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Poetischer Herbst: Kulturell gibt’s bis heute keine Grenze

Poetischer Herbst

Kulturell gibt’s bis heute keine Grenze

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    Die bekannte Lokalmatadorin durfte nicht fehlen: Beim Volksmusikfestival in Altomünster trat auch Kabarettistin Martina Schwarzmann auf.
    Die bekannte Lokalmatadorin durfte nicht fehlen: Beim Volksmusikfestival in Altomünster trat auch Kabarettistin Martina Schwarzmann auf.

    Altomünster Das war ein zünftiger Auftakt für den „Poetischen Herbst“, der jetzt im Landkreis Dachau angebrochen ist. Er stieg am Samstag im Markt Altomünster. Im Zuge der kulturellen Zusammenarbeit mit dem Landkreis Aichach-Friedberg waren zahlreiche Musikgruppen aus dem Aichacher Land im Altomünsterer Klosterland präsent. Insgesamt sorgten rund 250 Akteure aus beiden Landkreisen an verschiedenen Orten für bunte Unterhaltung. Es wurde, wie angekündigt, ein wahres Festival der Volksmusik.

    Der Dachauer Kreisheimatpfleger Dr. Norbert Göttler brachte den Kern der Veranstaltung im Klosterstadl auf den Punkt: „Kultur kann man nicht auf die Landkreise beschränken. Altomünster ist Bindeglied zwischen den Landkreisen Dachau und Aichach-Friedberg.“

    Wilde Weiber und dumme Deifi

    Stellvertretender Landrat Michael Kreutmayr, der seine Wurzeln in Gartlsried bei Tandern hat und dessen Vater Kreisheimatpfleger des Altlandkreises Aichach war, freute sich, dass aus dem Aichacher Raum so viele Musikgruppen gekommen waren. Mit dem Satz, „viele Aichacher sind nicht glücklich, weil sie Schwaben sind“, dürfte er manchem Gast aus der Seele gesprochen haben. Bürgermeister Konrad Wagner sah mit der geografischen Lage den Markt als Knotenpunkt zwischen dem Altomünsterer und Wittelsbacher Land. Die Grüße des Landkreises Aichach-Friedberg überbrachte Schiltbergs Bürgermeister Josef Schreier. „Der Poetische Herbst fand heuer erstmals auch im Landkreis Aichach-Friedberg statt und hat großen Anklang gefunden“, so Schreier, der hoffte, dass es 2012 weitergeht. Unter den Ehrengästen befand sich auch der oberbayerische Bezirkstagspräsident Josef Mederer, der aus Altomünster stammt.

    Beim Festakt im Pfarrstadl durfte die in Schauerschorn wohnende Kabarettistin Martina Schwarzmann nicht fehlen. In ihrer Einlage schilderte sie rückblickend, was sie in Zeiten des Oktoberfestes alles so im preußischen Ausland erlebte. „Mit dem Dialekt kriegt man nicht immer alles, was man will“, so ihre Erfahrung. Aber auch das Oktoberfest werde zum Beispiel in Nordrheinwestfalen mit dem Ausdruck „Wiesensause“ verunstaltet. Die Pausen zwischen den Grußworten füllten die Kaasgrobm-Musi aus Altmünster sowie Gisela und Sigi Bradl mit Couplets. In Bradls Händen lag auch die gesamte Organisation des Poetischen Herbstes. Bradl ist nicht nur zuständig für die Volksmusikpflege im Dachauer Land, sondern auch im Bezirk Schwaben.

    Zum Auftakt des Poetischen Herbstes waren die Gasthäuser Bühne für Zuhörer Musikanten, Tänzer und Sänger. Die Besucher hatten die Wahl der Qual, welche der parallel stattfindenden Angebote sie besuchen wollten. Neben dem Pfarrstadel gab es auch Angebote im evangelischen Gemeindezentrum. Dort residierten die Volkstanzler. Hier zeigten Monika und Herbert Köberlein aus Aichach, wie ein Zwiefacher oder ein Landla geht. Ihren Auftritt hatten auch die „Wilden Weiber“ aus Hollenbach um Therese Isele-Juraske. Im Gasthaus Herzog las Rosy Lutz ihre Geschichten, und der Mauerbacher Dreigesang sang mit dem Mitterndorfer-Zweigsang (bei Dachau) kräftig auf.

    Im Kapplerbräu konnte das Publikum Maria und Viktoria Finkenzeller aus Unterhaslach (Sielenbach) sowie dem Klingener Frauendreigesang zuhören, die bayerische Volksmusik und altes Liedgut zum Besten gaben. Die jungen Damen aus Unterhaslach sind im Volksmusikmilieu noch neu, brauchten ihr Licht aber nicht unter den Scheffel zu stellen. Im Maierbräu strapazierten wieder einmal De dumma Deifi aus Zahling die Lachmuskeln des Publikums. Mit ihrem Gesangsvortrag über Landratsamt und Bauantrag hatten sie die Lacher auf ihrer Seite. Im Abendprogramm waren auch die Aichacher Stadtmusikanten und das Gvodaleit-Duo aus Kühbach eingebunden.

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