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19.09.2019

Richtwerte: Baulandpreis ist gestiegen

Bürgermeister sieht Affinger Preise gerechtfertigt

Im August hat der Affinger Gemeinderat die Preise für neues Bauland festgelegt. Es war ein zähes Ringen (wir berichteten). Nun lud Bürgermeister Markus Winklhofer die Gemeinderäte ein, die neuen Bodenrichtwerte in der Verwaltung einzusehen. Winklhofer sieht darin eine Bestätigung. Demnach ist der Quadratmeterpreis von 140 auf 190, aber auch auf 230 Euro gestiegen. In einem anderen Baugebiet wird der Quadratmeter statt mit 170 nun mit 260 Euro gehandelt. Festgelegt hatte der Gemeinderat für das Baugebiet „Am Anger“ in Mühlhausen 260 Euro und „Südlich der Gebenhofener Straße“ 270 Euro inclusive Erschließung.

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Im August war Winklhofer massiv kritisiert worden. Gemeinderäte hatten ihm Preistreiberei vorgeworfen, weil die Grundstücksvergabe zu lang gedauert habe. Am Dienstag informierte er über nichtöffentliche Beschlüsse im Zusammenhang mit der Bauplatzvergabe, die nicht mehr der Geheimhaltung bedürfen. Unter anderem hatte ihn der Gemeinderat beauftragt, eine juristische Zweitmeinung in Sachen Vergabemodalitäten einzuholen. Aus der Auflistung wurde der zeitliche Ablauf deutlich. Explizit stellte Winklhofer keinen Zusammenhang mit den Vorwürfen vom August her.

Gegen die Stimme von Georg Engelhard vergab der Gemeinderat die Ingenieurleistung für die Brücke von der Staatsstraße 2381 zum geplanten Baugebiet „Am Weberanger“ in Mühlhausen (53000 Euro). Engelhard hatte es nicht gefallen, dass die Gemeinde dafür zahlen muss. Die Kosten können nicht auf die Grundstückskäufer umgelegt werden. Das sei bekannt gewesen, betonte der Bürgermeister. Die Verwaltung geht bei der Brücke von 400000 Euro aus. Das sei momentan aber eine Rechengröße, betonte Verwaltungschef Tilo Leister.

Laut Bürgermeister Markus Winklhofer bleibt es bei der öffentlichen Auslegung Anfang Oktober. Nun beantragten die Gemeinderäte aus Anwalting und Gebenhofen schriftlich, die Unterlagen zum Planfeststellungsverfahren einsehen zu dürfen. Ein solches Recht könne ein einzelner Gemeinderat nicht für sich reklamieren, das sei das Recht des gesamten Gremiums, lautete die Information der Verwaltung. Damit hatten die Antragsteller kein Problem. Auf Vorschlag von Markus Jahnel wurde beschlossen, dass der Verkehrsausschuss Einsicht nehmen soll. Matthias Brandmeir interessierte sich für die Gründe der Antragsteller. Schmid sagte nur, sie bräuchten eine solche nicht. Es sei sinnvoll, sich die Unterlagen anzuschauen. (jca)

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