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Kommentar zur Filialschließung in Aichach: Post muss im Supermarkt zuverlässig sein

Kommentar

Aus für Postfiliale in Aichach: Die Post muss auch im Supermarkt funktionieren

Evelin Grauer
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    Wer schreibt heutzutage noch private Briefe? In Aichach schließt im Mai die Postfiliale.
    Wer schreibt heutzutage noch private Briefe? In Aichach schließt im Mai die Postfiliale. Foto: Marijan Murat, dpa (Symbolbild)

    Die Stadt Aichach hat alles versucht, um die Postbank – und damit auch eine der rar gewordenen eigenen Postfilialen – in der Stadt zu halten. Doch vergeblich. Der Lauf der Zeit macht auch vor der Paarstadt nicht halt. Weil die Kundinnen und Kunden heutzutage viele Anliegen im Internet erledigen, sind keine festen Standorte vor Ort mehr nötig. Klar wäre es trotzdem schön, weiterhin kompetente Ansprechpartner von Bank und Post in greifbarer Nähe zu haben, doch Filialen, die nicht gut besucht sind, kann sich heutzutage kaum mehr eine Firma leisten.

    Der Aichacher Bürgermeister hat recht, wenn er klagt, dass gut ausgebildete Postmitarbeiter nicht zu ersetzen sind. Die neuen Postfilialen in Supermärkten, Tankstellen und anderen Geschäften haben laut Post den Vorteil, dass sie teils deutlich längere Öffnungszeiten als die bisherigen Standorte haben und oft auch samstags geöffnet sind. Zudem sei es komfortabler für die Kundinnen und Kunden, wenn sie gleich beim Wocheneinkauf ihre Post mit erledigen könnten. Wie gut und engagiert die Mitarbeiter der Einzelhandelsgeschäfte diese Zusatzaufgabe erledigen, dürfte unterschiedlich sein. Der Kunde darf jedoch erwarten, dass die Post dafür Sorge trägt, dass auch in diesen Partner-Filialen mit größter Sorgfalt und erlernter Fachkenntnis gearbeitet wird.

    Kunden sind für das Aus der Postfiliale mitverantwortlich

    Dass sich das traditionelle „Postamt“ aus Aichach verabschiedet, hat schließlich auch der Kunde mitzuverantworten. Wer selbst fast keine Briefe oder Postkarten mehr schreibt und höchstens zu Weihnachten Pakete über die Post verschickt, muss sich nicht wundern, dass das nicht mehr für einen eigenen Standort reicht.

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