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Nominierung

09.11.2019

Mühlhausener wollen Faltermeier als Bürgermeister

Mit dieser Mannschaft geht die Wählergemeinschaft Mühlhausen-Bergen in den Wahlkampf. Für den Gemeinderat kandidieren (hinten von links): Maximilian Hartl, Jonas Meier, Clemens Meier, Heiko Baier, Albert Draxler, Markus Jahnel, Konrad Benkhart und Peter Kosak; (vorne von links): Manfred Klostermeir, Verena Golling, Susanne Wimmer, Bürgermeisterkandidat Gerhard Faltermeier, Agnes Braun, Dominik Erber und Albert Gutmann. Nicht auf dem Bild sind die Kandidaten Anita Klostermeir, Marc Neukäufer, Friederike Carlsson, Karina Lindermeir und Rudi Fuchs.
Bild: Carmen Jung

Plus Zweiter Bürgermeister Faltermeier erhält in Mühlhausen ein eindeutiges Votum. Seine Motivation: Es muss sich etwas ändern.

Das Interesse war groß, als am Freitag die Wählergemeinschaft Mühlhausen-Bergen (WGMB) zur Nominierungsversammlung ins Sportheim einlud. Weit über 60 Menschen wollten dabei sein, wenn der erste Bürgermeisterkandidat in der Gemeinde Affing für die Kommunalwahl 2020 aufgestellt wird. Das Votum für den derzeitigen Zweiten Bürgermeister Gerhard Faltermeier war eindeutig: Der 63-Jährige erhielt 54 Stimmen, bei zwei Nein-Stimmen und einer Enthaltung. Sowohl bei Faltermeier als auch bei vielen Gemeinderatskandidaten war immer wieder eine Motivation zu hören: Es muss sich etwas ändern in der Gemeinde. Diese Motivation nannte auch ein Überaschungskandidat auf der Liste: Rudi Fuchs. (Lesen Sie dazu auch den Artikel: Rudi Fuchs will in den Affinger Gemeinderat)

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Gerhard Faltermeier will nicht nur "maulen" in Affing

Faltermeier machte vor seiner Wahl selbstbewusst und kämpferisch deutlich, warum er sich trotz seiner 63 Jahre zur Wahl stellt. Es gehe nicht, immer nur zu maulen und keine Alternative zu bieten, betonte er. Dass er dem Bürgermeisteramt aus seiner Sicht gewachsen ist, daran ließ er keine Zweifel. Der Jurist, der über Jahrzehnte in führender Position in der freien Wirtschaft tätig war, musste sich in seinem Berufsleben, wie er sagte, immer wieder in neue Dinge einarbeiten. Die Herausforderung war dabei häufig: „Wie schaffe ich es Projekte in einem vorgegebenen Zeit- und Geldrahmen zu realisieren?“ Bei diesem Punkt sei in Affing deutlich Luft nach oben.

Als Beispiel nannte Faltermeier die geplanten Umfahrungen. Er zeigte sich überzeugt davon, dass das Projekt für Mühlhausen mit mehr Kreativität ein Jahr früher dran sein könnte. Faltermeier fehlen in der Affinger Kommunalpolitik Ideen. Ganz viel arbeiten allein reiche nicht aus. Das gebe allenfalls ein Fleißbildchen. Letztlich zähle nur der Erfolg. Explodierende Kosten bei Projekten und eine Dauer von vier Jahren vom Beschluss bis zum Baubeginn wie bei der Mittagsbetreuung seien Dinge, „die hätte ich mir in meiner beruflichen Laufbahn nie erlauben können“. Davon abgesehen findet Faltermeier: „Die Bürger haben einen Anspruch, dass Dinge schnell umgesetzt werden.“

Mühlhausener wollen Faltermeier als Bürgermeister

Dem Gemeinderat will er mehr Verantwortung übertragen. So kündigte er einen Beauftragten für die Kindertagesstätten an. Faltermeier, der aus Altersgründen nur eine Wahlperiode lang Bürgermeister sein könnte, betonte: Er werde ein anderer Bürgermeister sein als viele seiner Vorgänger. Die Sacharbeit sei viel wichtiger, als das Gesellschaftliche. Aufgrund entsprechender Rückmeldungen aus anderen Ortsteilen will Faltermeier auch in Haunswies, Aulzhausen und Affing als Bürgermeisterkandidat antreten. Jedoch nur, wenn er zur Nominierungsversammlung eingeladen würde, betonte er gegenüber unserer Zeitung. Nach einstimmigem Beschluss der Versammlung in Mühlhausen ist Faltermeier eine Kandidatur für weitere Listen erlaubt. Die Aulzhausener Räte haben ihm bereits ihre Unterstützung zugesagt.

Frauen und Jugend wollen sich in Affing einbringen

„Wichtig, dass was vorangeht“ (Faltermeier), das bezeichneten auch zahlreiche Gemeinderatskandidaten als Motivation. Mehr Weiblichkeit einbringen (Susanne Wimmer), die Jugend zum Wählen zu motivieren und für frischen, jüngeren Wind sorgen (Jonas Meier), wurden ebenfalls genannt. Heiko Bayer, der seit acht Jahren in Mühlhausen wohnt, will, wie er betonte, etwas zurückgeben und Danke sagen für die freundliche Aufnahme. Die im Vorfeld austarierte Liste, auf der auch alle vier amtierenden Gemeinderäte stehen, ging unter der Leitung von Helmut Schneller in mehreren Blöcken anstandslos durch. Die Versammlung akzeptierte auch die Reihung.

Die Gemeinderatsliste der Wählergemeinschaft Mühlhausen-Bergen (WGMB):

1. Gerhard Faltermeier, 63 Jahre, Jurist, Zweiter Bürgermeister, Mühlhausen

2. Markus Jahnel, 49, Prokurist, amtierender Gemeinderat, Mühlhausen

3. Anita Klostermeir, 29, Geschäftsstellenleiterin zweier Bankfilialen, Mühlhausen

4. Verena Golling, 33, Versicherungsfachfrau, Mühlhausen

5. Susanne Wimmer, 54, Sozialarbeiterin, Mühlhausen

6. Peter Kosak, 51, Leiter des Schulwerks der Diözese Augsburg, Mühlhausen

7. Clemens Meier, 54, technischer Angestellter, Mühlhausen

8. Heiko Baier, 42, Kaufmann für Spedition und Logistik, Mühlhausen

9. Manfred Klostermeir, 59, selbstständiger Maurermeister, Mühlhausen

10. Albert Gutmann, 42, Selbstständiger, Mühlhausen

11. Konrad Benkhart, 54, Hausmeister der Realschule Bergen, Mühlhausen

12. Jonas Meier, 23, Automobilverkäufer, Mühlhausen

13. Marc Neukäufer, 41, Kriminalhauptmeister, Mühlhausen

14. Maximilian Hartl, 24, Bankkaufmann, Versicherungskaufmann, Mühlhausen

15. Friederike Carlsson, 55, Ernährungsberaterin, Bergen

16. Karina Lindermeir, 37, medzinische Fachangestellte, Bergen

17. Albert Draxler, 56, freigestellter Betriebsrat, Mühlhausen

18. Dominik Erber, 36, technischer Angestellter, Mühlhausen

19. Agnes Braun, 41, Bürokauffrau, Mühlhausen

20. Rudi Fuchs, 62, ehemaliger Bürgermeister, Affing

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Der Mann für den Übergang

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