Es war wie immer, wenn Arzberger Classics einlädt. Den Konzertfreunden wurde im Aichacher Pfarrzentrum ein erstklassiges anspruchsvolles Konzert geboten, bei dem ein Höhepunkt den nächsten jagte. Auch der Abend mit Kammermusik der Romantik blieb nicht hinter den Erwartungen zurück.
David Schultheiß, den Ersten Konzertmeister des Bayerischen Staatsorchesters, kennt das Publikum bereits in Aichach. Schon mehrfach hatte er sein Publikum dort begeistert. Mitgebracht hatte er dieses Mal den Pianisten Dmitri Vinnik, der auch längst kein Unbekannter in der Paarstadt mehr ist. Dazu den Bratschisten Clemens Gordon und den Cellisten Rupert Buchner. Das Konzert war allerdings nicht mit diesem „Männerquartett“ geplant. Zwei Frauen hätten musizieren sollen, aber wie das Leben so spielt… manchmal kommt es eben anders. Die vier Herren kennen sich und spielen seit Langem im Orchester der Bayerischen Staatsoper zusammen. Und so konnte das Konzert ohne Probleme über die Bühne gehen. Der Qualität hatte die Umbesetzung in keinster Weise geschadet.
Das Konzert mit dem Titel „Klavierkammermusik der Romantik“ begann mit Ludwig van Beethovens Klavierquartett Es-Dur, op. 16. Wie immer war vom ersten Takt an klar, dass erstklassige Musiker auf der Bühne stehen. Weiter ging es mit dem Klavierquartett von Jo-hannes Brahms in c-Moll op. 60.
Der Höhepunkt im zweiten Teil war zweifelsfrei das berühmte Quartett von Robert Schumann op. 47. Dieses zählt in Musikerkreisen zu den schönsten Kammermusikwerken. Dem Applaus nach zu urteilen, teilte das Publikum diese Meinung. Bei der Auswahl der Werke haben alle Beteiligten ein glückliches Händchen bewiesen und die hochkarätigen Musiker haben wieder ihre Klasse unter Beweis gestellt. Wie immer eben. Und doch war etwas anders: Das Konzert am Samstag war nicht so gut besucht, wie die Konzertabende von Arzberger Classics sonst. Hatte es an einem parallel stattfindenden Konzert im Sisi-Schloss gelegen oder am warmen Sommerwetter? Die Zuhörer im Saal waren jedenfalls restlos begeistert, und die, die vielleicht lieber beim Grillen waren, haben wirklich etwas versäumt.