Petersdorf Die Arbeiten an der Erweiterung des Kindergartens Alsmoos sollen Mitte/Ende Juni beginnen. Von der Regierung von Schwaben liegt der Bescheid vor, dass sie sich mit 365100 Euro an den Kosten beteiligen werde. Daraufhin vergab der Gemeinderat in seiner Sitzung am Montagabend im nicht öffentlichen Teil gleich den ersten Auftrag für die Erweiterung um Räume für Kinder unter drei Jahren.
Den Zuschlag für die Beton- und Maurerarbeiten erhielt die Firma Michl in Inchenhofen. Sie gab mit 107000 Euro das günstigste Angebot ab. Das Unternehmen war bereits beim Gemeindezentrum nur wenige Meter entfernt im Einsatz. In den kommenden Wochen werden die weiteren Gewerke ausgeschrieben. Ihre Vergabe soll bei der nächsten Sitzung des Gemeinderats am 11. Juni erfolgen.
Auch der Kirchplatz in Alsmoos war Thema
Ebenfalls ein Thema war der Alsmooser Kirchplatz. Vor einer Woche gab es einen Ortstermin vor der Kirche mit Pfarrer, Pfarrgemeinderat, Kirchenverwaltung und Anlieger. Bürgermeister Johann Settele sprach von einem „guten Gespräch“. Monika Huber erhielt den Auftrag, einen Plan zu entwerfen, wie der Kirchplatz künftig aussehen könnte. Einige Parkplätze sollen mit Rasenfugensteine bestückt werden, außerdem ist angedacht, dass eine junge Linde eingepflanzt wird. Wie berichtet, wurde die rund 130 Jahre alte Kastanie umgelegt, weil ein Gutachter ihre Standfestigkeit entschieden infrage gestellt hatte.
Am Stumpf, der in Kürze ausgefräst werden soll, fand der Bürgermeister ein Schreiben, das er als Kopie den Gemeinderäten auf den Tisch legte. Darin hatte sich eine unbekannte Person als Dichter versucht und ihr Missfallen über die Entfernung des Baumes auf diese Weise zum Ausdruck gebracht: „Mein Freund, der Baum, ist tot. Er starb im frühen Morgenrot durch kommunale Hand. Das ist eine Schand’, armes Wittelsbacher Land.“ Settele kommentierte diese Art des Protestes so: „Wenn einer seine Meinung kundtut, sollte er seinen Namen druntersetzen. Der Baum war kaputt.“ Richard Brandner, zweiter Bürgermeister, betonte, wie wichtig es sei, Entscheidungen aufgrund eines Gutachtens zu treffen.
Die Bücherei Aindling erhält von Petersdorf einen einmaligen Zuschuss von 400 Euro. Settele hatte zunächst erklärt, bei Aindling handle es sich um ein Kleinzentrum, das sollte daher solche Einrichtungen vorhalten. Vor rund zehn Jahren habe sich Petersdorf bei der Eröffnung finanziell beteiligt.
Stephan End urteilte anders: „Das gehört zum guten Ton, wir sollten uns beteiligen.“ Peter Brandner äußerte sich zurückhaltend: „Ich finde, da sind wir nicht richtig zuständig, dass wir so eine Einrichtung finanzieren.“ Er hätte sich gewünscht, dass man mehr erfährt über den Haushalt der Bücherei. Richard Brandner wies daraufhin, dass es sich um eine Summe handle, die „uns nicht wehtut“; sie sollte ein Signal an Aindling sein. Markus Ehm sprach von einer wichtigen Bildungs- und Kultureinrichtung: „Vielleicht ziehen andere Kommunen nach.“ Am Ende der Debatte fiel die Entscheidung für die 400 Euro ohne Gegenstimme.
Die Freiwillige Feuerwehr Petersdorf hatte am vergangenen Samstag ihre Jahreshauptversammlung durchgeführt. Die Einladung erfolgte kurzfristig, darum fehlten offizielle Vertreter der Kommune. Stephan End äußerte sich daher im Gemeinderat; er bedankte sich für die Unterstützung durch die Gemeinde, verbunden mit der Hoffnung „auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit“. Das alte Feuerwehrhaus habe man in 300 Stunden Eigenleistung wieder auf Vordermann gebracht.