Die „Blauen“ stehen schon seit fast fünf Jahren im Wittelsbacher Land – doch ab Januar 2013 wird aus der gewerblichen eine kommunale Papiertonne für alle. Der Kreis nimmt das Papiergeschäft nämlich in die eigene Hand und reagiert damit auf eine Änderung der Umweltgesetzgebung (wir berichteten). Das hat der Umweltausschuss des Kreistags in nicht öffentlicher Sitzung beschlossen, teilte Landrat Christian Knauer gestern mit. Ohne ein flächendeckendes Angebot mit einer Tonne müsste der Kreis einem Unternehmen das Wertstoffgeschäft überlassen.
Was bedeutet das für die Papierentsorgung im Landkreis Aichach-Friedberg? Zunächst nichts. Bürger können Karton und Altpapier auch in Zukunft auf die Wertstoffhöfe bringen oder den Vereinen mitgeben (siehe Infoartikel). Doch wer will, kann sich vom Kreis (beziehungsweise vom zukünftig beauftragten Unternehmen) eine blaue Tonne kostenlos vors Haus stellen lassen. Der Kreis rechnet damit, dass zwischen 10000 und 15000 der rund 40000 Grundstücke so angeschlossen werden oder bleiben. Denn die Nutzer der rund 9000 Tonnen der Firma Remondis dürften auch in Zukunft das Holsystem beibehalten. Öffentlich wurde auch, dass Remondis dem Landkreis seit zwei Jahren eine Entschädigung zahlt und dafür die privaten Tonnen geduldet wurden. Mehr darüber lesen Sie in der heutigen Ausgabe des Aichacher Nachrichten.