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Der Faschingsumzug in Zell wird traditionell vom Zeller Narrenschiff angeführt.

Kühe, Kamellen und Proteste: Auf Faschingssafari in Griesbeckerzell

Foto: Erich Echter

Jung und Alt, Klein und Groß: In Griesbeckerzell feiern am Sonntag Faschingsbegeisterte beim Umzug von Zell ohne See. Die trotzen dem vorhergesagten Wetter.

Zum Glück spielt Petrus mit. Lange ist für den Faschingsumzug am Sonntagnachmittag Regen angesagt gewesen, Zell ohne See kann aber einmal mehr durchatmen und bleibt – zumindest von oben – trocken. Entsprechend ausgelassen ist die Stimmung unter den Tausenden verkleideten und aufgeregten Kindern und ihren Eltern, die die Griesbeckerzeller Straßenränder säumen und den Einhörnern und Kobolden, Pharaonen und Rittern, Hippies und Schlümpfen zujubeln. Ein Thema bleibt allgegenwärtig.

Es ist der Höhepunkt einer kurzen Faschingssaison, die sich langsam dem Ende entgegenneigt. Wochenlang hat die Faschingsgesellschaft Zell ohne See Zeit und Energie investiert, Narrensitzungen veranstaltet, Bälle gefeiert, die "fünfte Jahreszeit" zelebriert. Einer hat sich ganz besonders auf den Sonntag gefreut: Patrick II., amtierender Prinz der Zeller Garde. Er darf heute zum ersten und einzigen Mal mit seiner Frau und amtierenden Prinzessin Diana II. vom Wagen der Prinzengarde winken und Kamellen werfen: "Wir haben drei, vier Wochen an dem Wagen gebaut und sind damit nur in Zell unterwegs."

Diana II. und Patrick II. winken als Zell-ohne-See-Prinzenpaar ihren Untertanen zu

Es ist ein besonderer Moment für die beiden, als sich ihr Gefährt mit der Prinzengarde als drittletzter Wagen durch die Menge schiebt. Kühe und Glücksbärchen winken vom Straßenrand hinauf zum Prinzenpaar, als Dankeschön gibt es Bonbons, Popcorn und Lollis. Zwischendrin fährt auch einmal ein Pferd seine Hufe nach einer Süßigkeit am Boden aus; weiter vorn im Zug streckt Pikachu, eine Pokémon-Figur, seinen umgedrehten Regenschirm der Zeller Teeniegarde entgegen, die heute als Phönixe unterwegs sind; eine schüchterne Prinzessin bekommt vom Narrenschiff aus Bonbons in ihr Täschchen gelegt.

Kurzum: Griesbeckerzell gleicht an diesem Sonntagnachmittag einem bunten Gedränge, das zur Faschingssafari einlädt. Da sind lebensgroße pinkfarbene Handtaschen zu sehen; das Team des Jumping Fitness vom SV Unterschneitbach wollte nach Jahren des Zuschauens "einmal mit dabei sein". Die Zeller Kindergarde ist als Einhörner unterwegs und wirft Kamellen, die Ranzengarde beglückt als Kobolde verkleidet die erwartungsfrohen Kinder am Straßenrand.

Die Freiwillige Feuerwehr Langweid hat eine Justizvollzugsanstalt nachgebaut und ist als Gefangene in orangefarbenen Overalls unterwegs, die Griesbeckerzeller Dorfkinder feiern als buntes Potpourri aus den bekannten Figuren des Animationsuniversums den hundertsten Geburtstag von Disney.

Schilder und Fußgruppe: Bauernproteste sind in Griesbeckerzell allgegenwärtig

Anni Ulber hat sich auch dieses Jahr wieder ein ausgefallenes Kostümkleid einfallen lassen und ist als Dartscheibe auf dem Weg zum "Ally Pally" unterwegs, wo alljährlich um den Jahreswechsel die Darts-Weltmeisterschaft stattfindet. Dahinter laufen "Elternkühe", die ihre "Kinderlandwirte" auf Traktor-Bobbycars durch die Straßen ziehen und auf die Bauernproteste und Anliegen der Landwirte aufmerksam machen.

Den Bobbycars sind kleine Wagen angehängt. "Ist der Bauer ruiniert, wird das Essen importiert" ist dort zu lesen, genauso wie "Ich will auch mal Bauer werden", oder – um die Hälse von "Kuhvätern" gehängt – "Ohne Landwirtschaft keinen Jungbäuerinnenkalender". Auf die Probleme der Landwirte machen auch andere Wagen aufmerksam, egal ob das Motto "Après-Ski", "Könige des alten Ägyptens" oder "Schlümpfe" lautet. Die meisten Anhänger werden schließlich von Traktoren gezogen.

Die Mottowagen einen natürlich auch die Süßigkeiten, die die Mitfahrenden auf Jung und Alt, Klein und Groß regnen lassen. "Wir haben genug, um die kranken Freunde zu versorgen", freut sich Nadine Schweizer aus dem Hollenbacher Ortsteil Igenhausen über die Tagesausbeute, während ihr Sohn Luis als Drache verkleidet die Straße entlangfliegt und noch übrig gebliebene Bonbons einsammelt.

Sebastian und Sophie Naßl freuen sich über ihre Ausbeute.
Foto: Dominik Durner

Auch die kleinen Sophie und Sebastian Naßl aus Dasing-Bitzenhofen sind mehr als zufrieden, Sebastians Kinderwagen muss gar als Süßigkeitentütentaxi herhalten. Und Leila Drexl aus Schönbach, ebenfalls ein Ortsteil von Hollenbach, kommt aus dem Grinsen gar nicht mehr raus: "Ich habe Popcorn und Bonbons, und morgen geht es in Jimmy's Fun Park." Eine Kleinigkeit muss ihr Vater Markus, Busfahrer der Zeller Garde, noch klarstellen: "Die Ausbeute ist so gut, weil der Papa jeden auf den Wagen gekannt hat."