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Rehling

10.01.2020

Kommunalwahl 2020: Freie Wähler wollen in Rehling antreten

Die Freien Wähler wollen ins Rehlinger Rathaus. Dazu gründete sich ein neuer Ortsverein. Schon bald sollen Kandidaten für den Gemeinderat und für das Bürgermeisteramt nominiert werden.
Foto: Josef Abt (Archiv)

Plus Zwei Männer gründen in Rehling einen Ortsverein der Freien Wähler. Der hat Kandidaten für Gemeinderat und Bürgermeisteramt.

In Rehling soll es jetzt doch wieder zwei verschiedene Wahlvorschläge geben. Kurz vor Torschluss hat sich am Donnerstagabend ein neuer Ortsverein der Freien Wähler gegründet. Nächste Woche sollen Kandidaten für den Gemeinderat und auch ein Bewerber für das Bürgermeisteramt nominiert werden, kündigte der Vorsitzende Alexander Richter am Freitag an. Die Zeit drängt: Bis zum Donnerstag, 23. Januar, müssen Vorschläge beim Wahlleiter eingereicht werden.

Rehling: Eigentlich schien es eine ruhige Kommunalwahl zu werden

Bislang deutete alles auf eine vergleichsweise ruhige Kommunalwahl am 15. März in Rehling hin: Christoph Aidelsburger, 37, war einziger Kandidat für die Nachfolge von Bürgermeister Alfred Rappel, der nach 18 Jahren nicht mehr antritt. Und es sollte auch nur noch eine gemeinsame Liste für die Gemeinderatskandidaten geben. Die beiden derzeit im Gremium vertretenen Wahlvorschläge, CSU und die Gruppierung „Bürger für Rehling“, haben Ende November zusammen 20 Kandidaten nominiert. Begründung von beiden Gruppierungen für die Einheitsliste: In vielen Jahren habe es keinerlei Konfrontationen innerhalb der beiden Fraktionen gegeben. Die Sachpolitik sei immer im Mittelpunkt gestanden.

Mit der Gründung eines Ortsvereins der Freien Wähler (FW) durch fünf Mitglieder werden die Karten wieder neu gemischt. Weil die FW im Landtag sitzen, sind für eine Kandidatur der Ortsgruppe keine zusätzlichen Unterstützungsunterschriften notwendig. Bei der Neugründung einer Wählergruppierung in einer Gemeinde in der Größe von Rehling wären es zum Beispiel 60 Unterschriften, damit die Liste zur Kommunalwahl überhaupt zugelassen wird. Diese Unterstützer müssten sich dazu persönlich im Rathaus bis zum 3. Februar eintragen.

Laut Alexander Richter will der FW-Ortsverein die örtliche Kommunalpolitik sinnvoll mitgestalten. Er ist Vorsitzender und Schriftführer des Vereins. Zweiter Vorsitzender ist Anton Fries und als Kassenwart fungiert Asmus Winter. Die Nominierungsversammlung findet am Donnerstag, 16. Januar, 19.30 im Sportheim „Lechtalstuben Rehling“ im Ortsteil Oberach statt. Stimmberechtigt bei der Versammlung sind nur Mitglieder des Ortsvereins. Jeder Rehlinger Bürger sei aber willkommen und könne sich den FW anschließen, um als Mitglied oder Kandidat im Interesse der Gemeinschaft mitzuwirken, so Richter: „Wir wollen eine offene Liste sein.“ Das heißt, auch Nicht-Mitglieder könnten antreten.

Rehling: Richter und Fries seit einiger Zeit in Kommunalpolitik aktiv

Richter und Fries sind seit einiger Zeit in der Rehlinger Kommunalpolitik aktiv, aber nicht im Gemeinderat, sondern als Initiatoren vor Bürgerinitiativen. Dort stehen sie zum Teil auch in Konfrontation zum Gremium und insbesondere zu Bürgermeister Alfred Rappel. Laut Richter haben sich die Gründungsmitglieder ganz „kurzfristig entschieden, weil wir vieles hier ein bisschen undemokratisch empfinden“. Ob er selbst als Bürgermeister antreten will, ließ der 56-Jährige gestern auf Anfrage unserer Redaktion offen. Es gebe zwei Kandidaten: Er werde das über das Wochenende für sich entscheiden.

Zuletzt haben Richter und Fries, beide sind mit ihren Familien vor einigen Jahren nach Rehling gezogen, die Bürgerinitiative „Sicherer Fußweg an der Rehlinger Hauptstraße“ gegründet. Dabei geht es um die Verkehrssituation im Dorfzentrum und vor allem um die Gefahr für Schulkinder. Fries und Richter waren auch federführend bei der Bürgerinitiative „Kein Tetrafunkmast in Rehling“ aktiv. Vor gut einem Jahr wurde nach massiven Protesten umgeplant. Statt eines gemeinsamen Masts für den Behörden- und Mobilfunk in Ortsnähe „Beim Gockel“ an der Lechleite, soll jetzt an drei Standorten weiter außerhalb der Gemeinde gefunkt werden. Der Mehraufwand und die Kosten sind hoch, dafür sind die Antennen jetzt deutlich weiter von der Wohnbebauung entfernt.

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