Bei der Bayerischen Meisterschaft am Samstag in Sickerthofen bei Schwabhausen (Kreis Dachau) landete der 42-Jährige aus Heretshausen deshalb auf dem dritten Platz.
Spannend war es schon am Freitag, als Asam den Koloss daheim mit Hilfe eines Frontladers auf seinen Pritschenwagen hievte. Erst da konnte er nachschauen, wie der Kürbis unten aussieht. Erleichtert stellte er fest: Die Riesenfrucht hat kein Loch. „Das wär’ dann schon schade“, sagte Asam, der zugab, dass ein Züchter diesem Augenblick besonders entgegenfiebert.
In 14 Tagen 40 Kilo zugelegt
So viel fiebern musste er bei der Meisterschaft nicht. In Reih und Glied lagen die sieben teilnehmenden Kürbisse nebeneinander. Bereits nach der Schätzung, die sich Messungen stützt, „war ich schon Dritter“. Danach kamen alle auf die Waage. Eine Überraschung bei der Platzierung gab es für Asam nicht mehr. Aber das Gewicht wunderte ihn schon: 405 Kilogramm hatte sein Koloss. Dass es sein Gewächs so weit bringen würde, hätte der Familienvater nicht gedacht. Zwei Wochen zuvor hatte die orange Frucht „nur“ 360 Kilo gehabt. In 14 Tagen über 40 Kilo zulegen, das ist bei Kürbissen aber keine Seltenheit. Die ganz großen Exemplare können sogar am Tag 20 bis 30 Kilo zunehmen, weiß Asam. „Die sieht man wachsen“, sagt der Hobby-Züchter.
Als Ziel hatte Asam im Winter 300 Kilo ausgegeben. Bei 400, so hat er’s versprochen, „gibt’s a Sau“. Die ist jetzt fällig. Für das Fest mit rund 40 Leuten kann die 200 Euro Preisgeld gut gebrauchen. Kürbissuppe als Vorspeise wird’s aber nicht geben. Nicht bloß, weil sie dem Züchter überhaupt nicht schmeckt, sondern auch, weil die Riesenexemplare zu 98 Prozent aus Wasser bestehen und zumindest geschmacklich mit den kleinen Artgenossen kaum mithalten können. Das Schicksal des dritten Bayerischen Meisters ist damit ein Ende auf dem Kompost, aber erst, nachdem Michael Asam Kerne zur Zucht entnommen hat. Denn obwohl ein Riesenkürbis mit ein bis zwei Stunden täglich auch eine Riesenarbeit macht, will Asam seinem Hobby treu bleiben.
Den ersten Platz belegte Robert Jaser aus Schönebach (Kreis Günzburg) für einen 504-Kilo-Kürbis. Auf den zweiten Platz kam das Berufsbildungswerk Augsburg mit einem 496 Kilo schweren Exemplar.