Ein Balsam für die Seele war das „Mariensingen“ zu Ehren der Gottesmutter in der Pfarrkirche Todtenweis. Die Singrunde begeisterte mit ihren Dreigesängen und homogenen Stimmen bei den Lobes- und Bittgesängen. Ursula Haggenmüller begrüßte die Besucher mit „Friede sei mit euch“ und mit einem herzlichen „Grüß Gott“. Gerade im Blumenmonat Mai wird Maria, die Mutter Jesu, mit Liedern geehrt.
Wastl Fanderl zeichnete 1937 den Jodler „Da Schea“ auf und dieser kam gleich zu Gehör. Die Gäste stimmten sangesfreudig in das bekannte „Marien Maienkönigin“ ein. Frühlingshafte Aufbruchstimmung erklang in den folgenden Liedern „Im Maien hebt die Schöpfung an“ und der „Mai schenkt uns Blumen“. „Erhebt euch ihr Christen, lasst alles erklingen“ vermittelte die kleine Sängerschar. Von schlichter Frömmigkeit geprägt, beeindruckte das Volkslied aus Schlesien „Es blüh’n drei Rosen auf einem Strauch“. Ursula Haggenmüller begleitete die Lieder mit Texten, wie der Engel zu Maria kam und sie begrüßte, wie Elisabeth über die Erfüllung des Herrn zu Maria sprach.
Mit einem wohltuenden Klang kam der „Ave Maria“-Kanon und das Magnifikat Mariens „Preise den Herrn“ zu Gehör. 1653 verfasste Paul Gerhard in schwieriger Kriegszeit den Text „Du meine Seele singe“. Maria Ettinger übersetzte den folgenden musikalischen Satz von Hans Berger, das „Salve Regina“, mit den vielen Bitten an die Fürsprecherin, Mutter der Barmherzigkeit und Hoffnung, o gütige, o milde Jungfrau Maria, klangschön und wohlklingend präsentiert.
An vielen Wallfahrtsorten liegt ein Buch aus, in das Besucher ihre Nöte und Sorgen schreiben können. So kam auch das „O Maria, bitt für uns bei deinem Sohn“ mit Anliegen zu Gehör. Jutta Kerber schrieb den Satz „O Maria, hilf uns all“, immer wieder beeindruckend gesungen. Aus der Apostelgeschichte las Maira Ettinger, wie die Apostel, als sie in die Stadt kamen, im Obergemach im Gebet verharrten, zusammen mit den Frauen und mit Maria, der Mutter Jesus. Chorleiterin Haggenmüller wies auf das kommende Pfingstfest hin und der Chor machte mit dem Satz „Du Herr gabst uns dein festes Wort“ den Heiligen Geist spürbar. Nach einem „Halleluja“ von Hans Berger erfreuten die Sängerinnen nochmals die Besucher mit dem Abendlied von Christian Gregor 1784 „Segne und behüte uns“.
Mit dem Leitwort zum Deutschen Katholikentag in Würzburg, „Hab Mut, steh auf“ und mit dem gemeinsam gesungenen Schlusslied „Segne du Maria“, und den frohen Wünschen zu den Pfingsttagen verabschiedete sich die Singrunde. Mit viel Applaus bedankten sich die Zuhörerinnen und Zuhörer für den feierlichen, andächtigen Gesang. (hg)
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