Im Aichacher Stadtteil Ecknach lässt sich eine neue Firma nieder. Der Bauausschuss stimmte in seiner Sitzung der Bauvoranfrage zu. Ein weiteres Thema war der Bebauungsplan für den Kulturgraben in Griesbeckerzell. Hier werden die Planungen an Vorschläge der Naturschutzbehörde und des Wasserwirtschaftsamtes angepasst.
Auf einem rund 21.000 Quadratmeter großen Grundstück an der Industriestraße in Ecknach sollen laut der Bauvoranfrage verschiedene Hallen für Produktion und Lagerung sowie ein Verwaltungs- und Bürogebäude entstehen. Für die Lagerung sind Hochregallager mit einer Höhe bis zu 24 Metern geplant. Das Verwaltungs- und Bürogebäude im Norden und das Waren- und Kommissionierungsgebäude im Süden haben eine Höhe von etwa 15 Metern. Beides liegt knapp über der laut Bebauungsplan zulässigen Höhe. Der Bauausschuss stimmte der notwendigen Befreiung zu.
Daniel Stegmair: „Können uns glücklich schätzen, dass jemand so ein Projekt umsetzt“
Der Bauherr hat außerdem verschiedene Kompensationsmaßnahmen geplant. Unter anderem sollen entlang der neuen Bundesstraße B300 und zum westlichen Nachbarn hochwachsende Bäume gepflanzt werden. Die Fassaden, insbesondere des Hochregallagers, werden gegliedert und farblich unterteilt. Daniel Stegmair (CSU) sagte: „Wir können uns glücklich schätzen, dass jemand bei uns so ein Projekt umsetzen will.“ Es sei heute nicht alltäglich, dass jemand größere Summen investiere und Arbeitsplätze in der Region schaffe.
Auf beiden Seiten des Kulturgrabens in Griesbeckerzell darf auf einer Breite von fünf Metern das Gelände höhenmäßig nicht verändert werden. Das ist eine der Anpassungen, denen der Bauausschuss beim Bebauungsplan „Kulturgraben – zwischen Hofgartenstraße und Badanger“ zustimmte. Vor allem Anregungen der Naturschutzbehörde und des Wasserwirtschaftsamtes wurden aus den eingegangenen Stellungnahmen aufgenommen und die Planungen entsprechend angepasst.
Kulturgraben Griesbeckerzell: Gebäudetechnik soll an Extremhochwasser angepasst werden
Planerin Anna-Maria Martin teilte mit: „Die Baugrenzen werden auf einer Tiefe von 20 Metern zurückgenommen.“ Dadurch werde sich die Bebauung mehr auf die westlichen Grundstücksteile konzentrieren. Weite Flächen entlang des Kulturgrabens würden freigehalten. Für sinnvoll hielt die Planerin den Vorschlag des Wasserwirtschaftsamtes, die Gebäudetechnik, insbesondere die Heizungs-, Abwasser- und Elektroinstallation, an das Extremhochwasser anzupassen. Er wurde in die Satzung ebenfalls aufgenommen.
Im Zuge der notwendigen Sanierungsarbeiten im historischen Rathaus müssen im Amtszimmer von Bürgermeister Josef Dußmann die Abhangdecken sowie die Klimatisierung erneuert werden. Aus Gründen der Diskretion ist auch vorgesehen, die Bypasstür in Richtung Flur akustisch zu verbessern. Whiteboard und Leinwand sollen gegen eine elektronische Tafel ausgebessert werden. Für die Elektro- sowie die IT-Sanierung müssen die Wände und der Boden geöffnet werden.
Amtszimmer von Josef Dußmann muss aufwendig saniert werden
Für die Elektro- sowie die IT-Sanierung müssen die Wände und der Boden geöffnet werden. Dafür musste die Möblierung abgebaut werden. Da diese zudem Beschädigungen sowie eine hohe Abnutzung aufweist, schlug die Verwaltung vor, in Zusammenarbeit mit einem Schreiner ein Konzept für die Möblierung des Amtszimmers zu erarbeiten. Dem stimmte der Bauausschuss zu. Er beauftragte die Schreinerei Büromöbel Baur aus Todtenweis mit dem Einbau der fest verbauten Möblierung.
Kunst- und Nähkurse Ein Atelierwerkraum an der Ziegeleistraße in Oberbernbach wird zum Schulungsraum für Kunst- und Nähkurse. Der Bauausschuss stimmte der Nutzungsänderung zu.
Sport statt Arbeit Eine ehemalige Werkhalle für Styroporrecycling an der Augsburger Straße wird zur Sporthalle. In die Halle werden zwei Padelanlagen eingebaut, im Obergeschoss befinden sich die Sozialräume. Der Bauausschuss stimmte der Nutzungsänderung zu.
Bauturbo abgelehnt Schon zwei Mal hatte der Bauausschuss die Voranfrage zum Bau eines Mehrfamilienhauses an der Walchenstraße in Walchshofen zurückgestellt, weil es außerhalb der zur Bebauung vorgesehenen Flächen liegt. Mit 9:2 Stimmen lehnte der Ausschuss auch den Antrag im Bauturbo-Verfahren ab.
Bauturbo empfohlen Die Bauverwaltung sah keine Möglichkeit, Baurecht mit Hilfe einer Ortsrandsatzung für den Bau eines einzelnen Einfamilienhauses in Obermauerbach zu schaffen. Die Alternative, am Baulandmodell der Stadt Aichach teilzunehmen, hatten die Grundstückseigentümer abgelehnt. Aus Sicht der Verwaltung war auch ein Bauturbo-Verfahren kritisch zu betrachten, sagte Bauamtsleiterin Carola Küspert. Georg Robert Jung (FW) und Daniel Stegmair (CSU) sahen das anders. Man könne hier unbürokratisch Bauland schaffen. Der Bauausschuss lehnte den Antrag auf Erstellung einer Ortsrandsatzung ab, empfahl dem Antragsteller aber einstimmig, einen Antrag auf ein Bauturbo-Verfahren zu stellen.
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