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Versammlung

15.03.2019

Zeitzeugen zu Kriegsereignissen gesucht

Der neu gewählte Vorstand: (von links) Vorsitzender Ulrich Kosub, Kreisschießwart und Standartenträger Robert Oswald, Beisitzer Wendelin Marquart, Beisitzer Karl-Heinz Gföllner, Geschäftsführer Anton Spar, stellvertretender Vorsitzender und Schatzmeister Hans Härtl, Bürgermeister Markus Winkelhofer, Bezirksvorsitzender Otmar Krumpholz, Landtagsabgeordneter Peter Tomaschko, Verbindungsmann Bundeswehr Günther Keller.
Bild: Claudia Mokosch

Kameraden- und Soldatenvereinigung Wittelsbacher Land plant neues Projekt

„Eine der größten Friedensbewegungen im Land“ sind laut Sebastian Weilbach, Vorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, die Krieger- und Soldatenkameradschaften. Das sagte er bei der Kreisversammlung der Bayerischen Kameraden- und Soldatenvereinigung (BKV) Wittelsbacher Land im Sportheim des Affinger Ortsteils Gebenhofen. In allen Redebeiträgen der Ehrengäste aus Politik und Führungsebene war die Betonung von Frieden und Freiheit in einem demokratischen und rechtsstaatlichen Land der gemeinsame Nenner.

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Laut dem Landtagsabgeordneten Peter Tomaschko zeigte die aktuelle „stürmische Wetterlage in der Gesellschaft“ in Anlehnung an das wechselhafte Wetter die Wichtigkeit des präventiven und bewahrenden Wirkens der BKV.

Der Affinger Bürgermeister Markus Winklhofer betonte, Vereine würden dabei helfen, sich in eine Gemeinschaft einzufügen. Die drei im Affinger Gemeindegebiet verankerten Krieger- und Soldatenkameradschaften mit ihrer Traditionspflege, Heimatliebe und gelebten Kameradschaft trügen somit auch „zu einem besseren Miteinander“ bei, sagte er. Und dass diese sehr aktiv sind, bewies der Ortsvorsitzende der Kameradschaft von Gebenhofen und Aulzhausen, Georg Engelhard, als er die Aktivitäten und Mitgliederzahlen vorstellte. Nahezu jeder fünfte Bürger des Ortes ist Mitglied in dem 1895 gegründeten Verein.

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Der Vorstand der BKV Wittelsbacher Land hatte im vergangenen Jahr viele Termine und nahm an verschiedenen Veranstaltungen, Versammlungen und Feiern teil, wobei der Vorsitzende Ulrich Kosub durch einen schweren gesundheitlichen Schlag im Sommer drei Monate ausfiel. Extrem häufig seien sie auch bei der Teilnahme an Beerdigungen gefordert gewesen, berichtete der Vorsitzende.

Nachdem das Buch über die Kriegerdenkmäler im Kreis Aichach-Friedberg bereits im Nachbarlandkreis Schrobenhausen-Neuburg Nachahmer gefunden hat, will sich Kosub nun dem nächsten Projekt widmen und in den Archiven des Landkreises nach Zeitzeugen und Berichten über Kriegsereignisse aus der Gegend suchen, um die Ergebnisse dann eventuell in einem weiteren Buch einem breiteren Publikum zu präsentieren.

Außerdem wies Kosub darauf hin, dass für die Landesfriedensfahrt nach Violau und die dreitägige Kameradschaftsfahrt nach Wien im März noch Anmeldungen möglich sind, wobei es bei Letzterer nur noch einige wenige Plätze gibt. Im Oktober ist die Schießmeisterschaft der BKV und am 23. Juni veranstalten die Obergriesbacher Kameraden ihr Sonnwendschießen, für das um Anmeldung gebeten wurde.

Bei den Neuwahlen unter der Leitung von Bezirksvorstand Otmar Krumpholz wurde der Vorstand weitgehend im Amt bestätigt. Ulrich Kosub, Hans Härtl, Anton Spar, Leo Niedermeier und Robert Oswald führen ihre Ämter in den nächsten vier Jahren weiter. Vakante Posten konnten teilweise nachbesetzt werden. So stellte sich Karl Fehrer als Dritter Kassenrevisor zur Verfügung und die Beisitzer sind Josef Seidl, Wendelin Marquart, Karl-Heinz Gföllner, Leo Wohlmuth, Hermann Thumbach und Manfred Kaiser. Als neue Funktion in der BKV Wittelsbacher Land übernimmt Günther Keller aus dem Rieder Ortsverband als aktiver Soldat den Posten als Verbindungsmann Bundeswehr. Ein stellvertretender Standartenführer und ein zweiter Kreisschießwart wurden in der Versammlung nicht gefunden.

Zum Schluss standen noch einige Ehrungen und die Preisverleihung des letzten Pokalschießens im Oktober 2018 auf der Tagesordnung (Bericht folgt).

Bei den abschließenden Wünschen und Anträgen wurde deutlich, dass das kreisweite Sammeln von Zeitzeugenberichten aus den Weltkriegen und regionalen Ereignissen im Krieg viele der Anwesenden interessieren würde, und dass es da in vielen Gemeinden wahrscheinlich Material gäbe, das zu sichten sei. Außerdem wurde ein Überprüfen der Versicherungsleistungen angeregt.

Zum Schluss stellte Sebastian Weilbach, der Vorsitzende des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, kurz seine Arbeit vor. Er verwies zudem auf eine am 10. April startende Veranstaltungsreihe im Raum Pöttmes sowie einen Schülerwettbewerb mit Projekten zur lokalen Kriegsgeschichte des Zweiten Weltkrieges. Interessierte finden dazu Informationen auf der Internetseite des Landesverbandes Bayern der Kriegsgräberfürsorge.

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