Aufgrund der Kerosinknappheit müssen Fluggesellschaften wie die Lufthansa Tausende ihrer Flüge streichen. Reisende müssen teilweise mit kurzfristigen Änderungen und Ausfällen rechnen. Auch die Spritpreise haben sich drastisch erhöht – trotz Tankrabatt. Mit den Pfingstferien vor der Tür könnte das für viele ein größeres Problem werden, denn in den Urlaub zu fliegen oder zu fahren ist kostspielig geworden. Wie verbringen die Aichacher also ihren Urlaub? Sind ihnen die Reisekosten zu hoch oder ist der Urlaub wichtiger? Wäre das Verreisen mit dem Zug eine mögliche Alternative? Wir haben uns auf dem Stadtplatz umgehört.
Harald Kögl ist dieses Jahr „mit dem Flugzeug und anderen Verkehrsmitteln nach Griechenland“ unterwegs: „Zu hoch finde ich die Preise nicht. Der Urlaub ist mir wichtiger.“ Er bevorzugt es, in den Urlaub zu fliegen oder mit dem Auto zu fahren. Der Zug sei für seine Vorlieben deshalb keine ideale Alternative.
Flugzeug, Auto – oder Zug? Wie sich die gestiegenen Kosten auf die Urlaubsplanung von Aichachern auswirken
Heiko Feil hat dieses Jahr zusammen mit seiner Familie noch etwas mehr Urlaub vor sich. „In den Pfingstferien geht’s mit dem Flieger nach Amsterdam, im Sommer mit dem Auto nach Italien an den Gardasee und im Herbst noch mal mit dem Flugzeug nach Rom.“ Seines Erachtens sind die Preise „okay“. Er hatte beim Buchen Glück gehabt: „In dem Fall habe ich gute Angebote bekommen.“ Der Familienurlaub hat für ihn einen hohen Stellenwert. Obwohl er beruflich öfter mit dem Zug unterwegs ist, sei seine Frau dem Bahnfahren gegenüber abgeneigt. Deshalb kommt der Zug für die Familie nicht infrage, um in den Ferien an ihre Ziele zu kommen.
Auch Anneliese Eberle hat Urlaub geplant. „Ich fahre nach Italien mit dem Auto.“ Dennoch sind die Spritpreise ihrer Meinung nach „zurzeit schon hoch“. Urlaub zu machen, gehört für Eberle allerdings einfach dazu. „Wer arbeiten geht, soll auch in den Urlaub fahren.“ Sie gibt zu: „Eine Zugfahrerin bin ich nicht.“ Das liegt größtenteils an einem fehlenden Anschluss in ihrer Nähe. „Dann müsste ich immer extra hin.“ Ihr ist es lieber, mit dem Auto zu verreisen. Schließlich müsse man gar nicht „so weit weg“ fahren, um eine schöne Zeit zu verbringen. Eberle findet, es gebe auch in Österreich oder Deutschland viele beeindruckende Orte und Landschaften. „Dort kann man gut wandern gehen.“
Marion Mertens fährt ebenfalls mit dem Auto nach Italien, obwohl sie die Kosten kritisch sieht: „Die Preise sind auf jeden Fall zu hoch.“ Trotzdem steht der Urlaub für sie im Vordergrund. In diesem Jahr zwar nicht, aber generell hat sie neben dem Auto noch eine Alternative: „Den Zug habe ich auch schon benutzt. Das hat ganz gut geklappt.“
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren