Aichach-Friedberg. Seit gut einem halben Jahr gibt es in Deutschland keinen Zivildienst mehr. Um den Ausfall von freiwilligen Helfern zu kompensieren, wurde der Bundesfreiwilligendienst eingeführt. Im Wittelsbacher Land arbeiten derzeit elf sogenannte „Bufdis“, wie das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgabe in Köln auf Anfrage unsere Zeitung berichtet. Eine Aufstellung, wo genau diese tätig sind, gebe es aber nicht. Wir haben mit einigen Einrichtungen im Wittelsbacher Land gesprochen, die derzeit Freiwillige beschäftigen.
Das Bayerische Rote Kreuz im Landkreis hat aktuell zwei Bufdis. Einer der beiden ist in der Tagespflege, der andere im Rettungsdienst tätig. „Bis jetzt läuft alles gut“, sagt Bärbel Schreiber von der Verwaltung. Künftig soll es für die Freiwilligen außerdem noch die Möglichkeit geben, im betreuten Fahrdienst zu arbeiten. Schreiber erklärt: „Dafür muss man den Personenbeförderungschein haben, den man ab 21 Jahren machen kann.“
Im Friedberger Krankenhaus arbeiten derzeit zwei Bufids. Sie sind für Patiententransporte und andere Dienst- und Serviceleistungen zuständig. Genug Freiwillige für die beiden Krankenhäuser seien das laut Geschäftsführer Krzysztof Kazmierczak aber nicht: „Wir bräuchten deutlich mehr. Im Aichacher Krankenhaus haben wir derzeit leider gar keine. Fünf oder sechs Stück könnten wir schon noch gut gebrauchen“, sagt er.
In den Aichacher Ulrichswerkstätten gibt es derzeit eine Bundesfreiwilligendienstlerin: Andrea Gschoßmann aus Obergriesbach. Mittlerweile arbeiten bei den Ulrichwerkstätten Aichach neben einem Bufdi auch vier junge Menschen, die ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren.