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Gemeinderat Inchenhofen verabschiedet langjährige Mitglieder und ehrt Engagement

Inchenhofen

Ein Urgestein und die Jüngste verlassen den Gemeinderat

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    Bürgermeister Toni Schoder verabschiedete die ausscheidenden Gemeinderäte: (von links) Robert Müller, Maria Posch, Bürgermeister Schoder, Klaus Strobl und Ortssprecherin Marion Baur.
    Bürgermeister Toni Schoder verabschiedete die ausscheidenden Gemeinderäte: (von links) Robert Müller, Maria Posch, Bürgermeister Schoder, Klaus Strobl und Ortssprecherin Marion Baur. Foto: Gerlinde Drexler

    Ein Urgestein im Inchenhofener Gemeinderat ist Robert Müller. Seit 24 Jahren gehört er dem Gremium an. Bei der Kommunalwahl hatte er nicht mehr kandidiert. Auch Klaus Strobl und Maria Posch hatten sich nicht mehr zur Wahl gestellt. In der letzten Sitzung des Gremiums verabschiedete sie Bürgermeister Toni Schoder zusammen mit Ortssprecherin Maria Baur aus dem Gemeinderat.

    Seit 2002 saß Müller im Gemeinderat. 24 Jahre sei eine stolze Leistung, sagte der Bürgermeister. Müller saß als Vertreter der Gemeinde in der Verbandsversammlung der Magnusgruppe. „Das Thema Wasser war ihm immer wichtig“, betonte Schoder. Von 2014 bis 2020 war Müller dritter Bürgermeister. „Als Typ wird er uns im Gemeinderat auf jeden Fall fehlen“, sagte Schoder. Müller, der sich auch in mehreren Vereinen engagiert, sei Inchenhofen immer wichtig gewesen. Als Anerkennung für seinen Einsatz überreichte ihm der Bürgermeister die Verdienstmedaille der Gemeinde in Gold. Der Geehrte selbst sagte, die 18 Jahre unter dem früheren Bürgermeister Karl Metzger hätten ihn sehr geprägt. Er habe seinen Platz nun im Gemeinderat für junge Leute frei gemacht, weil die ganz andere Ideen hätten. Er will seine Zeit nun Familie, Hobbys und Freunden widmen. Dem neuen Gemeinderat empfahl er, „aus dem Herzen heraus“ zu entscheiden.

    Posch findet sich in „männergeprägter Welt“ zurecht

    Der Bürgermeister sagte zu Klaus Strobl, der seit 2014 Mitglied im Gremium war, diesen habe er stets „als strategisch und vorausdenkenden Gemeinderat wahrgenommen“. Er habe schon früh die Idee gehabt, ein Konzept für die Gemeinde zu erstellen und „ein ausgeprägtes Kostenbewusstsein“ an den Tag gelegt. Strobl war Mitglied im Rechnungsprüfungsausschuss. „Er hat sich für eine gute Diskussionskultur im Gemeinderat eingesetzt“, würdigte ihn der Bürgermeister, der ihn mit der Ehrenmedaille der Gemeinde in Silber auszeichnete.

    Mit ihren damals 34 Jahren sei Maria Posch, die 2020 in den Gemeinderat gewählt wurde, vermutlich eine der Jüngsten gewesen, die es jemals in dem Inchenhofener Gremium gegeben hatte, erklärte Schoder. „Sie hat sich schnell in dieser doch männergeprägten Welt zurechtgefunden.“ Posch war Mitglied im Feldwegeausschuss und setzte sich im Gemeinderat für Umwelt und Artenvielfalt ein. Der Bürgermeister ehrte ihr Engagement mit der Verdienstmedaille in Bronze.

    Als Ortssprecherin für Ober-, Unterbachern und Ingstetten saß Marion Baur seit 2020 im Gemeinderat: „Sie hat sich auch für die Jugendarbeit sehr engagiert.“ Schoder überreichte ihr die Verdienstmedaille der Gemeinde. Im neuen Gremium sitzt ein Gemeinderat aus diesen Ortsteilen.

    Der Dirtpark Inchenhofen wird bald eröffnet

    Pläne geändert: Statt einer zweiten Wohnung im Keller wird das Untergeschoss eines Hauses im Erlenweg im Ortsteil Sainbach nur noch als Wohnraum genutzt werden. In der März-Sitzung hatte der Gemeinderat den Antrag auf Nutzungsänderung abgelehnt, weil dem Bebauungsplan zufolge nur eine Wohneinheit zulässig ist. Den geänderten Plänen stimmte das Gremium nun unter der Auflage zu, dass dort keine zweite Wohnung entstehen darf.

    Dirtpark: Voraussichtlich Ende April wird der Dirtpark fertiggestellt. Das gab Bürgermeister Toni Schoder im Zuge der Sitzung bekannt. Der Bauhof wird noch Sitzgelegenheiten, Parkplätze und Begrünung anlegen. Schoder kann sich hier auch einen Platz für einen Basketballkorb vorstellen.

    Parkplatz Friedhof: Einen Zeitplan, wann der Parkplatz des Friedhofes verlegt wird, gebe es keinen, antwortete Schoder auf die Frage von Müller. Der Bauhof sei momentan damit beschäftigt, die Spielplätze auf Vordermann zu bringen und sukzessive Gerätschaften zu erneuern. „Die Parkplatzverlegung ist sehr zeitaufwendig“, erklärte der Bürgermeister.

    Wasserleitung: Beim Bau der Wasserleitung sei man dem Zeitplan voraus, teilte der Bürgermeister mit. Schoder geht davon aus, dass die Arbeiten vor dem geplanten Zeitraum fertig werden. Ursprünglich war in Inchenhofen geplant, dass die Maßnahme Ende des Jahres abgeschlossen sein wird. Wegen der Sanierungsarbeiten ist die Ortsdurchfahrt von Sainbach gesperrt.

    Tempo-30-Zone: Es gebe demnächst einen Termin mit einem Schallschutzgutachter und Anwohnerinnen und Anwohnern der Sankt-Leonhard-Straße, informierte Schoder. Das Ergebnis des Experten sei das Beurteilungskriterium für das Landratsamt, was die mögliche Einrichtung einer Tempo-30-Zone in der Straße anbelangt.

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