Seit die Fahrbahn im Gasslerweg neu gemacht worden ist, hat Martin Steinherr ein Problem. Bei starken Regenfällen fließt das Wasser nicht nur in seinen Hof, sondern auch in seinen Keller. Der Gebenhofener ist alles andere als glücklich der kleinen Straße vor seinem Anwesen, die die Gemeinde Affing nach Kanalarbeiten neu hat asphaltieren lassen. Der Anwohner drängt nun darauf, dass die Misere bald gelöst wird.
Beim Gasslerweg ließe sich trefflich vom Fluch der guten Tat sprechen. Denn laut Ralf Scherbauer, Bauamtsleiter der Gemeinde Affing, sollte die Straße nach den Kanalbauarbeiten nicht einfach nur geflickt, sondern schön gemacht werden. Deshalb ließ die Gemeinde den gesamten Weg sanieren. Doch die Ausführung lässt sehr zu wünschen übrig. Zwar wurde im Osten eine Entwässerungsrinne eingebaut. Doch das Wasser fließt nicht in die Rinne, sondern stattdessen in den Hof gegenüber und erst danach in den Sinkkasten an der Einmündung zur Affinger Straße. „Das geht so nicht“, sagte Scherbauer jüngst im Gemeinderat.
Auch ein weiterer Anwohner des Gasslerweges hat Wasser im Hof
Seit dem vergangenen Herbst ist die Straße fertig. Seither hatte Steinherr schon zweimal Wasser im Keller, Kartoffeln gingen ihm kaputt. Im Winter bildeten sich außerdem zentimeterdicke Eisplatten. „Das ist ein Murks. Reißt ihn raus und macht ihn g‘scheit“, sagte der Gebenhofener, der im Gemeinderat Rederecht erhielt.
Auch ein weiterer Anwohner ist mit dem Ausbau nicht zufrieden. Stefan Haas berichtete, die Straße sei um zehn Zentimeter höher als bislang geworden. Bei der Einfahrt in sein Grundstück müsse er Angst haben, dass der Unterboden aufreiße. Durch seine Intervention sorgte die Straßenbaufirma zwar kurz nach Abschluss der Arbeiten für einen etwa fünf Zentimeter hohen Ausgleich. Doch auch bei ihm sammelt sich das Wasser im Hof. Weil sein Haus am tiefsten Punkt seines Grundstücks liegt, befürchtet er über kurz oder lang ebenfalls Wasser im Keller.
Die Ursachenforschung läuft seit mehreren Monaten. Laut Bauamtsleiter hat die Baufirma „so gebaut wie eingemessen“. Das Ingenieurbüro plane nun eine Lösung, „wie wir das Wasser vom Hof wieder wegbekommen“. Möglich wäre ein Gegengefälle durch das Abfräsen des Asphalts. Scherbauer versicherte mit Blick auf die Anwohner: „Ich poche darauf, dass es bis zur Sommerpause repariert ist.“ Denn die Angst vor Starkregenereignissen, wie es sie inzwischen häufig im Sommer gibt, ist groß. Eines ist aber klar für den Bauamtsleiter: „Das muss für die Gemeinde kostenneutral sein.“
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