Von Philine Lietzmann
Inchenhofen Die Sanierung der Wallfahrtskirche St. Leonhard in Inchenhofen ist gestern nach einer dreiwöchigen Zwangspause fortgesetzt worden. Eine Unterbrechung war nötig geworden, weil die Arbeiter bereits kurz nach dem Baubeginn, Mitte April, entdeckt hatten, dass das Fundament über eine weite Strecke deutlich flacher war, als bisher angenommen.
Wie Hans Schweizer, Vorsitzender des Pfarrgemeinderates, auf Nachfrage sagte, ist das Fundament lediglich 45 Zentimeter hoch. Nach Probeschürfungen vor zwei Jahren habe man angenommen, dass die Schicht mindestens 90 Zentimeter dick sei. Erst als die ersten Meter der Grundmauern freigelegt waren, sei der Irrtum erkannt worden, so Schweizer. Nun musste erneut ein Statiker hingezogen werden, um die Stabilität neu zu berechnen und stellenweise Einstürze zu vermeiden. Laut Schweizer könnte das flache Fundament zu den Rissen an der Kirche beigetragen haben.
Stefan Gast, Inchenhofens Pfarrer und vonseiten der katholischen Kirchenstiftung verantwortlich für die Sanierung, erklärte, das „Unterfangen“, also das Abstützen der Mauern mit Beton, sei von Beginn an geplant gewesen, nur das Ausmaß der Arbeiten sei nun deutlich höher. Das steigere auch die Kosten, so Gast. Insgesamt soll die Sanierung des Daches zwischen Westgiebel und erstem Joch heuer 260000 Euro kosten. Die Pfingstwallfahrt ist laut Schweizer nicht gefährdet. Alle Feiern werden demnach abgehalten wie geplant.