Eine weitere Freiflächen-Fotovoltaikanlage soll beim Aichacher Stadtteil Oberbernbach entstehen. Der Aichacher Stadtrat behandelte in der letzten Sitzung des Jahres einen Antrag der Energiebauern GmbH auf einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan.
Die Anlage wird eine Größe von rund 7,6 Hektar haben. Das entspricht etwa zehn Fußballfeldern. Sie soll nordwestlich von Oberbernbach und südlich von Froschham liegen, wie Ender Aydin vom Bauamt erläuterte. Nördlich davon, von der Fläche durch einen Bewirtschaftungsweg getrennt, gibt es bereits eine Freiflächen-Fotovoltaikanlage mit einer Bruttofläche von etwa 15,5 Hektar. Zusammen entspreche das einer Fläche von etwa 32 Fußballfeldern, so Aydin. Westlich der neuen Fläche und südlich der bestehenden stehen zwei Wohnhäuser. In der Nähe gibt es außerdem eine Biogasanlage und Lehmabbau.
Auf der Fläche wollen die Energiebauern extensives Grünland entwickeln, das durch Schafe beweidet wird. Die tatsächliche Flächenversiegelung liegt laut den Energiebauern bei unter 0,1 Prozent. Vorgesehen sind außerdem im Norden Blühstreifen. Im Osten und Westen entstehen zwei ökologische Ausgleichsflächen, die westliche als artenreiches Grünland. Im südwestlichen Bereich sollen Sträucher gepflanzt werden. Alle Kosten für Erschließung, Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen übernehmen die Energiebauern, ebenso für den Rückbau und die anschließende Wiederherstellung der Fläche zur landwirtschaftlichen Nutzung.
Im Stadtrat herrschte große Einigkeit. SPD-Fraktionsvorsitzender Karl-Heinz Schindler stellte fest: Der Ort sei unproblematisch, die Notwendigkeit unbestritten und es handle sich um einen zuverlässigen Betreiber. Dem schloss sich CSU-Fraktionsvorsitzender Helmut Beck an. Manfred Huber von der Freien Wählergemeinschaft (FWG) war dagegen. Er sei nicht grundsätzlich gegen Fotovoltaik, sagte der Landwirt aus Ecknach. Die solle man aber auf Dächer und auf Flächen entlang von Bahnstrecken und Straßen bauen – „nicht auf guten landwirtschaftlichen Flächen“.
Wie Aydin auf Nachfrage von Anton Friedl (CSU), ebenfalls Landwirt, und Georg Robert Jung (FWG) erklärte, ist die Fläche als landwirtschaftlich benachteiligtes Gebiet eingestuft, wodurch der Bau einer solchen Anlage möglich ist. Mit 28:1 Stimmen beschloss der Stadtrat, den beantragten Bebauungsplan aufzustellen. In der Sitzung fehlte Johanna Held (CSU).
Mehrfachurnengrab beschlossen Auf dem Alten und dem Neuen Friedhof in Aichach gibt es jetzt je ein Mehrfachurnengrab. Wie vom Finanzausschuss empfohlen, legte der Stadtrat jetzt die Gebühren fest. Für eine Grabnutzung von 15 Jahren ist auf dem Neuen Friedhof für jede der zwölf Grabstellen 1162 Euro zu zahlen, auf dem alten Friedhof bei acht Grabstellen jeweils 1394 Euro. Bei der damit verbundenen Satzungsänderung werden auch die Urnengräber auf dem Friedhof in Oberbernbach aufgenommen. Dort ist eine Ruhefrist von 20 Jahren festgelegt. Die Gebühr für ein Einzelgrab beträgt dort 425 Euro. Im Gegensatz zu den Mehrfachurnengräbern, wo nur Einlegesteine vorgesehen sind, sind hier die Angehörigen selbst für die Grabgestaltung verantwortlich.
Personalkosten steigen Mehr als 330 Mitarbeiter wird die Stadt 2020 haben, davon etwa 75 in der Kernverwaltung. Die Personalkosten steigen auf etwa 13 Millionen Euro. Laut Patrick Kamenka vom Personalamt geht die Hälfte der Mehrkosten, rund 450000 Euro, auf das Konto der Landesausstellung, für die fast 16 Planstellen vorgesehen sind. Drei zusätzliche Stellen gibt es in der Verwaltung, zwei im Bauhof, der dann mehr als 40 Mitarbeiter hat. Weitere zusätzliche Stellen sind im Bereich der Kindertagesstätten vorgesehen. Zusammen mit den Schulen sind es dann mehr als 100 Planstellen.
Wechsel im Seniorenbeirat Den Sozialverband VdK vertreten künftig Gertraud Neumair und Wilfriede Tomec im Seniorenbeirat. Tomec folgt auf Christine Niklasch.