Inchenhofen Langwierige Diskussionen um den Standort des neuen Feuerwehrhauses beschäftigten im vergangenen Jahr die Freiwillige Feuerwehr (FFW) Inchenhofen. Bei der Jahreshauptversammlung am Freitag machte Kommandant Richard Hartmann noch einmal deutlich, dass die Entscheidung des Gemeinderates zum Standort für einige der Aktiven ein nicht nachvollziehbarer Beschluss war. Einsatztechnisch war es ein arbeitsreiches Jahr: die Feuerwehr rückte 24 Mal aus.
Darunter waren Unwettereinsätze, technische Hilfeleistungen, einige Wespen-Einsätze, aber auch sieben Brandeinsätze. Hier forderte das Feuer bei der Firma Pfeifer in Unterbernbach (Markt Kühbach) vor allem den Atemschutzträgern einiges ab. Insgesamt leisteten die Aktiven der Feuerwehr 705 Einsatzstunden. Dazu kamen noch die kirchlichen und kommunalen Veranstaltungen, bei denen die Feuerwehr für Absperrungen und Sicherheit sorgte oder sich, wie zum Beispiel beim Marktfest im Juli, mit einem eigenen Stand beteiligte.
Mathias Edler absolvierte erfolgreich die Ausbildung zum Gruppenführer. Er steht dem Verein nun in dieser Funktion zur Verfügung. Darüber hinaus durchliefen auch im vergangenen Jahr wieder 20 Feuerwehrler den Ersthelfer-Kurs. An den insgesamt 24 Übungen nahmen laut Kommandant Hartmann im Durchschnitt zwei Fünftel der über 40 Mann starken Truppe teil. 756 ehrenamtliche Arbeitsstunden investierten die Aktiven außerdem in Themen wie beispielsweise Funk, Koordination oder Atemschutz.
Bürgermeister Karl Metzger und Kreisbrandrat Ben Bockemühl betonten beide, wie wichtig die Arbeit der Feuerwehr für die Gemeinde sei. Die anstehenden Ersatzbeschaffungen würden im Gemeindehaushalt sicher ihren Platz finden, versprach der Bürgermeister. In diesem Jahr plant die Feuerwehr 26 Übungen, darunter auch mehrere Objektübungen.
Außerdem werden Schulungen und Einsatz-Übungen von Kindergarten- und Schulleitung gewünscht, sowohl für die Kinder als auch für das Personal. Und auch das Ablegen von Leistungs-Abzeichen wird ermöglicht. Ein Highlight wird sicher der zweitägige Vereinsausflug, außerdem findet der Florianstag heuer in Inchenhofen statt. Der Ausblick zeigte, dass den ehrenamtlichen Mitgliedern der Feuerwehr wieder ein ereignisreiches Jahr ins Haus steht.
Für viel Arbeit, Telefonate und Sitzungen hatten bei der Vereinsführung der Feuerwehr im vergangenen Jahr die langwierigen Diskussionen um einen Standort für das neue Feuerwehrhaus gesorgt. Der Gemeinderat hatte sich für einen Platz am westlichen Ortsausgang an der Sainbacher Straße entschieden (wir berichteten). Ein „letztlich für einige nicht nachvollziehbarer Beschluss“, wie Kommandant Hartmann in seinem Rückblick sagte.
Vorsitzender Thomas Heilgemeir berichtete, dass die Stimmung in der Mannschaft unter den ständigen Diskussionen gelitten habe und das Verhältnis zu den kommunalen Gremien angespannt wäre. Für dieses Jahr wünscht er sich, dass der Vereinsalltag wieder in den Vordergrund rückt und sich durch neue Anregungen und offene Gespräche auch wieder mehr Freude und Gemeinschaftsgefühl einstellen. Auf die Nachfrage von Josef Haas an die anwesenden Gemeinderäte zum Standortbeschlusses nahm stellvertretend Rainer Tremmel mit seinen persönlichen Gründen Stellung.