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KI-Roman von 16-jähriger Schülerin wird Klassenlektüre am Aichacher Gymnasium

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KI bedroht die Menschheit: Wenn die Klassenlektüre von der Mitschülerin kommt

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    Die 16-jährige Aichacher Schülerin Veronika Eichler hat Ende vergangenen Jahres ihr erstes Buch geschrieben.
    Die 16-jährige Aichacher Schülerin Veronika Eichler hat Ende vergangenen Jahres ihr erstes Buch geschrieben. Foto: Alice Lauria

    Künstliche Intelligenz (KI) ist eines der aktuellsten Themen unserer Zeit. Wo für manche das Verständnis der schier unbegrenzten Möglichkeiten aufhört, beginnt für andere die Sorge vor potenziellen Gefahren. Grund genug für die damals 13-jährige Aichacher Schülerin Veronika Eichler, KI zum zentralen Thema ihres ersten Buches zu machen. In dem dystopischen Roman bedrohen die futuristischen Maschinen nicht weniger als die gesamte Menschheit.

    An ihrer Schule, dem Aichacher Deutschherren-Gymnasium, ist die junge Autorin in bester Gesellschaft - der 14-jährige Florian Selig schreibt bereits an seinem dritten Fantasy-Roman. Nun wird Veronikas Buch mit dem Titel „KI – der Austausch“ an ihrer eigenen Schule sowie an einer weiteren Schule in mehreren Klassen sogar als Lektüre gelesen.

    Dystopische Klassenlektüre: Aichacher Schülerin schreibt Buch über Künstliche Intelligenz

    Im Zentrum der Handlung stehen die beiden Teenager, Colin und Holly, die sich und ihre Familien im Jahr 2078 gegen eine Armee aus Robotern verteidigen müssen. Dass die Androiden aussehen wie gewöhnliche Menschen, macht den Kampf gegen die KI‘s, wie sie im Buch genannt werden, nicht leichter. Die spannende Geschichte spielt im US-Bundesstaat Wyoming und zieht einen ab der ersten Seite hinein.

    „KI – der Austausch“ ist ein Science-Fiction-Roman, der von einer globalen Bedrohung durch künstliche Intelligenz erzählt.
    „KI – der Austausch“ ist ein Science-Fiction-Roman, der von einer globalen Bedrohung durch künstliche Intelligenz erzählt. Foto: Alice Lauria

    Ruth Holzapfel ist Lehrerin am Aichacher Gymnasium und hat das Buch mit ihrer siebten Klasse als Lektüre im Deutschunterricht gelesen. Sie sagt: „Die Schüler fanden das Thema sehr interessant.“ Die Jugendlichen hätten sich gut mit den Lebensrealitäten der jungen Hauptakteure identifizieren können. Das Feedback aus der Klasse sei durchwegs positiv gewesen, erzählt Holzapfel. Die Schülerinnen und Schüler fanden das Buch leicht zu lesen und sehr spannend. Auffällig sei, dass „extrem viel Umgangssprache“ verwendet werde, sagt die Lehrerin. „Wir haben in der Klasse viel über das Buch gesprochen. Das Buch lädt ein, mit den Schülern an der Sprache zu arbeiten und zu lernen.“

    Veronikas Mutter, Elena Eichler, ist selbst Lehrerin. Sie unterrichtet Informationstechnologie (IT) an einer Realschule. Als sie einen Unterrichtsbeitrag für ihre Schüler zum Thema KI ausarbeitete, hatte Veronika plötzlich die Idee zu dem Buch: „Mir kam der Gedanke, was passiert, wenn Menschen gegen ihren Willen ersetzt werden.“ Entstanden auch aus einer sehr realen Sorge der Schülerin vor dem so schwer greifbaren Potenzial künstlicher Intelligenz für die Zukunft. Veronika Eichler erklärt: „Das Buch soll die Gefahren aufzeigen und warnen.“

    Deswegen steht folgender Satz fett gedruckt über dem Klappentext auf der Rückseite des Romans: „Eine KI darf niemals über dem Menschen stehen.“ An der Realschule ihrer Mutter haben mittlerweile mehrere Klassen zwischen der sechsten und neunten Jahrgangsstufe das Buch als Lektüre gelesen.

    Veronika Eichlers Buch „KI – der Austausch“ thematisiert Gefahren von KI

    Buchdeckel und Rückseite hat die Schülerin genau wie den Klappentext selbst gestaltet. Das Cover ist der einzige Teil ihres Buches, bei dem sie die Hilfe von KI hinzugezogen hat: Das Bild auf der Vorderseite wurde von Eichler mit künstlicher Intelligenz, aber nach ihren sehr konkreten eigenen Vorstellungen generiert. Die beiden abgebildeten Personen zeigen die Protagonisten Colin und Holly, wie die Autorin sie sich erdacht hat.

    Der Einband des Buches zeigt die beiden jungen Hauptfiguren des Buches, so wie Veronika Eichler sie sich vorstellt. Das Bild wurde mit Hilfe von KI erzeugt.
    Der Einband des Buches zeigt die beiden jungen Hauptfiguren des Buches, so wie Veronika Eichler sie sich vorstellt. Das Bild wurde mit Hilfe von KI erzeugt. Foto: Alice Lauria

    Häufig sieht Veronika sich mit der Vermutung oder dem Vorurteil konfrontiert, dass sie das Buch selbst von KI hat schreiben lassen. Ob es am Thema liegt oder an Veronikas jugendlichem Alter, weiß die Autorin nicht genau. Aber sie sagt: Diese Unterstellungen „machen mich sehr wütend“.

    Tatsächlich hatte Veronika im Entstehungsprozess schnell eine sehr genaue Vorstellung von wichtigen Teilen der Handlung. „Den Anfang wusste ich gleich und das Ende auch. Schwieriger war es, das Dazwischen auszufüllen“, sagt die 16-Jährige lachend im Gespräch mit unserer Redaktion. Früh stand für sie auch ein ganz entscheidender Cliffhanger fest – also eine sehr spannende Stelle, die den Leser oder die Leserin am Ende eines Kapitels praktisch zwingt weiterzulesen. Ihren „Flow“, wie die Autorin ihre Inspiration zum Schreiben nennt, hatte sie meistens abends, wenn sie eigentlich ins Bett sollte, wie sie sagt.

    Am Aichacher Deutschherren-Gymnasium wird Eichlers Buch als Lektüre gelesen

    Wer wissen möchte, wer oder was hinter den Angriffen der KI‘s steht, was Elon Musk mit der Geschichte zu tun hat und ob Colin und Holly die Armee der Roboter aufhalten können, kann „KI – der Austausch“ für zehn Euro unter veroeich11@gmail.com bestellen. Lehrerin Ruth Holzapfel jedenfalls sagt: „Ich bin froh, dass ich es gelesen habe.“

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