„So long, it was so long ago; but I‘ve still got the blues for you“ – was Gary Moore einst zur Blues-Hymne erhob, ist für Uli and the Frogs Programm. Die fünfköpfige Band um die Aichacher Sängerin und Gitarristin Uli Mill hat den Blues. Das bewies das bestens aufgelegte Quintett im fast komplett gefüllten Mauerbacher Canada-Saal.
Nein, der „Thrill“ ist keineswegs vergangen, er lebt. Ob nun bei Klassikern von Albert und B.B. King, Eric Clapton und Rory Gallagher oder auch neuen Perlen der britischen Bluesrock-Gitarristin Joanne Shaw Taylor: Die „Frösche“ interpretieren sie auf ihre persönliche Weise und legen zwischendurch eine Schippe Rock darauf. Im Mittelpunkt der Combo steht zwar Uli Mill, die singt, mit viel Fachwissen moderiert und selbst gefühlvolle Gitarrensoli beisteuert, doch gleichzeitig treibt sie ihre Mitstreiter zu Höchstleistungen an.
Waren anfänglich noch ein paar Unsicherheiten zu spüren, legten Buddy Brudzinski (Gitarre), Moatl Heigl (Bluesharp), Tabsy Tabery (Bass) und Gsello Gsellmeier (Energiebündel an den Drums) im Laufe des Konzerts alle Fesseln ab. Brudzinski ließ seine Les Paul-Gitarre in langen Solopassagen singen und jubilieren, setzte auch mit einer Lipstick-Slide feine Akzente, während Harper Moatl Heigl per „Fahrradlampe“ dreckigen Chicago Blues-Sound beisteuerte. Da glänzte Jan Akkermans Summertime-Version im Canada-Scheinwerferlicht. Keine Frage: Uli and the Frogs haben den Blues.
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