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Aichach: Der Aichacher Christkindlmarkt ist zurück - und die Besucher auch

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Der Aichacher Christkindlmarkt ist zurück - und die Besucher auch

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    Die Ulrichswerkstätten sind mit ihrem Stand täglich auf dem Christkindlmarkt vor dem alten Rathaus vertreten.
    Die Ulrichswerkstätten sind mit ihrem Stand täglich auf dem Christkindlmarkt vor dem alten Rathaus vertreten. Foto: Gerlinde Drexler

    Nach zwei Jahren Corona-Abstinenz findet heuer wieder der Aichacher Christkindlmarkt statt. Bei der Eröffnung am Freitag herrschte „Engelalarm“ auf der Bühne vor dem alten Rathaus. Fast 20 himmlische Botinnen und Boten hatten sich dort versammelt. Das Christkind war sogar doppelt vertreten. Am Sonntag nutzten viele Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, außerdem den alternativen Christkindlmarkt auf dem Schlossplatz zu besuchen. Auch der verkaufsoffene Sonntag zog Publikum in die Stadt.

    Die erste Bratwurst ließen sich viele Besucherinnen und Besucher schon bei der Eröffnung schmecken. Den Duft von Glühwein und Bratwurst könne man bis zur Bühne riechen, sagte Bürgermeister Klaus Habermann. Er freute sich über die „wetterfesten Aichacher“, die sich auch von teilweise strömendem Regen nicht von einem Besuch hatten abhalten lassen. Vielleicht auch deshalb, weil es zwei Jahre lang keinen Christkindlmarkt gegeben hatte? Er selbst und alle, die an der Organisation beteiligt gewesen waren, hatten sich jedenfalls „sehr darauf gefreut“, verriet der Bürgermeister. Der Markt sei so schön wie eine Schatzstube, sagte das Christkind (Janine Brzenskott) in seinem Prolog. Hannah-Marie Schmaus, das Christkind von 2021, unterstützt es heuer.

    31 Häuschen stehen beim Christkindlmarkt um das Aichacher Rathaus

    31 Häuschen sind rund um das alte Rathaus aufgebaut. Es gibt Adventsdeko, Christbaumschmuck und Krippenzubehör, Köstlichkeiten wie Bratwurstburger, Crêpes, Kartoffelspezialitäten oder Pulled Pork. Um mehr Platz zu schaffen, ist der Markt heuer bis hinter den Sparkassenbrunnen erweitert. Wo also sonst der Weihnachtsbaum seinen angestammten Platz hatte, stehen heuer Häuschen. Der Weihnachtsbaum ist auf die Treppe vor dem alten Rathaus umgezogen. 

    Auf Höhe des Sparkassenbrunnens gibt es auch heuer eine Krippe zu sehen.
    Auf Höhe des Sparkassenbrunnens gibt es auch heuer eine Krippe zu sehen. Foto: Gerlinde Drexler

    Rund um das Rathaus sind heuer auch wieder viele von den Kindergärten geschmückte Weihnachtsbäume zu sehen. Es sei beim Schmücken ein richtiges Gewusel gewesen, erzählte der Bürgermeister. Er hat von seinem Amtszimmer aus einen guten Blick auf den Stadtplatz. Er lobte die Mitarbeiter des Bauhofs: „Sie haben Schwerstarbeit geleistet, damit sich in der Stadt Weihnachtsstimmung breit machen kann.“ Aus Energiespargründen hat die Stadt die Weihnachtsbeleuchtung heuer etwas reduziert: 70 Prozent würde dadurch eingespart, habe die Verwaltung ausgerechnet, so Habermann.

    Geöffnete Geschäfte laden ein zur Suche nach Weihnachtsgeschenken

    Für das Ehepaar Felber aus Weilach im Nachbarlandkreis Neuburg-Schrobenhausen war am Sonntag das ideale Wetter, um den Aichacher Christkindlmarkt zu besuchen. Es hatte dafür gleich mehrere Gründe: „Es ist heuer das erste Mal und wir wollten sehen, wie er ist.“ Außerdem wollten die beiden unbedingt an einem der Stände einen Bombardino trinken, einen warmen Cocktail auf Eierlikörbasis. In den Geschäften wollte das Ehepaar nach Weihnachtsgeschenken stöbern und sich dann „vielleicht noch eine Bratwurstschnecke“ schmecken lassen. 

    Nicht zu vergessen den Abstecher auf den alternativen Weihnachtsmarkt. Dort verkauften am Sonntag Vereine und karitative Einrichtungen allerlei Weihnachtliches für einen guten Zweck. Am Stand der Aichacher Ministrantinnen und Ministranten gab es unter anderem frische Waffeln und Kuchen. Letzeren hatten die Eltern der Minis gebacken und für den Weihnachtsstand spendiert. Jede Stunde hatten andere Minis Dienst. 

    Viele selbst gemachte Sachen gab es am Stand der Caritas auf dem alternativen Christkindlmarkt zu kaufen.
    Viele selbst gemachte Sachen gab es am Stand der Caritas auf dem alternativen Christkindlmarkt zu kaufen. Foto: Gerlinde Drexler

    Plätzchen gehen weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln

    Am Pavillon der Geschwister-Scholl-Mittelschule konnten die Besucher gebrannte Mandeln und kleine Seifen kaufen. Beides von Schülern und Eltern selbst hergestellt. Für die Bratwürste habe der Förderverein extra die Würste verschiedener Metzgereien probiert, um die zu finden, die am besten schmeckt, erzählte Vorsitzender Anton Jung. Normalerweise gab es am Stand der Schule auch immer Plätzchen. Einen Tag lang hätten sie dafür früher gebacken, so Jung. Weil sie nicht sicher gewesen seien, ob der Christkindlmarkt tatsächlich stattfinde, hätten sie heuer darauf verzichtet.

    Rund um das Rathaus stehen die von den Kindergärten geschmückten Weihnachtsbäume. Am Wochenende war auch der Leierkastenspieler da.
    Rund um das Rathaus stehen die von den Kindergärten geschmückten Weihnachtsbäume. Am Wochenende war auch der Leierkastenspieler da. Foto: Gerlinde Drexler

    Gegen eine Spende konnten sich Besucher am Stand der Schülerinnen und Schüler des P-Seminars am Deutschherren-Gymnasium ein Geschenk aussuchen. Die Plätzchen seien bisher am besten gegangen, sagten Leonie Huber und Louis Echter. Plätzchen waren bei den Besuchern generell begehrt. Viele waren extra auf den Christkindlmarkt gekommen, um sich selbst gebackene Platzerl zu holen. Auch bei der Elisabethschule der Lebenshilfe gingen die Plätzchen weg wie die sprichwörtlich warmen Semmeln. 

    Sie verkauften fleißig Lose für die Lebenshilfe: (von links) Mathilda und Johanna Fraunhofer sowie Charlotte Simmeth.
    Sie verkauften fleißig Lose für die Lebenshilfe: (von links) Mathilda und Johanna Fraunhofer sowie Charlotte Simmeth. Foto: Gerlinde Drexler

    Die sechsjährige Mathilda war außerdem mit Charlotte und Johanna, beide acht Jahre alt, als Losverkäuferin für die Lebenshilfe unterwegs. Stolz erzählten die drei: „Wir haben schon viele Lose verkauft.“ Der Wunsch von Bürgermeister Habermann schien in Erfüllung zu gehen. Er hatte bei der Eröffnung gesagt, dass der Christkindlmarkt „ein Ort zum Wohlfühlen, Zusammentreffen und Innehalten“ sein soll.

    Info Der Aichacher Christkindlmarkt hat täglich zu folgenden Zeiten geöffnet: Montag bis Donnerstag 17 bis 20 Uhr, Freitag 17 bis 21 Uhr, Samstag 14 bis 21 Uhr, Sonntag 14 bis 20 Uhr.

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