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Verkehr: Landratsamt Aichach: Schranke vor Parkplatz soll sofort kommen

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Landratsamt Aichach: Schranke vor Parkplatz soll sofort kommen

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    Rund ums Landratsamt ist wochentags alles zugeparkt: Jetzt kommt bald eine Schranke vor dem Parkplatz. Das dürfte die Situation weiter verschärfen.
    Rund ums Landratsamt ist wochentags alles zugeparkt: Jetzt kommt bald eine Schranke vor dem Parkplatz. Das dürfte die Situation weiter verschärfen. Foto: Erich Echter

    Die Schranken vor den Einfahrten zum Parkplatz des Landratsamtes in Aichach sollen nicht mittelfristig, sondern so schnell wie möglich kommen. Das hat gestern der Kreisausschuss beschlossen. Ziel: Die vielen Fremdparker auf dem Gelände (rund 90 reguläre Stellflächen) sollen draußen bleiben und der Parkplatz nur noch für Mitarbeiter und Kunden des Landratsamtes offen sein. Ursprünglich war geplant, die Schranken erst im Zuge der Erweiterung des Blauen Palais voraussichtlich ab 2020 oder 2021 in Betrieb zu nehmen und damit die bislang frei zugänglichen Parkplätze zu reglementieren (wir berichteten).

    Jetzt soll zum nächstmöglichen Zeitpunkt dicht gemacht werden. Das heißt: Mitarbeiter haben freien Zugang und Besucher der Kreisbehörde bekommen eine Marke, damit sich die Schranke beim Ausfahren wieder öffnet. Reinfahren kann zwar jeder. Wer aber keine Berechtigung hat, kommt nur noch raus, wenn er eine angemessene Parkgebühr bezahlt. Hauptamtsleiter Bernd Burkhart geht davon aus, dass sich das Thema Fremdparker auf dem Platz dann schnell erledigt.

    Die Folge: Die eh schon angespannte Parkplatzsituation rund um das Landratsamt wird sich sicher weiter verschärfen. Die Entscheidung des Ausschusses für eine schnelle Schrankenlösung hat gestern indirekt ein Antrag der Fraktion der Freien Wähler (FW) ausgelöst. Die forderten ein schlüssiges Gesamtkonzept mit ausreichend Parkplätzen im Zuge der Erweiterungspläne. Wie berichtet, soll ein Anbau in Richtung Münchener Straße (Kostenschätzung: neun Millionen Euro) entstehen, damit die Mitarbeiter von fünf über die Stadt verteilte Außenstellen wieder am Stammsitz ihre Büros haben.

    Einwand: Vorhandene Plätze reichen trotz Schranke nicht aus

    FW-Fraktionsprecher Helmut Lenz kann sich nicht vorstellen, dass dann die vorhandenen Plätze ausreichen – trotz Schranke. Die zusätzlichen rund 60 Mitarbeiter benötigten ja auch Stellplätze und schon jetzt sei die Situation „absolut chaotisch“. Und diese 60 Mitarbeiter sorgten für zusätzlichen Parteiverkehr erinnerte Lenz. Die umliegenden Wohnstraßen und die Grünflächen des Parkplatzes seien wochentags völlig zugeparkt. Laut Burkhart reichen die vorhandenen Parkplätze nach der Stellplatzsatzung der Stadt auch mit dem Neubau und den zusätzlichen Mitarbeitern, die dann im Anbau oder im Blauen Palais beschäftigt sind, aus. Das will Kreisrat Lenz nicht glauben und forderte Überlegungen für ein Parkdeck.

    Der Vorstoß fand in der gemeinsamen Sitzung von Kreis- und Bauausschuss aber nur mäßige Unterstützung. Zum einen, weil die Kreispolitiker weitere finanzielle Belastungen neben den Kosten für die Erweiterung vermeiden wollen. Zum anderen, weil sie als Hauptursache für die Parkplatznot die Fremdparker orten und für die könne der Kreis kein Geld ausgeben. Schließlich sei das ja kein öffentlicher Parkplatz. Landrat Klaus Metzger schlug vor, dass ein Konzept ja auch später möglich sei, wenn sich herausstelle, dass die Schranken das interne Problem nicht lösen. Denkbar wären dann zum Beispiel aufgeständerte Parkdecks über den bestehenden Stellflächen ohne weitere Versiegelung. Was spreche eigentlich dagegen, sofort zu beschranken, wollte Hans-Dieter Kandler (SPD) wissen. Dann sei sehr bald klar, ob die vorhandenen Parkplätze ausreichen oder doch noch nachgelegt werden müsse. Eine deutliche Mehrheit war gleicher Ansicht.

    Einen Parkplatz während der Öffnungszeiten am Landratsamt zu ergattern, war immer schon nicht einfach. Besonders am Vormittag ist das eher ein Glücksfall. Die Zahl der Mitarbeiter ist gestiegen, außerdem arbeiten immer mehr in Teilzeit. Aber auch Anwohner ohne eigenen Stellplatz, Dauerparker, Kunden von Geschäften und Praxen in der Stadt oder Gäste von Wohnungseigentümern in der Umgebung zweckentfremden den Platz. In früheren Erweiterungsplänen für das Amt war immer ein Parkdeck über dem bestehenden Parkplatz und eine Büroebene darüber angedacht. Das sprengte den Finanzrahmen und war umstritten. Der Anbau ist dagegen im Herbst einstimmig im Kreistag beschlossen worden. Seit Frühjahr 2017 sind bereits zwei zusätzliche Parkflächen mit 35 Stellplätzen im Osten und und Norden des Landratsamtsgeländes dazu gekommen – jeweils mit Schranke.

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