Sielenbach Fast eine Neuanlage wird der Spielplatz „Am Weiherbach“ in Sielenbach. In der Sitzung am Mittwoch beschloss der Gemeinderat, Geräte für rund 15000 Euro zu kaufen. Zwei Ratsmitglieder stimmten dagegen. Ihnen erschien die Investition zu hoch.
Schon vor rund einem halben Jahr hatte der Gemeinderat beschlossen, den rund 40 Jahre alten Spielplatz aufzurüsten. Statt nur einfach kaputte oder marode gewordene Geräte zu ersetzen, sollte jedoch zuerst ein Konzept vorliegen. 25 Kinder würden in dem Wohngebiet leben, hatten Anwohner dem Gemeinderat mitgeteilt, die eine Unterschriftenliste für die Aktivierung des Spielplatzes übergeben hatten.
Skeptisch war Josef Breitsameter, ob tatsächlich so viele Mädchen und Buben den Platz nutzen würden. Hans Moser hatte Bedenken wegen der Höhe der Investition. Im Zuge der Gleichbehandlung solle man weniger ausgeben, erklärte er. Für den Spielplatz, den die Anlieger in Eigenleistung pflegen wollen, setzte sich Franz Moser ein. „Wenn wir das jetzt fallen lassen, dann ist für die Zukunft alles kaputt.“ Mit zwei Gegenstimmen beschloss der Gemeinderat, die Spielgeräte für rund 15000 Euro zu kaufen.
Radweg Druckfrisch waren die Neuigkeiten, die Bürgermeister Martin Echter den Gemeinderäten in Bezug auf Vereinbarungen mit dem Landkreis mitteilen konnte. Bei dem Geh- und Radweg von Sielenbach nach Wollomoos werden sich Gemeinde und Landkreis die Kosten je zur Hälfte teilen. Für den Unterhalt ist die Gemeinde zuständig. Im August soll der Bau beginnen.
Verkehrsinsel Ebenfalls zur Hälfte übernimmt der Kreis die Kosten für den Bau einer zwei Meter breiten Verkehrsinsel mit Fußgängerüberweg beim Ortseingang der Schwaigstraße sowie die Verlängerung des Gehweges an der Kapellenstraße. Von den Kosten, die für die neue Asphaltdecke von der Verkehrsinsel bis zur Linksabbiegespur ins Gewerbegebiet „An der Lichtstraße“ anfallen, übernimmt der Landkreis sechs Euro pro Quadratmeter. Etwa 1,50 Euro muss die Gemeinde tragen. „Wir können sehr zufrieden sein“, fand der Bürgermeister.
Gewerbehalle Kein Problem haben das Wasserwirtschaftsamt und der Immissionsschutz mit der Erweiterung einer bestehenden Gewerbehalle in Schafhausen. Skeptisch war Franz Moser, ob nicht der Nachbar später einmal Probleme bekommen würde, falls er einmal auf seiner angrenzenden Fläche bauen will. Er stimmte gegen den Antrag auf Erweiterung der Ortsrandsatzung. Das Blockheizkraftwerk, das an die Geräte- und Maschinenhalle angebaut werden soll, machte Breitsameter Kopfzerbrechen. Nachdem der Ventilator den ganzen Tag laufe, befürchtete er Lärmbelästigung. Das werde die Immissionsbehörde prüfen, sagte Echter. Der Gemeinderat stimmte dem Vorhaben einstimmig zu.
Ausschüsse Für den zurückgetretenen Heinrich Lechner übernimmt der nachgerückte Andreas Stöttner die Posten in den Ausschüssen. Einstimmig wählte der Gemeinderat den neuen Kollegen in den Grundstücksausschuss, als Verbandsrat in der Adelburggruppe, zum Gemeindevertreter im Verwaltungsverein und als Stellvertreter von Jürgen Oswald in der VG-Versammlung.
Kinderkrippe Für knapp 80000 Euro vergab der Gemeinderat Aufträge für Fenster und Fenstertüren (25700 Euro), Sanitärarbeiten (14700 Euro) und Heizungsbauarbeiten (39000 Euro).
Bauanträge Keine Einwände hatten die Gemeinderäte gegen eine Dach- und Nutzungsänderung des Milchviehstalles zur Geräte- und Maschinenhalle sowie den Neubau eines Gülleendlagers und Fahrsilos in Schafhausen.