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Entwurf des Haushaltsplans: Aichach investiert über 20 Millionen Euro

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Zehn Millionen Euro neue Schulden: Wird die ganze Summe gebraucht?

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    Haushaltsberatungen stehen in diesen Tagen im Aichacher Stadtrat an. Der Finanzausschuss hat den Etat-Entwurf bereits vorberaten.
    Haushaltsberatungen stehen in diesen Tagen im Aichacher Stadtrat an. Der Finanzausschuss hat den Etat-Entwurf bereits vorberaten. Foto: Lisa Meitinger (Archivbild)

    Eine Kreditaufnahme in einer Höhe von 9,7 Millionen Euro sieht die Stadt Aichach für das laufende Jahr vor. So steht es jedenfalls im derzeitigen Entwurf des Haushaltsplanes. Mit diesem Zahlenwerk erklärte sich der Verwaltungs-, Finanz- und Werkausschuss in seiner Sitzung am Montag mit 11:0 Stimmen einverstanden. Im Plan für das vergangene Jahr stand an dieser Stelle ein Betrag von 8,4 Millionen Euro. Tatsächlich wurden aber lediglich 2,9 Millionen Euro benötigt.

    Bürgermeister Klaus Habermann (SPD) war bemüht, die Neuverschuldung von knapp zehn Millionen Euro einzuordnen. Als Zwischenfinanzierung für Baugrundstücke sind 4,2 Millionen Euro eingeplant. Man habe aber Fördermittel von 1,5 Millionen Euro zu erwarten. Dass man das Bauprogramm in den kommenden Monaten im vorgesehenen Umfang komplett abwickeln könne, vermag er sich nicht vorzustellen. Vielmehr sei davon auszugehen, dass man 70 oder 75 Prozent davon umsetzen werde.

    Im Bauprogramm stehen fast 14 Millionen Euro

    Habermann sieht die Stadt in finanzieller Hinsicht in einer ähnlichen Lage wie andere Kommunen, allerdings habe Aichach nur eine Verschuldung, die pro Kopf bei 500 Euro liegt: „Über diese Basis wären andere heilfroh.“ Weiter führte er aus: „Die großen Baumaßnahmen sind da, wir werden sie nicht aus dem Nähkästchen bezahlen. Ich sehe das relativ entspannt. Wir haben Riesenprojekte an der Backe.“ Darüber wird in der Bauausschusssitzung am heutigen Mittwoch zu sprechen sein.

    Kämmerer Wolfgang Ostermair hatte die vorläufigen Eckdaten vorgetragen und erläutert. Er riet dazu, das „Bauprogramm niedriger zu fassen“. Dafür sind derzeit 13,84 Millionen Euro vorgesehen.

    Im Verwaltungshaushalt wird im laufenden Jahr mit 67,5 Millionen Euro kalkuliert, das sind rund 800.000 Euro weniger als 2025. Ungewiss sind stets die Einnahmen in Form der Einkommenssteuerbeteiligung. Hier geht man von 16,5 Millionen Euro aus. Bei der Gewerbesteuer kalkuliert die Stadt mit 15 Millionen Euro. Die Schlüsselzuweisungen werden mit 5,4 Millionen Euro veranschlagt, die Einnahmen aus der Wasser-, Schmutz- und Niederschlagswassergebühr belaufen sich auf knapp 5,6 Millionen Euro. Die Zuschüsse des Freistaats Bayern für laufende Zwecke werden 6,84 Millionen Euro umfassen, 800.000 Euro mehr als im Vorjahr.

    Die Personalkosten klettern auf über 20 Millionen Euro

    Die Personalkosten der Stadt klettern laut Plan von 18,67 auf 20,92 Millionen Euro. Die Kreisumlage erreicht mit 16,3 Millionen Euro einen neuen Rekordwert. Die Sach- und Betriebsaufwendungen verzeichnen ein Plus von 2,1 Millionen Euro; für diesen Bereich werden 19,4 Millionen Euro erforderlich sein. Als Zuführung zum Vermögenshaushalt wird mit 1,764 Millionen Euro gerechnet.

    Der Vermögenshaushalt steigt von 20,6 auf 25,3 Millionen Euro. Über drei Millionen Euro soll der Verkauf von Anlagevermögen in die Kasse spülen. 3,2 Millionen Euro werden den allgemeinen Rücklagen entnommen. Für den Grunderwerb sind in diesem Jahr gut 7,2 Millionen Euro eingeplant. In der Finanzplanung für die Jahre 2027 bis 2029 war von einer Kreditaufnahme in einer Höhe von insgesamt knapp 20 Millionen Euro die Rede.

    Der Entwurf des Etats stieß im Ausschuss auf Zustimmung. Die endgültige Entscheidung über die Verabschiedung des Haushaltplanes ist Sache des Stadtrats.

    Keinerlei Debatten lösten das Ergebnis des Budgets 2025 und die Budgetgrundlagen für den Haushalt 2026 aus. Bei diesem Punkt auf der Tagesordnung ging es um Feuerwehren, Kindergärten, Kinderkrippen und Schulen.

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