Aichach Es war eine spannende, farbenfrohe und magische Aufführung, die die Zuschauer am Aichacher Deutschherren-Gymnasium (DHG) am Mittwochabend erlebten. Die Arbeitsgruppe Schauspiel der Unter- und Mittelstufe des DHG präsentierte gemeinsam mit dem Jugendchor „Das magische Amulett“. Ein Fantasy-Musical über den Kampf zwischen Gut und Böse, das in die Welt der Fabelwesen führt.
Ein unscheinbar aussehender Gullideckel ist der Eingang in eine magische Welt, in der das Einhorn (Aurelia Bachmeir, Florentien Zimmermann), der Nachtalb (Magdalena Eschenbacher), die Beißkröte (Ichane Aboubacar) oder das eisige Luftwesen (Salome Higl) leben. Eine Fabelwelt, von der Samuel (Anna Schmalzel) nichts ahnt, als er Coco (Eva Dietrich) in „der Welt oben“ ihr magisches Amulett stiehlt.
Der Anfang eines spannenden Abenteuers, das Samuel in die Fabelwelt, zu Königin Anouschka (Lena Kerle), dem Wolfskönig (Lena Guttengeber) und den Sirenen (Eva Dietrich, Maria Obermüller) führt. Eine Welt, die die Schüler mit Phantasie und Kreativität selbst gestaltet haben. In verschiedenen Grüntönen bemalte Wände versinnbildlichen den Wald. Das Schloss der Königin wird ebenfalls über eine bemalte Wand symbolisch dargestellt. Ein Tisch und ein Stuhl stellen die Tafel dar, an der gespeist werden soll.
Beim Glückspilz haben selbst die roten Fingernägel weiße Punkte
Die Schüler haben auf viele Details geachtet. Beim Glückspilz (Sarah Gold) zum Beispiel sind selbst die roten Fingernägel weiß gepunktet. Bühnenbild und Requisiten seien größtenteils in Handarbeit entstanden, erzählt Hannah Wening, die Leiterin der Theatergruppe. Für sie ist es nach Robin Hood im vergangenen Jahr die zweite Aufführung, die sie als Theaterleiterin am DHG begleitet.
„Ich bin wahnsinnig stolz auf meine Truppe“, sagt sie. Denn die 22 Schüler, die in verschiedenen Rollen auf der Bühne stehen, haben unglaublich viel Text lernen müssen. Seit September proben sie für die rund zweistündige Aufführung. Gemeinsam mit den Schülern hat Wening das Stück umgearbeitet und viele Texte neu geschrieben oder aufbereitet. „Wir mussten unglaublich viel Zeit dafür verwenden.“ Als an Ostern drei Mitspieler dauerhaft ausfielen, mussten drei Rollen komplett neu besetzt werden. „Sie haben hart trainiert“, lobt die Regisseurin.
Während der Ferien hatte die Theatergruppe sogar zwei ganze Tage an dem Stück gearbeitet, einschließlich einer Übernachtung auf der Bühne. Eine Aktion, die bei den Fünft- bis Neuntklässlern sehr gut ankam.
Mit wie viel Spaß sie bei der Sache sind, sah man auch bei der Aufführung. Bei den Mitspielern ebenso wie dem Jugendchor, der bei vielen Szenen mit auf der Bühne stand. „Schade, dass es aus ist. Wir hätten noch eine Zeit lang zuhören und zusehen können“, meinte Schulleiter Gerhard Haunschild am Ende der Aufführung. „Wunderbar gespielt“ hätten sie, lobten die Zuschauer.
Weitere Aufführung „Das magische Amulett“ wird am Freitag, 18. Mai, um 19 Uhr ein weiteres Mal aufgeführt.
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