Reine Formsache war bei der jüngsten Sitzung des Rehlinger Gemeinderats am Donnerstagabend die Feststellung, dass das Gemeinderatsmandat von Martina Müllegger zum Jahresende endet.
Gleichzeitig erlischt damit das ihr übertragene Amt der Jugendbeauftragten. Wie berichtet, zieht Müllegger, die bei der letzten Kommunalwahl den Sprung in den Gemeinderat geschafft hatte, Ende des Jahres aus Rehling weg.
Den freien Platz im Rat wird der Nächste auf der Liste der "Bürger für Rehling", nämlich Anton Rutka, einnehmen. Auch dieser Beschluss war reine Formsache. Anton Rutka, der sich als Zuhörer bei der Sitzung bereits einen Einblick in sein künftiges Ehrenamt verschaffen konnte, muss nun benachrichtigt werden und sich dazu äußern, ob er das Mandat annimmt. Offiziell verabschiedet wird Martina Müllegger am kommenden Freitag bei der Jahresabschlussfeier des Gemeinderates.
Einen Zuschuss von rund zehn Prozent gewährte der Gemeinderat auf Vorschlag von Bürgermeister Alfred Rappel der Katholischen Kirchenstiftung zu den Renovierungskosten in der Filialkirche St. Nikolaus in Au. Insgesamt belaufen sich die an der Kirche erforderlichen Renovierungsmaßnahmen, überwiegend statische Verbesserungen und Optimierungen vom Altarraum zum Kirchenschiff, auf 37 358 Euro. Für diese Aufwendungen gibt es einen 60-prozentigen Zuschuss von der Bischöflichen Finanzkammer, den Rest muss die Kirchenstiftung durch Spenden und eigene Rücklagen aufbringen.
Die Bewilligung der Gemeinde ist an die letzte Zuwendung für die Empore angeglichen, wo ebenfalls zehn Prozent der Gesamtkosten (damals 51 000 Euro) gewährt wurden. Für Au wurde ein pauschaler Zuschuss von der Gemeinde von 3700 Euro beschlossen.
Eine vereinfachte Umlegung wurde beschlossen für eine Grundstücksbereinigung im Zuge des Ausbaues der Straße "Höhstigl" in Unterach, nachdem auch die beiden betreffenden Grundstückseigentümer schriftlich ihre Zustimmung hierfür gegeben haben. Dies erspart den Gang zum Notar und somit auch Notarkosten. Die Veränderungen waren einmal 23 und zum anderen 75 Quadratmeter, die von der Gemeinde zum Quadratmeterpreis von 25 Euro erworben wurden.
Pferdestall in Z-Form
Reine Formsache war auch die Billigung für den Entwurf der Einbeziehungssatzung für eine Teilfläche in Au. Dieser Entwurf wird nun öffentlich ausgelegt und die Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange beteiligt.
Optisch nicht ganz anfreunden konnten sich einige Ratmitglieder mit einem Bauantrag im Außenbereich von Oberach für einen Pferdestall mit Maschinenhalle. Hier soll ein Z-förmiges Gebäude entstehen: 53,7 Meter lang und 7,70 beziehungsweise 19,20 Meter breit, zuzüglich einer überdachten Heuraufe. Dieser Bau soll Platz für 13 bis 14 Pferde bieten. Geplant ist ein "Aktivstall" (hier werden Pferde durch gezielte Fütterung gezwungen, sich zu bewegen) mit Boxen, Offenstall, Aufenthaltsraum und Nebenräumen für die Pferdehaltung. Zudem ist eine Maschinenhalle mit integriert.
Das Vorhaben ist im Außenbereich grundsätzlich privilegiert, seitens der Gemeinde wurde deshalb auch das Einvernehmen erteilt.