Petersdorf Die alten Feuerwehrhäuser in Alsmoos und Petersdorf bleiben bestehen. Nach Ortsterminen am 3. März war es keine Überraschung mehr, als der Petersdorfer Gemeinderat diesen Beschluss am Montag einstimmig fasste. Die beiden Wehren werden auch ihre gemeinsamen Räume im neuen Gemeindezentrum nutzen.
Vor einigen Monaten war die Freiwillige Feuerwehr Petersdorf mit dem Antrag gescheitert, die Gemeinde sollte die Materialkosten übernehmen, wenn das alte Haus speziell für die Feier des 125-jährigen Jubiläums hergerichtet wird. Bürgermeister Johann Settele hatte damals die Wehren aus Petersdorf und Alsmoos dazu aufgefordert, Nutzungskonzepte vorzulegen.
Rücktritt des Kommandanten ist kein Thema mehr
Jetzt gab es keine langen Diskussionen mehr. Man war sich einig, dass die Gebäude auch künftig genutzt werden sollten, für Veranstaltungen oder als Lagerräume. Nun wird die Gemeinde eine Nutzungsvereinbarung vorbereiten. Materialkosten bei einer Sanierung werden von der Kommune übernommen. Stephan End versicherte, die Feuerwehrvereine würden Strom und Wasser aus ihrer Tätigkeit heraus tragen. Settele empfahl, in Petersdorf keine Fenster aus Holz einzubauen, nachdem die alten renovierungsbedürftig sind. Er riet zu Kunststoff oder Aluminium.
Nachdem der Petersdorfer Antrag vor einigen Wochen abgelehnt worden war, erklärte Stephan End spontan seinen Rücktritt als 2. Kommandant. „Mit großer Sicherheit wird sich derzeit keiner bereit erklären, diese Lücke aufzufüllen“, sagte er nun in der Sitzung des Gemeinderats. Bei einem positiven Ausgang der Debatte sollte diese Position nicht mehr in Frage gestellt sein. Am Ende der Sitzung meinte End gegenüber den AN auf die Frage, ob das Thema geklärt sei: „Ja.“
Zufahrt Gegen die Stimmen von Richard Brandner und Wolfgang Heißerer wurde der Antrag abgelehnt, von einem überdachten Carport in der Brunnwiese 3 in Alsmoos aus eine Zufahrt über die Josef Wildenauer-Straße herzustellen. Die Verwaltung hatte dazu mitgeteilt, dass bereits eine Zufahrt zur Brunnwiese besteht. Wollte man den Wunsch des Antragstellers erfüllen, müsste man den Bebauungsplan ändern; allein mit einer Befreiung von einzelnen Festsetzungen sei es nicht getan. „Wehret den Anfängen“, meinte Markus Ehm: „Momentan kann ich diesem Antrag nicht zustimmen.“ Peter Brandner äußerte sich ähnlich: „Da sind höchste Bedenken angebracht.“ Laut Richard Brandner sei man beim Aufstellen des Bebauungsplans von anderen Voraussetzungen ausgegangen: „Das war eine Schulstraße.“ Inzwischen ist die Schule geschlossen. Stephan End gab zu bedenken: „Jeder, der dort gebaut hat, hat gewusst, was auf ihn zukommt.“
Friedhof Auf dem Friedhof in Hohenried ist die Gemeinde für die Wege zuständig. Für den Erweiterungsbereich wird sie Steine und Platten anbringen, um eine einheitliche Struktur zu schaffen. Am Bestand werden keine Änderungen vorgenommen. Für die Plätze zwischen den Gräbern wird die Gemeinde Platten in einer Größe von 30 auf 50 Zentimeter oder 30 auf 30 Zentimeter bestellen. Sie können dann von den Nutzern der Gräber verlegt werden.
Bürgerwünsche Kurz angesprochen wurden die Wünsche, die bei den zwei Bürgerversammlungen vorgebracht worden waren. So werden in der Schulturnhalle Willprechtszell Fenster ersetzt. In Alsmoos wird ein weiteres Buswartehäuschen errichtet. Die Inhaber einer Ehrenamtskarte dürfen das Hallenbad in Aindling kostenlos nutzen.
Arbeitskreis Schule Noch einmal formulierte 2. Bürgermeister Richard Brandner seine Forderung, für die künftige Nutzung der ehemaligen Schule in Alsmoos einen Arbeitskreis zu bilden: „Das Gebäude soll und muss genutzt werden, sonst würde die Substanz die nächsten Jahre schlechter werden.“ Möglichst viele Leute sollten ihre Ideen einbringen.