Im AWO-Heim in Aindling konnte Luise Höchtl bei bester Gesundheit ihren 102. Geburtstag feiern. Nicht nur Neffe Friedrich mit Ehefrau Maria kamen zum Gratulieren. Auch Bürgermeisterin Gertud Hitzler kam mit einem Präsent vorbei, Landrat Klaus Metzger schickte seinen Chauffeur mit einem Blumenstraß und Glückwunschkarte vorbei. Luise Höchtl wurde am 7. Juli 1923 im Allgäu in Dietmannsried geborgen. Dort wuchs sie mit ihren beiden Schwestern Sieglinde und Berta auf. Schon mit jungen Jahren musste sie nach Augsburg in den Dienst als Haushaltshilfe. In Augsburg lernte sie dann auch ihren späteren Ehemann Matthias Mengele kennen und heiratete in sein Friseurgeschäft in Augsburg Pfersee ein. Als dieser verstarb, lernte sie Richard Höchtl, einen Viehhändler, kennen und heiratete ihn. Seit einigen Jahren verbringt die Jubilarin ihren Lebensabend im AWO-Heim in Aindling. Dort war auch ihre Schwester Berta untergebracht. Leider verstarb diese bereits. Vor wenigen Jahren stürzte die Jubilarin und erlitt eine Oberschenkelhalsbruch. Seitdem ist sie auf einen Rollator angewiesen. Doch ansonsten ist sie noch fit, vor allem geistig. Das Friseurhandwerk hat sie geprägt, denn ohne schöne Frisur und Kleidung sieht man die 102-Jährige kaum. Sehr gefreut hat sich Luise über Blumen, denn sie liebt sie sehr.
Aindling
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