Todtenweis-Sand Das Wetter war widrig am Samstag. Echte Fans hielten Regenschauer und kühle Temperaturen aber nicht davon ab, die Mofarallye des MC Rehling in Sand zu besuchen. Zahlreiche Schaulustige verfolgten die 26 Mofas und ihre Fahrer auf dem anspruchsvollen Rundkurs in der Sandgrube.
Schon beim Start zeigten sich große Unterschiede. Das Fahrerfeld wurde weit auseinandergezogen. Fuhren die ersten mit voller Power los, um an der vordersten Front dabei zu sein, ließen es die anderen ruhig angehen, um freies Feld für die Fahrt zu haben. Einfach war die Strecke keineswegs und der einsetzende Regen sorgte für eine weitere Schwierigkeit.
Da es schon am Vormittag aus vollen Kübeln goss, war der Kurs mit tiefen Wasserpfützen und Schlamm garniert. Konnte man bei den ersten Runden noch die Farbe von Mofa und Fahreranzug erkennen, war dies nach einigen Runden nicht mehr ganz so einfach. Alles bekam die gleiche „Schutzschicht“ aus Schlamm und Dreck.
Die bestehenden Kies-, Sand- und Steinhaufen vom Kieswerk Seemüller waren wieder hervorragend geeignet, um drum herum enge Kurven und Hügel zu platzieren. Die Strecke führte auch wieder auf einen schlammigen und batzigen Berg hinauf und gleich darauf im Steilhang hinunter. Eine an der Bahn präparierte Buckelpiste durfte selbstverständlich nicht fehlen.
Wegen der nassen, schlammigen Strecke waren die ersten Ausfälle vorprogrammiert: Markus Penzes und Christian Rapoldder vom „RM Team“ mussten mit ihrer Herkules Prima 5 schon nach fünf Runden abbrechen. Ihr Gefährt hatte einfach den Geist aufgegeben. Sie erhielten für ihre Teilnahme den „Looser-Pokal“, also den Verlierer-Pokal.
In den Boxengassen ging es schon bald eng her. Mofa um Mofa kam mit den unterschiedlichsten Fahrproblemen an. Mal lag es am Vergaser, der Wasser geschluckt hatte, mal waren die Pedale von einem Sturz verbogen. Des Öfteren war auch die Kupplung defekt oder Ketten abgebrochen. Für die meisten technischen Probleme aber waren die Mechaniker gerüstet und die unterbrochene Fahrt konnte häufig rasch fortgesetzt werden. Insgesamt gab es jedoch auch viele Totalausfälle. Von den 26 gestarteten Mofas erreichten die Zielrunde nach genau drei Stunden nur noch 13 Mofas. Nach dem Motto „Dabei sein ist alles“, nahmen die Teams ihr Aus allerdings recht gelassen hin. Ganz nach dem Motto „Geteiltes Leid ist halbes Leid“. Waren sie doch nicht die Einzigen, die es wieder einmal nicht geschafft hatten, aufs Siegerpodest zu kommen.
71 Fahrer waren ursprünglich für die diesjährige Mofarallye gemeldet. Je Mofa können bis zu vier Austauschfahrer teilnehmen, wie es in den Statuten des MC Rehling geschrieben steht. Nach drei Stunden winkte Jürgen Zörner das Rennen ab. „In vielen Augen sah man die Erleichterung, dass es nun endlich aus ist“, fasste Hauptinitiator Zörner die Situation zusammen. Nach einer kurzen Auswertungszeit standen die Sieger fest. Alle Teilnehmer bekamen eine Medaille von Präsident Bernd Wittmann. Für die Sieger winkte neben der Medaille noch ein Pokal. Die erste Mofarallye in Todtenweis fand im Jahr 2001 statt.
Damals, wie auch ein Jahr später, war der Veranstalter der Todtenweiser Bauwagen. Die Rallye fand ursprünglich auf einem abgeernteten Maisfeld zwischen Todtenweis und Edenhausen statt. Seit 2003 wird diese nun im Kieswerk Seemüller ausgetragen. Der MC Rehling ist inzwischen der Verantwortliche der Rallye, die mittlerweile weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt ist, und alljährlich zahlreiche Zuschauer nach Sand lockt.
Ergebnisse Die Endergebnis-Listen können auf der Internetseite des MC Rehling eingesehen werden: www.mc-rehling.de