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Aichacher Kunstverein eröffnet Mitgliederausstellung 2026 im San-Depot

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Malerei, Installationen, Fotografie: Kunstverein eröffnet neue Mitgliederausstellung

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    Der Aichacher Hans Wiedemann hat sich den verschiedensten Strukturen und Maserungen von Holz verschrieben. Mit seiner ausgestellten Arbeit "InAufruhr" zeigt er ein koloriertes Holzrelief, das kunstvoll wie eine Intarsienarbeit wirkt.
    Der Aichacher Hans Wiedemann hat sich den verschiedensten Strukturen und Maserungen von Holz verschrieben. Mit seiner ausgestellten Arbeit "InAufruhr" zeigt er ein koloriertes Holzrelief, das kunstvoll wie eine Intarsienarbeit wirkt. Foto: Manfred Zeiselmair

    Eine Woche nach dem Start der Aichacher Kunstmeile legt nun der Kunstverein Aichach mit seiner Mitgliederausstellung im San-Depot nach. Seit Samstag sind 44 Arbeiten von Kunstvereins-Mitgliedern in den großzügigen, lichtdurchfluteten Ausstellungsräumen zu sehen. Bis Sonntag, 28. Juni, erwartet die Besucherinnen und Besucher eine breite Vielfalt an professionellen Arbeiten.

    Die schönsten Impressionen aus der Mitgliederausstellung 2026 des Kunstvereins Aichach

    44 Werke sind in der Mitgliederausstellung des Kunstvereins im San-Depot in Aichach zu sehen. Auf drei Leinwänden stellt Rita Höfler ihr "Waldbaden" dar.
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    19 Bilder
    44 Werke sind in der Mitgliederausstellung des Kunstvereins im San-Depot in Aichach zu sehen. Darunter Bilder in verschiedensten Techniken, Fotografien und Skulpturen.

    Neben Bildern in verschiedensten Formaten, Techniken, Materialien und Farbnuancen sind einige, meist digital bearbeitete Fotografien sowie sechs Skulpturen zu sehen.

    Mitgliederausstellung 2026 des Aichacher Kunstvereins im San-Depot vereint 44 Werke

    Schon im großen Vorraum stechen beeindruckende Werke ins Auge. Hierzu zählt das Großformat „Etudes rose“ (Studie in Rosa) der Münchner Künstlerin Renata Franzky. In ihrem Acryl-Bild spiegeln sich, verstärkt durch die Farbgebung, Verzweiflung und Hilflosigkeit der abgebildeten Person wider. Daneben strahlt die „Cello“-Spielerin von Kriemhild Jager in leuchtenden, an Expressionisten erinnernden Farben Ruhe und Konzentration aus.

    Eine miteinander verbundene Einheit („We are one but not the same“ – auf Deutsch in etwa: „Wir sind gleich, aber nicht dasselbe“) bilden in der Raummitte zwei Torsos aus schwarzer Mooreiche, das Lieblingsmaterial des Pöttmeser Holzbildhauers Bernd Thomas Zimmermann. Auch zwei weitere Installationen sind im Vorraum zu sehen: „Acryl auf Laute und zwei Leinwänden“ von Jonas Jovanovic und Hermine Schmids „Recycling Style“-Kleid.

    Riesige Installation eines Kinderkleids steht im Zentrum des Hauptraums

    Im Zentrum des Hauptraums steht beziehungsweise hängt die Installation eines Kinderkleides der Japanerin Iwamura Misato von der Decke. Das riesige, mit einem diagonal verlaufenden, roten Faden zusammengeflickte, schmutzig und abgetragen wirkende, ehemals weiße Mädchenhemd mit dem Titel „Girl“ lässt vielseitige Interpretationen zu. Der blutrote Faden mit dem am Boden liegenden Rest-Wollknäuel könnte für Verletzung und Schmerz stehen, aber auch als Symbol dafür, Zerrissenes wieder zusammenzufügen. Oder steckt etwa der sprichwörtliche „rote Faden“ dahinter, der sich durch unser Leben zieht, verbunden mit vielen Wunden und Reparaturen?

    Das riesige, mit einem diagonal verlaufenden, blutroten Faden zusammengeflickte, schmutzig und abgetragen wirkende Mädchenhemd der Japanerin Iwamura Misato mit dem Titel „Girl“ lässt vielseitige Interpretationen zu.
    Das riesige, mit einem diagonal verlaufenden, blutroten Faden zusammengeflickte, schmutzig und abgetragen wirkende Mädchenhemd der Japanerin Iwamura Misato mit dem Titel „Girl“ lässt vielseitige Interpretationen zu. Foto: Manfred Zeiselmair

    Eine eher witzige Sockel-Skulptur zum Zähne ausbeißen hat Jürgen Krass mit seinem „Veganen Stahlburger“ erschaffen. Ein kunstvoll gearbeiteter „Stahlsitz“ aus geschweißtem Schwarzstahl stammt von dem in Dasing lebenden englischen Künstler Clive Ludley. Mit der Installation zweier Bekleidungsstücke aus Draht und Metallteilen mit dem Titel „Einen Wunsch hegen“ ist die Augsburger Textil-Künstlerin Turid Schuszter vertreten.

    Künstlerin schickte Besucher der Mitgliederausstellung in Aichach 2025 auf Reisen

    Interessant ist das partizipatorische Projekt „Blaue Passagiere – coming home“ der Fürther Künstlerin Petra Annemarie Schleifenheimer, das seit 2016 von den Reisen und Fantasien ihrer Ausstellungsbesucher lebt. Bei der Mitgliederausstellung 2025 in Aichach hatte Schleifenheimer ihre von Hand gefärbten Arbeitshandschuhe zum Mit-auf-die-Reise-nehmen ausgelegt. Nun erzählen 47 Foto-Postkarten von den Reisen der Aichacher Besucher mit ihren „Blauen Passagieren“.

    Die „Cello“-Spielerin von Kriemhild Jager in leuchtenden, an Expressionisten erinnernden Farben strahlt Ruhe und tiefe Konzentration aus.
    Die „Cello“-Spielerin von Kriemhild Jager in leuchtenden, an Expressionisten erinnernden Farben strahlt Ruhe und tiefe Konzentration aus. Foto: Manfred Zeiselmair

    Der Aichacher Hans Wiedemann hat sich den Strukturen und Maserungen von Holz verschrieben. Mit seiner Arbeit „In Aufruhr“ zeigt er ein koloriertes Holzrelief, das wie eine Intarsienarbeit wirkt. Die stellvertretende Kunstvereins-Vorsitzende Maria Breuer ist mit der Zeichnungs-Serie „Dazwischen“ vertreten. In sechs Bild-Episoden zeichnet sie in einer Endloslinienführung Situationen zwischen zwei Partnern nach, die sich gegenüberstehen. Mit knallroten Schranken und Pfeilen lässt sie den Zwischenraum lebendig werden – von harmonisch-friedlich bis zu gefühlt aggressiv.

    Auch experimentelle Fotografie ist im San-Depot in Aichach zu sehen

    Die Pöttmeser Künstlerin Anje Sträter zeigt mit „In der Jetztzeit“ einen bildgewaltigen abstrakten Mischtechnik-Zweiteiler. „Eng verbunden“ wie siamesische Zwillinge und zweidimensional wie eine Collage wirken die beiden abstrakten Torsos auf dem Acrylgemälde des ehemaligen Aichachers Günter Stiegelmaier aus Andechs. In zarte Blau- und Ockertöne hat Neumitglied Ingrid Kraus aus Altomünster ihre schemenhaft skizzierten „Kraniche“ getaucht. Neu unter den Ausstellern und beachtenswert ist auch Ann-Christine Wagner mit ihrer Aquatinta-Radierung „Queue“ im kleinen Format.

    Eine Besonderheit stellt die experimentelle Fotografie „Psychiatric Panda Dog“ von Christian Bungies dar: Ein Tier mit menschlichen Zügen wird zur Maschine. Experimentell auch die monochrome Fotografie „Als die Ordnung zu träumen begann“ des Aichachers Herbert Hanika. Mit digitaler Fraktalspiegelung lässt der Fotograf auf verschwommenem Hintergrund eine filigrane Fantasie-Architektur in Schwarz/Weiß entstehen.

    Öffnungszeiten Die Mitgliederausstellung des Kunstvereins im Aichacher San-Depot an der Donauwörther Straße ist ab sofort bis zum 28. Juni samstags sowie sonn- und feiertags von 14 bis 18 Uhr sowie auf Anfrage geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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