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Lebenshilfe: Stellen in der Wirtschaft sind begehrt

Lebenshilfe

Stellen in der Wirtschaft sind begehrt

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    Die Besucher wurden bei verschiedenen Werkstätten für behinderte Menschen aus dem Einzugsbereich der Lebenshilfe, der Agentur für Arbeit, dem Integrativen Fachdienst und Kooperationspartnern aus der freien Wirtschaft informiert.
    Die Besucher wurden bei verschiedenen Werkstätten für behinderte Menschen aus dem Einzugsbereich der Lebenshilfe, der Agentur für Arbeit, dem Integrativen Fachdienst und Kooperationspartnern aus der freien Wirtschaft informiert. Foto: Drexler

    Aichach Ein voller Erfolg war die erste Jobmesse, die die Elisabethschule der Lebenshilfe Aichach-Friedberg am Mittwochabend veranstaltete. Ziel war es, Menschen mit Behinderung eine Plattform zu bieten, um sich über verschiedene berufliche Angebote im Landkreis zu informieren. Verschiedene Werkstätten für behinderte Menschen aus dem Einzugsbereich der Lebenshilfe, die Agentur für Arbeit, der Integrative Fachdienst und Kooperationspartner aus der freien Wirtschaft waren vertreten.

    Die ersten Schritte auf dem Weg in die Arbeitswelt lernen die Schüler des Förderzentrums in der Berufsschulstufe, die drei Jahre umfasst. Dabei werden unter anderem Schlüsselfunktionen wie Ausdauer, Genauigkeit oder Hygiene gefördert, der Stundenplan ist praxisbezogen und die Lehrer setzen bei den Schülern auf Lernen durch Erfahrung. „In den vergangenen fünf Jahren hat sich die Berufsschulstufe sehr stark verändert“, sagt Franz Breitsameter, der als ihr Leiter das neue Konzept vorstellt. Dazu gehört unter anderem die Zusammenarbeit mit dem Integrativen Fachdienst, der Menschen mit Behinderung dabei hilft, sich ins Berufsleben zu integrieren.

    Bei der Messe haben die Besucher Gelegenheit, mit einem Vertreter des Fachdienstes zu sprechen. Begehrter Gesprächspartner ist jedoch auch Maximilian Bauer aus Langweid. Der 23-jährige ehemalige Schüler der Elisabethschule hat einen Arbeitsplatz in der freien Wirtschaft. Viele Besucher der Jobmesse wollten nun von ihm wissen, wie er sich in der Firma fühle und wie er mit der Arbeitsbelastung klarkomme. „Es ist schon anstrengend. An manchen Tag gibt es sehr viel zu tun“, erzählt Maximilian. Den Kontakt zu seinem jetzigen Arbeitgeber hatte einer seiner Trainer im Sport, wo der Langweider viele soziale Kontakte knüpfte, hergestellt. Nach sechs Wochen Praktikum hatte ihn die Firma eingestellt. Vitamin B ist entscheidend bei Praktika ist auch die Erfahrung von Breitsameter, dem Leiter der Berufsschulstufe. Besonders bei Menschen mit geistiger Behinderung hätten die Firmen noch immer eine große Scheu, sie zu übernehmen. „Es sind oft Arbeitnehmer mit guten Erfahrungen, die wieder jemanden nehmen“, sagt Iris Gruber. Sie ist als Berufsberaterin der Agentur für Arbeit in Augsburg regelmäßig in der Berufsschulstufe und berät die Schüler. Manche hätten sehr realistische Berufswünsche, andere müsste sie dagegen wieder etwas auf den Boden der Tatsachen zurückholen.

    Für Familie Ditsch aus der Gemeinde Petersdorf ist die Jobmesse eine gute Gelegenheit, Sohn Roman die Möglichkeit zur beruflichen Orientierung zu geben. Der 18-Jährige geht auf die Rudolf-Steiner-Schule in Augsburg und hat noch ein Jahr Schulzeit vor sich. Seine Eltern versuchen, in der freien Wirtschaft einen Arbeitsplatz für ihn zu finden.

    Deshalb ist es für sie interessant, dass auch Kooperationspartner der Lebenshilfe bei der Messe sind. „Wir wollen auch erfahren, wie das Bezahlsystem aussieht.“ Außerdem interessiert sie, ob ihr Sohn, sollte er sich für eine Werkstatt für Behinderte entscheiden, wählen kann, in welcher er arbeiten will.

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