Startseite
Icon Pfeil nach unten
Aichach
Icon Pfeil nach unten
Inchenhofen
Icon Pfeil nach unten

Marktgemeinderat: Windkraft: Wenig Platz für Konzentrationsflächen

Marktgemeinderat

Windkraft: Wenig Platz für Konzentrationsflächen

  • |
  • |
  • |
    Auf dem Friedhof in Ainertshofen stehen 2013 umfangreiche Arbeiten an. Die Gemeinde beteiligt sich mit zehn Prozent an den Kosten.
    Auf dem Friedhof in Ainertshofen stehen 2013 umfangreiche Arbeiten an. Die Gemeinde beteiligt sich mit zehn Prozent an den Kosten. Foto: Johann Eibl

    Inchenhofen Das Thema Windkraft macht auch vor der Marktgemeinde Inchenhofen nicht halt. Ob hier tatsächlich eines Tages Windräder in Betrieb gehen werden, erscheint aber derzeit zumindest fraglich. Eine Stunde lang befasste sich der Marktgemeinderat am Dienstag mit dieser Angelegenheit, die sich als ungemein komplex erwies. Man verständigte sich schließlich darauf, erst einmal abzuklären, ob ein Gebiet im Nordosten, zwischen Schnellmannskreuth und Unterbernbach, in Betracht kommen könnte.

    Hans Brugger, Landschaftsarchitekt aus Aichach, erläuterte in seinem Vortrag viele Aspekte, verwies auf aktuelle Gerichtsurteile und machte klar, dass es auf viele Fragen noch keine Antworten gibt. Eine seiner Kernaussagen lautete: „Ein Investor wird sicher genau hinschauen.“ Mit einer „ordentlichen Planung“ sollte man Konzentrationsflächen schaffen. Das fällt aber im Bereich der Gemeinde Inchenhofen schwer, wenn man die verschiedenen Vorschriften beachtet.

    Insgesamt hat die Kommune eine Fläche von 27,55 Quadratkilometern. Brugger: „Momentan kann man nach dem Regionalplan im Gemeindegebiet kein Windrad errichten. Aber der Regionalplan wird geändert.“ Er bezeichnete die Situation in Inchenhofen als „ganz schwierig“. Die Stadt Aichach, so hieß es, verzichte in ihrem Nordwesten auf Windräder, um die freie Sicht auf die Wallfahrtskirche nicht zu stören. Bürgermeister Karl Metzger schloss daraus, dass nun Inchenhofen keineswegs den Süden des Hauptortes für Windräder vorsehen dürfe.

    Sogenannte Potenzialflächen, auf denen man Energie mithilfe von Windkraft erzeugen könnte, erscheinen derzeit nur in den Randgebieten denkbar, sie seien aber sehr klein, so Brugger. Er betonte, es herrsche momentan in diesem Zusammenhang keinerlei Zeitdruck. Metzger versicherte, die Gemeinde sei nicht dafür zuständig, ob ein möglicher Standort wirtschaftlich sinnvoll ist. Einig war man sich auch, dass das Roßmoos nach wie vor einen hohen Stellenwert genieße und daher frei von Windrädern bleiben soll.

    Auf dem Friedhof in Ainertshofen stehen umfangreiche Arbeiten an, die für 2013 vorgesehen sind. Die Gesamtkosten sollen sich auf 345000 Euro belaufen. Die Marktgemeinde wird sich daran mit zehn Prozent beteiligen, außerdem zahlt sie die 3500 Euro für die Verlegung des Kriegerdenkmals komplett. Und bei Bedarf soll der Bauhof kleine Arbeiten übernehmen. Es werden auch 15 neue Grabstellen errichtet werden.

    Von der Diözese sind 60 Prozent Zuschuss zu erwarten

    Kirchenpfleger Josef Gamperl hatte vergebens darum gebeten, man möge in diesem Fall einen Zuschuss von 15 Prozent bewilligen; früher war gar von 20 Prozent die Rede. Hans Schweizer gab in der Debatte zu bedenken, dass von der Diözese für solche Maßnahmen 60 Prozent zu erwarten sind. Am Ende aber entschied sich die Runde dafür, ihre Linie mit zehn Prozent beizubehalten. Wiederholt hatte Karl Metzger dazu aufgefordert – auch vor dem Hintergedanken, dass in Sainbach und in Inchenhofen ähnliche Projekte anstehen.

    Im Laufe der nächsten Jahre wird in Inchenhofen weiterer Wohnraum im großen Stil entstehen. So wird am Brechstubenweg westlich der Schule ein Bebauungsplan aufgestellt; sieben Plätze mit einer Größe von jeweils 700 Quadratmetern könnten auf diese Weise entstehen. Westlich des Auwegs und östlich der Schule kann das gesamte Gebiet nun aufgeplant werden. Hier gibt es nach Angaben der Verwaltung bereits 22 Anfragen. Die Gemeinde wird über mindestens 20 Plätze verfügen können. Robert Müller erklärte: „Es ist nicht einfach, dass man sechs, sieben Eigentümer unter einen Hut bringt. Das müssen wir durchziehen.“

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden