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Aichach: Das war beim Autosonntag in Aichach geboten

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Das war beim Autosonntag in Aichach geboten

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    Beim Autosonntag in Aichach präsentierten Händler aus der Region ihre neuen Modelle.
    Beim Autosonntag in Aichach präsentierten Händler aus der Region ihre neuen Modelle. Foto: Erich Echter

    Eine junge Frau steigt aus einem schwarzen Audi A1, der auf dem Aichacher Stadtmarkt parkt. "Ich hab mein Auto gefunden!", ruft sie. Antonia Gundel aus Aichach ist gerade mit ihrem Führerschein fertig und nun auf Autosuche. Zwar sei der Preis von knapp 25.500 Euro für eine Fahranfängerin sehr hoch, sagt sie, "aber der Audi A1 ist mein Traumauto!" Die 20-Jährige ist nur eine von zahlreichen Menschen, die sich in Aichach auf dem Autosonntag über verschiedene Automodelle informiert haben – oder bereits mit einer ernsten Kaufabsicht gekommen sind. Seit 1964 gibt es den Autosonntag in Aichach, in diesem Jahr konnte er nach zweijähriger Coronapause wieder stattfinden. 14 regionale Aussteller präsentierten ihre Marken und Modelle: 130 Autos waren auf dem Stadtmarkt vertreten. Der Veranstalter Stephan Junginger organisiert den Autosonntag seit 25 Jahren und schätzt die Besucherzahl mittags auf etwa 5000 bis 6000 Menschen.

    Beim Autosonntag in Aichach präsentierten regionale Autoaussteller ihre Modelle

    "Dafür, dass das Wetter nicht so gut und heute Muttertag ist, sind wir mit der Nachfrage wirklich zufrieden", sagt er. Neben Autos stellten Aussteller aber auch etwa E-Bikes, Anhänger und Campingbusse vor. In diesem Jahr ergänzte den Autosonntag zum ersten Mal eine Sonderschau zum Thema "Nachhaltige Mobilität" mit dem Schwerpunkt Fahrräder auf dem Aichacher Tandlmarkt. Initiator hierfür war die Stadt Aichach.

    Ob Opel, BMW, Audi, Toyota oder andere Hersteller – es fällt auf, dass sie deutlich mehr Hybrid- und Elektroautos präsentierten als die Jahre zuvor. Junginger erklärt: "Der Schwerpunkt der Messe ist der Technologiewandel vom Verbrennungsmotor hin zum Elektromotor, das konnten wir so noch nie präsentieren." Hybridfahrzeuge hätten sie auf dem Autosonntag bereits mehrmals angeboten. "Aber vor allem die Nachfrage für vollelektrische Autos ist momentan höher als alles, was produziert werden kann", sagt er. Das hänge natürlich auch mit den momentan sehr hohen Benzinpreisen zusammen. Junginger ist Geschäftsführer des Aichacher Opel-Autohauses Betzmeir. "Inzwischen müssen Kundinnen und Kunden bei Opel meist mindestens ein Jahr warten, um ihr bestelltes E-Auto zu erhalten. " Und bei anderen Herstellern sieht das auch so aus", sagt Junginger. Der Grund sind Lieferengpässe.

    Autohaus Stahl in Inchenhofen verkauft überwiegend Hybridautos

    Das Autohaus Stahl in Inchenhofen verkauft Autos der Marke Toyota. Claudia Weiß ist die Frau des Geschäftsführers Mario Weiß. Sie sagt: "Wir führen hier vor allem Hybridautos vor. Toyota ist dort Marktführer, legt viel Wert auf ein nachhaltiges Konzept und Hybridautos sind unsere Bestseller." Dadurch, dass sich Hybridautos selbst aufladen, benötigt man auch keine Steckdose. Mit dem Interesse der Besucherinnen und Besucher an ihren Autos auf dem Autosonntag ist sie zufrieden.

    Stephan Junginger sagt, wenngleich das Interesse an Hybrid- und Elektroautos immer mehr steige, sei der Markt für Diesel- und Benzinfahrzeuge nach wie vor stark. Insbesondere dann, wenn es um Firmenautos gehe, deren Fahrer weite Strecken zurücklegen müssen. Deshalb seien E-Autos momentan noch vor allem als Zweitautos für kurze Strecken attraktiv. Im ländlichen Bereich hätten die Menschen häufig auch einen Ladepunkt in ihrer Garage, sagt er. Als Voraussetzung für eine gelingende E-Mobilität sieht er aber, dass Deutschland sich viel schneller dem Thema ökologisch erzeugter Strom widme. Aus diesem kann dann Wasserstoff abgespaltet werden, was deutlich nachhaltiger sei.

    Ein Besucher kritisiert, es gebe generell zu wenig Ladepunkte für E-Autos

    Antonia Gundel ist sich sicher, dass sie lieber einen Benziner und kein Elektroauto möchte. Ihr Onkel, Matthias Seebach, begleitet sie bei der Suche nach einem Auto. Er findet, es gebe einfach noch viel zu wenig Ladepunkte für Elektroautos. "Das funktioniert so einfach nicht und ist schlecht durchdacht", sagt er. "Und dafür sind die Preise für E-Autos dann auch einfach viel zu hoch."

    Wie kann nachhaltige Mobilität im städtischen und ländlichen Raum aber nun ohne Auto aussehen? Diese Frage war der Fokus der Sonderschau "Nachhaltige Mobilität" auf dem Tandlmarkt. Dort waren die Besucher eher rar gesät. Dennoch zeigte sich, dass sich die Menschen für eine klimafreundlichere Mobilität interessieren: An einer Stellwand sind auf bunten Zetteln einige Vorschläge dazu notiert, wie Aichach fahrradfreundlicher werden kann. "Autofreie Innenstadt wäre doch wunderschön" oder "zu wenig Radwege" heißt es etwa. Der Fokus der Sonderschau war das Thema Fahrräder.

    Auf der Sonderschau "Nachhaltige Mobilität" waren auch Matthias Eder und Stefan Linck (links) vom Aichacher Unternehmen Stahlrenner vertreten. Sie restaurieren Fahrräder, bauen aber auch normale Fahrräder zu E-Bikes um.
    Auf der Sonderschau "Nachhaltige Mobilität" waren auch Matthias Eder und Stefan Linck (links) vom Aichacher Unternehmen Stahlrenner vertreten. Sie restaurieren Fahrräder, bauen aber auch normale Fahrräder zu E-Bikes um. Foto: Lara Voelter

    Stefan Linck und Matthias Eder vom Unternehmen Stahlrenner setzen sich etwa dafür ein, Fahrrädern ein zweites Leben zu schenken. Sie restaurieren alte Räder, bauen diese aber auch zu E-Bikes um. Dabei ist ihnen wichtig, dass möglichst alle funktionsfähigen Teile eines Fahrrads wiederverwendet werden. Der allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Augsburg (ADFC) war auf der Sonderschau für Mobilität auch vertreten. Clemens von Tucher bot eine Fahrradcodierung an. Mit dieser kann die Polizei gestohlene Fahrräder viel leichter zuordnen.

    Die Kreisverkehrswacht Aichach-Friedberg bietet zahlreiche Angebote

    Über die Verkehrssicherheit für Auto- wie für Fahrradfahrer klärten Mitglieder der Kreisverkehrswacht auf. So konnten Besucherinnen und Besucher ihre Reaktionszeit testen, Brillen aufsetzen, die den Promille- oder Drogengehalt im Blut simulierten, E-Scooter austesten und Kinder konnten mit dem Fahrrad einen Parcours abfahren.

    Die Verkehrswacht Aichach-Friedberg klärte darüber auf, wie man sich im Straßenverkehr sicher verhält. Von links: Claudia Ott, Jonny Listl, Sophia Ott, Silvia Gundel.
    Die Verkehrswacht Aichach-Friedberg klärte darüber auf, wie man sich im Straßenverkehr sicher verhält. Von links: Claudia Ott, Jonny Listl, Sophia Ott, Silvia Gundel. Foto: Lara Voelter

    Ein sogenannter Gurtschlitten zeigte, welche Kräfte sich bei einem Verkehrsunfall auf den Körper auswirken, wenn man nicht angeschnallt ist. Claudia Ott ist die Moderatorin des Vereins uns sagt: "Für Kinder ist es wahnsinnig wichtig und interessant, wenn sie sehen, was passiert, wenn man sich im Auto nicht anschnallt."

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