahm Winklhofer seinem Nachfolger auf dem Gemeinderatsstuhl den Amtseid ab. Paul Moll aus Affing ist für ihn in das Gremium nachgerückt. Der 41-jährige Flugzeugbauer und Nebenerwerbslandwirt ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er ist in Affing als Mitglied vieler Vereine bekannt, darunter Feuerwehr, Sportverein und Volksbühne.

    Zu wählen war außerdem ein neuer Zweiter Bürgermeister – der Posten, den bislang Winklhofer inne gehabt hatte. Manfred Klostermeir schlug Gerhard Faltermeier aus Mühlhausen vor. Der 58-jährige Mühlhausener, gelernter Rechtsanwalt, der seit eineinhalb Jahren im Gemeinderat ist, erklärte seine Bereitschaft. Carlos Waldmann brachte Christine Schmid-Mägele ins Spiel mit der Bemerkung: „Jetzt haben wir schon mal eine Frau da.“ Die 45-jährige Gebenhofenerin stimmte mit eher zurückhaltender Begeisterung einer Kandidatur zu. Sie hatte bereits im Mai 2014 als Dritte Bürgermeisterin kandidiert. Damals war sie mit 13:8 Stimmen gegen Stefan Matzka unterlegen.

    Die schriftliche Wahl ging eindeutig aus. Verwaltungschef Markus Heidenreich zählte die Stimmen zusammen mit dem früheren Gemeinderatsmitglied Wolfgang Hörmann aus und gab bekannt: „Drei Stimmen für Schmid-Mägele, eine Enthaltung ,fünfzehn für Faltermeier.“ Nicht anwesend war in der Sitzung Xaver Lindermeir, Georg Engelhard kam erst nach der Wahl. Der gelernte Rechtsanwalt Faltermeier dankte „für das große Vertrauen“ und ließ sich vom Bürgermeister vereidigen. Winklhofer sagte: „Ich denke wir werden zusammen die Gemeinde Affing weiter nach vorne bringen.“

    Bevor der neue Erste Bürgermeister zur Routine zurückkehrte, bei der die festliche Stimmung ein wenig verblasste, dankte er für den „riesigen Vertrauensbeweis“ bei der Wahl, bei der er 79 Prozent der Stimmen erhalten hatte. Zugleich machte er deutlich, die Bürger erwarteten vom Gemeinderat, dass er gemeinsam „völlig unabhängig von Ortsteilen“ arbeite. Winklhofer zeigte sich bei diesem Aspekt optimistisch: „Das ist, denke ich, für uns alle selbstverständlich.“ Im Gemeinderat sei man bestimmt nicht bei jedem Thema einer Meinung, was sich anschließend gleich bei der Diskussion über den Anwaltinger Kirchplatz zeigte. Doch man müsse auch dann kollegial und sachlich zusammenarbeiten. „Dann sehe ich überhaupt keine Schwierigkeiten“, schloss Winklhofer.

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