Das bestätigte Rudolf Rothhammer, Leiter der Polizeiinspektion Aichach auf Anfrage unserer Zeitung. Der Vorfall passierte am Donnerstagmittag. Ein Augenzeuge sagte gegenüber unserer Zeitung, die Einsatzkräfte seien mit einem Großaufgebot von vier Polizeibussen, einem Notarzt- und einem Krankenwagen zum Tatort in der Ludwigstraße angerückt. Er habe noch gesehen, wie vier Polizeibeamte versuchten, den Mann ruhigzustellen, der zwischen den Einsatzfahrzeugen auf dem Boden lag.
„Soweit ich gesehen habe, hat der Notarzt auch mit einer Spritze hantiert und es hielt auch jemand eine Infusion. Aber ich weiß nicht, ob er die tatsächlich bekommen hat“, so der Zeuge. Mit den Knien hätten die Beamten den Verdächtigen zu Boden gedrückt. Während er noch auf der Straße lag, habe der Verdächtige mehrmals verzweifelt nach seiner Mutter gerufen. Anschließend sei er mit auf den Rücken gefesselten Händen in einem Einsatzwagen abtransportiert worden. Dabei habe der Verdächtige ruhig gewirkt und sich nicht zur Wehr gesetzt.
Wie die Polizei am Freitag berichtet, hatte der 39 Jahre alte Mann nach einem Streit seine Mutter angegriffen. Dann zerrte er sie über das Treppenhaus des Mehrfamilienhauses ins Freie. Die Mutter hat leichte Verletzungen erlitten. Der wohnsitzlose Täter gilt laut Polizei als psychisch krank. Er wurde in eine psychiatrische Einrichtung untergebracht.