Baar Seit Jahren spricht man in der Gemeinde Baar über die Dorferneuerung – mehr oder weniger intensiv. So richtig vorangegangen ist bislang aber nichts. Das soll sich nun ändern. Wie Bürgermeister Leonhard Kandler dem Gemeinderat in der Sitzung am Donnerstag mitteilte, wird es am 22. März um 19.30 Uhr eine Veranstaltung dazu in der Mehrzweckhalle geben.
Die Gemeinde hofft auf rege Teilnahme. Darum soll von Haus zu Haus gegangen werden, um die Einladungen zu verteilen. Bei der Versammlung wollen die Arbeitskreise die Punkte vorstellen, die in den Maßnahmenkatalog aufgenommen werden sollen. Die Vorschläge werden bewertet und dann in eine Reihenfolge gebracht.
Erwartet wird auch Baudirektor Ludger Klinge vom Amt für Ländliche Entwicklung in Krumbach. Er wird sich dazu äußern, welche Projekte ihm förderungswürdig erscheinen und mit welchen Geldern aus seinem Haus die Gemeinde Baar rechnen kann.
Vor 20 Jahren wurde der Bebauungsplan für das Gewerbegebiet Unterbaar aufgestellt. Nun steht die dritte Änderung an. Laut Tagesordnung sollte dazu der Satzungsbeschluss gefasst werden. Der musste vertagt werden, weil das Landratsamt in Aichach noch einmal eine Auslegung verlangt hatte. Sie ist für den Zeitraum vom 3. April bis 8. Mai vorgesehen. Der Bebauungsplan und die Änderung des Flächennutzungsplanes wurden einstimmig gebilligt; Klaus Grunenberg und Florian Reiter fehlten entschuldigt. Einige Korrekturen sind nun in die Pläne einzuarbeiten, im Wesentlichen sind sie redaktioneller Art. Die Untere Naturschutzbehörde vermutet, dass im Bereich des Bebauungsplanes Altlasten lagern könnten. Daher sei die Regierung von Schwaben einzuschalten. Die hat sich bislang nicht zu diesem Thema geäußert. Eine Wohnung für Betriebsleiter oder Betriebsinhaber kann im Gewerbegebiet nur ausnahmsweise genehmigt werden.
Der SV Baar erhält für das Jahr 2011 einen gemeindlichen Zuschuss in einer Höhe von rund 1600 Euro. Kassenwart Andreas Koppold, der dem Gemeinderat angehört, räumte ein, dass man den Antrag versehentlich nicht im vergangenen Jahr gestellt habe. Egon Christl verlangte, die Vereine sollten grundsätzlich als Frist den 1. März einhalten: „Später gibt es nichts mehr.“ Gottfried Denkel machte den Vorschlag, bis zur nächsten Sitzung Klarheit zu schaffen, wie sich die Vereine bei diesem Thema zu verhalten haben.
Über die Gebietskulisse zur Windkraft sollten die Räte im öffentlichen Teil der Sitzung reden, forderte Johanna Ruisinger. Sie verwies darauf, dass mehrere Zeitungen bereits Details darüber abgedruckt haben. Stefan Wolf von der Verwaltung in Pöttmes lehnte diesen Antrag ab: „Ich darf es euch nicht öffentlich zeigen. An das werde ich mich halten.“ Wolf sprach davon, dass sich die Gebietskulisse noch in der Prüfphase befinde.