Die Serie fehlerhafter Stimmzettel vor der Kommunalwahl im Landkreis Aichach-Friedberg reißt nicht ab. Nachdem zuletzt in Kissing Schreibfehler auf den Stimmzetteln für die Bürgermeisterwahl und die Gemeinderatswahl für Schlagzeilen gesorgt hatten (wir berichteten), wurde nun ein Vorfall in Inchenhofen bekannt: Hier verschickte die Gemeinde versehentlich Muster-Stimmzettel zur Kreistagswahl an Briefwähler.
20 Muster-Stimmzettel zur Wahl der Kreisrätinnen und Kreisräte habe die Gemeinde erhalten, sagt Geschäftsleiterin Irene Reichel. Einen davon habe sie behalten. Die übrigen 19 seien versehentlich mit den anderen Wahlunterlagen an Briefwählerinnen und Briefwähler versandt worden. Reichel bestätigte damit entsprechende Informationen unserer Redaktion.
Markt Inchenhofen muss 700 Briefwähler noch einmal anschreiben
Kleine Ursache, große Wirkung: Denn natürlich war hinterher nicht mehr nachvollziehbar, an welche der 700 bereits angeschriebenen Briefwählerinnen und Briefwähler die 19 Muster-Stimmzettel gegangen waren. Die Folge: Die Verwaltung musste alle 700 Adressaten noch einmal anschreiben.
Reichel sagt, in Abstimmung mit der Rechtsaufsicht seien alle 700 bereits angeschriebenen Briefwählerinnen und Briefwähler kontaktiert und gebeten worden zu prüfen, ob sie einen Muster-Stimmzettel erhalten hätten und sich in diesem Fall bei der Gemeinde zu melden. „Es hilft ja nichts“, sagt Reichel.
Zwei Schreibfehler auf Stimmzetteln sorgen in Kissing für Gesprächsstoff
Von den Schreibfehlern auf den Stimmzetteln für die Bürgermeister- und Gemeinderatswahl in Kissing hat natürlich auch Reichel gehört. Sie weiß: „So etwas ist schnell passiert.“ Zwar läsen sicherheitshalber immer mehrere Leute über die Stimmzettel, bevor sie an Briefwähler verschickt oder am Wahltag ausgegeben würden. Doch trotz aller Sorgfalt könne es sein, dass Fehler übersehen würden.
In Kissing hatten rund 2000 Personen Stimmzettel für die Bürgermeisterwahl erhalten, auf denen SPD-Kandidatin Gudrun Kneißl fälschlicherweise mit dem Nachnamen Kreißl benannt war. Der Tippfehler sorgte in der Gemeinde für reichlich Gesprächsstoff. In Absprache mit der Kommunalaufsicht am Landratsamt ersetzte die Gemeinde die falschen Stimmzettel nicht, teilt aber seit Bekanntwerden des Fehlers neue, korrekte Stimmzettel aus.
Kurz darauf fiel auf, dass auf den Stimmzetteln für die Gemeinderatswahl statt Alternative für Deutschland „Alternative für Deutschaland“ zu lesen ist. Die Gemeinde äußerte ihr Bedauern und entschuldigte sich für die Fehler.
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