Das Argument mancher Gruppierungen, es gebe nicht genug Frauen, um Wahllisten paritätisch zu besetzen, überzeugt nicht. Es wirkt wie eine bequeme Erklärung und lenkt vom Kern des Problems ab. Wie beispielsweise die Friedberger Grünen zeigen, fehlen Frauen nicht, weil sie nicht wollen würden. Sie fehlen, weil Parteien ihnen den Raum, der ihnen zusteht, nicht verlässlich einräumen. Die HWG in Affing zeigt außerdem: Frauen treten dort an, wo sie auch sicher Mitstreiterinnen finden. Primär mangelt es an einer politischen Kultur, die Frauen nicht nur zum Engagement einlädt, sondern ihnen tatsächlich Plätze und Unterstützung zugesteht.
Kommentar
Frauenmangel? Warum es nicht am Willen scheitert
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