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Multiple Sklerose: Doppelte Jubiläumsfeier von zwei Erfolgreichen

Multiple Sklerose

Doppelte Jubiläumsfeier von zwei Erfolgreichen

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    Zur Jubiläumsfeier der MS-Stiftung im Aichacher Pfarrzentrum kamen (von links) Jutta Forster von der Beratungsstelle Schwaben, Dieter Heilgemeier, Nicolaus König, stellvertretender DMSG-Vorsitzender, Hans Moser, Waltraud Engelhardt, Leiterin der Aichacher Selbsthilfegruppe, Gabi Schön, Tochter von Gründer Hannes Meisinger und Monika Himmighofen, Vorsitzende der DMSG (links). Die Band Probealarm, deren Mitglieder selbst zu den Betroffenen gehören, spielten bei der Jubiläumsfeier der MS-Stiftung im Aichacher Pfarrzentrum (rechts).
    Zur Jubiläumsfeier der MS-Stiftung im Aichacher Pfarrzentrum kamen (von links) Jutta Forster von der Beratungsstelle Schwaben, Dieter Heilgemeier, Nicolaus König, stellvertretender DMSG-Vorsitzender, Hans Moser, Waltraud Engelhardt, Leiterin der Aichacher Selbsthilfegruppe, Gabi Schön, Tochter von Gründer Hannes Meisinger und Monika Himmighofen, Vorsitzende der DMSG (links). Die Band Probealarm, deren Mitglieder selbst zu den Betroffenen gehören, spielten bei der Jubiläumsfeier der MS-Stiftung im Aichacher Pfarrzentrum (rechts). Foto: Fotos: Gerlinde Drexler

    Aichach „Gutes tun macht glücklich“, ist das Leitmotiv, unter dem die „Hannes & Lissy Meisinger Multiple Sklerose Stiftung“ seit 25 Jahren sich für MS-Betroffene in Schwaben und Oberbayern einsetzt. Genauso lange gibt es auch schon die Aichacher MS-Selbsthilfegruppe, eine der ältesten in Schwaben. Beide feierten gestern mit Ehrengästen und Betroffenen 25. Geburtstag.

    Die Probleme, die die Erkrankung mit sich bringt, kennt Hannes Meisinger, der die Stiftung 1986 gründete, aus eigener Erfahrung. Seine Ehefrau war viele Jahre von Multiple Sklerose betroffen. Mit einem Startkapital von 100000 Euro rief Meisinger die Stiftung ins Leben, stockte sie später aus privaten Mitteln auf rund 250000 Euro auf.

    Seit ihrem Bestehen hat die Stiftung mit 1,45 Millionen Euro Betroffene und die Arbeit der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) unterstützt. Die Mittel dafür kommen aus den Zinsen des Stiftungskapitals sowie aus vielen Spenden. Vereine führen Veranstaltungen zugunsten der MS-Stiftung durch und Geburtstagskinder verzichten zugunsten einer Spende auf Geschenke. „Wir sind für jede Spende froh“, so der Gründer. Wenn die Stiftungsgelder nicht ausreichen, springt er auch mal mit privaten Mitteln ein. Damit auch 100 Prozent der Spenden den Patienten zugutekommen, trägt Hannes Meisinger die Kosten der Verwaltung.

    „Vielen MS-Kranken haben Sie in oft schwierigen Lebenssituationen geholfen“, sagte Monika Himmighofen, Vorsitzende der DMSG. Großzügig hätte die Stiftung über Zuwendungsanträge entschieden, wenn Wohnungen behindertengerecht umgebaut werden mussten, Kosten für Hilfsmittel zu übernehmen waren oder die Notsituation eines Betroffenen mit einem Zuschuss erleichtert werden konnte.

    Zuschuss für Reisen und Familientage

    Die Stiftung übernahm Kosten für Pflegekräfte, um auch Schwerbetroffenen Freizeitmaßnahmen zu ermöglichen, und sie bezuschusst seit vielen Jahren therapeutische Angebote, Seminare, Reiseangebote und Familientage. Auch eine Reihe von wissenschaftlichen Untersuchungen und den Bau des Pflegeheimes für schwer an MS Erkrankte in Kempfenhausen förderte die Stiftung. „Ausschließlich die Hilfe der Stiftung hat die Hippotherapie für MS-Erkrankte ermöglicht“, so die Vorsitzende. Als „unglaublich erfolgreich“ bezeichnete Nicolaus König, stellvertretender Vorsitzender der DMSG die Aichacher Selbsthilfegruppe. „Sie ist eine der ältesten und beständigsten MS-Gruppen in Schwaben.“ Als sie sich vor 25 Jahren gründete, war sie die erste im Kreis und eine der ersten in Schwaben, die von einem MS-Betroffenen geleitet wurde. Von Beginn an zeigten sich die MS-Betroffenen aus der Region Aichach dem neuen Angebot gegenüber sehr aufgeschlossen. Besonders beliebt sind neben dem abwechslungsreichen Ausflugsprogramm und den Seminarangeboten die Feste und Feiern. „All dies wäre nicht ohne unsere ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen möglich“, sagte König. Nach Engelbert Thoma und Agnes Rottenfußer leitet seit 13 Jahren Waltraud Engelhard die Gruppe. Himmighofen zeichnete sie mit der Ehrennadel in Gold aus.

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