Geduld ist nicht die Stärke des modernen Menschen. Die ersten Lebkuchen liegen schon im September in den Verkaufsregalen der Supermärkte. Die ersten Osterhasen gibt‘s, gefühlt, gleich nach Weihnachten. Sämtliche Obst- und Gemüsesorten brauchen wir – egal, ob sie Saison haben oder nicht – das ganze Jahr über. Erdbeeren im Dezember sind so ein Beispiel. Doch wer bewusst auf die süßen Früchtchen verzichtet, die mit großem Aufwand von irgendwo her angekarrt werden, wird jetzt belohnt: mit frühen Erdbeeren aus der Region.
So schmeckt der Sommer: Erdbeeren sind Früchte der warmen Jahreszeit
Erdbeeren sind in hiesigen Breiten die klassischen Früchte der warmen Jahreszeit. So schmeckt der Sommer seit Kindheitstagen. Dass die roten Früchtchen an Spargelständen seit einiger Zeit bereits im April angeboten werden, verwundert zunächst. Allerdings nicht mehr bei näherem Hinsehen: Die Erdbeeren dort kommen aus dem Südwesten Deutschland. Trotzdem sind erste Erdbeeren aus dem Wittelsbacher Land inzwischen bereits im April reif – dank moderner Anbaumethoden mit Folientunneln. Eine Feldheizung, wie sie vorübergehend im Spargelanbau modern war, braucht‘s dafür zum Glück nicht.
Der Sommer bleibt trotzdem die Hauptsaison für Erdbeeren. Dann gedeihen sie unter freiem Himmel im heimischen Garten oder auf den vielen Feldern im Wittelsbacher Land für alle Selbstpflücker. Trotzdem sind heimische Erdbeeren von April bis Oktober eine gute Nachricht für alle Erdbeerliebhaberinnen und -liebhaber, die sich die feinen Früchtchen auch außerhalb der klassischen Saison leisten wollen. Mit der verlängerten Saison lässt sich die Zeit ohne frische Erdbeeren doch viel besser aushalten. Ein wenig Geduld sollten wir schließlich schon noch haben. Erdbeeren zu Weihnachten: Das muss doch wirklich nicht sein.
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