Welches Thema in Sielenbach liegt Ihnen besonders am Herzen?
Eine Herzensangelegenheit ist der Bau eines Geh- und Radweges zwischen Klingen und Sielenbach. Diese Verbindung wird nicht nur die Sicherheit und den Komfort unserer Bürgerinnen und Bürger erheblich verbessern, sondern auch zu einer noch lebendigeren und nachhaltigeren Gemeinschaft beitragen. Zudem will ich die Entwicklung neuer Baugebiete vorantreiben, um unseren Einwohnerinnen und Einwohnern die Chance auf ein eigenes, schönes Zuhause zu ermöglichen. Gemeinsam wollen wir unser Dorf weiterentwickeln und für alle Generationen attraktiv gestalten.
Die Vergabe der Stromkonzession an den örtlichen Anbieter Energiebauern sowie die Klage des Energiekonzerns Bayernwerk dagegen sorgte im vergangenen Jahr für Schlagzeilen. Hat die Gemeinde hier, wie bei den erneuerbaren Energien, eine Vorreiterrolle?
Obwohl das Klageverfahren derzeit noch andauert und ich mich daher nicht im Detail dazu äußern möchte, ist deutlich erkennbar, dass dieser Markt auch für andere große Unternehmen von großem Interesse ist. Dies unterstreicht die Bedeutung unserer Gemeinde als aktiven Akteur im Energiebereich und zeigt, dass wir uns erfolgreich für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Energieversorgung einsetzen.
Was wollen Sie für die Jugend in Ihrem Ort tun?
Die Gemeinde setzt bereits jährlich auf die Unterstützung unserer Vereine im Bereich der Jugendförderung, was ich sehr begrüße. Ich bin der Überzeugung, dass es den Jugendlichen bei uns gut geht und sie sich in ihrer Umgebung wohlfühlen. Besonders stolz bin ich auf das gemeinsame Beach-Volleyball-Feld mit dem TSV.
Was brauchen die Senioren?
Unsere Senioren benötigen vor allem Unterstützung, um ein würdevolles und selbstständiges Leben im Alter führen zu können. Dazu gehören barrierefreie Wege und Gebäude, ein gutes medizinisches Versorgungsangebot wie zum Beispiel unsere Ärztin, soziale Kontakte, Freizeitangebote sowie Hilfen im Alltag.
Warum ist es wichtig, wählen zu gehen?
Wählen ist eine wichtige Möglichkeit, unsere Gemeinschaft aktiv mitzugestalten. Durch die Wahl können wir Einfluss darauf nehmen, wie unsere Gemeinde in Zukunft aussieht, welche Projekte umgesetzt werden und wie wir gemeinsam Probleme lösen. Jede Stimme zählt.
Wie würden Sie einem Fünfjährigen die Aufgaben eines Bürgermeisters erklären?
Ein Bürgermeister ist wie der Kapitän eines großen Bootes. Er sorgt dafür, dass alles gut läuft, damit alle Menschen in der Stadt oder Gemeinde glücklich und sicher sind. Er kümmert sich zum Beispiel darum, dass die Straßen sauber und die Spielplätze schön sind.
Warum hätten Sie sich eine/n Konkurrentin/Konkurrenten gewünscht?
Es ist gut, wenn es Wettbewerber gibt, weil das zeigt, dass viele Menschen Interesse an unserer Gemeinde haben. Durch unterschiedliche Meinungen können wir bessere Entscheidungen treffen und unsere Gemeinde noch lebenswerter machen. Ein fairer Wettbewerb schafft auch mehr Diskussionen und neue Perspektiven.
Heinz Geiling
- Alter: 60 Jahre
- Aufgewachsen in: Aichach und seit 1994 wohnhaft in Sielenbach
- Familienstand: Verheiratet mit meiner Ehefrau Brigitte
- Kinder: 3 erwachsene Kinder (30, 27 und 24 Jahre alt)
- Ausbildung und Beruf: Ausbildung zum Verwaltungsfachwirt, Sachgebietsleiter im Landratsamt Aichach-Friedberg (Verkehrs- und Führerscheinwesen)
- Hobbys: Persönlich bin ich ein Familienmensch und genieße die Zeit mit meiner Familie. Da das Amt des Bürgermeisters viel Zeit in Anspruch nimmt, schätze ich auch kurze Auszeiten mit meiner Frau, zum Beispiel bei Städtetrips, um neue Energie zu tanken. Früher war ich auch ein leidenschaftlicher Skifahrer.
- Was würden Sie gerne besser können? Gerne würde ich Fremdsprachen können und das eine oder andere Musikinstrument. Insgesamt bin ich allerdings mit dem, was ich kann, zufrieden.
- Ehrenämter: Im Skiclub Sielenbach war ich jahrelang aktiv und habe Kindern das Skifahren beigebracht. Aktiv bin ich derzeit noch im Partnerschaftsverein, Gartenbauverein und im Krieger- und Soldatenverein. Als ehrenamtlicher Bürgermeister bleibt für weitere Vereine kaum Zeit.
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