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Moskitos-Festival 2025 in Baar glänzt mit internationalem Musikprogramm

Baar

Beim Moskitos-Festival gilt: Mailand oder Baar, Hauptsache Musik

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    Die italienische Ska-Punk Band „Skassapunka“ ist extra aus Mailand angereist, um beim Moskitos-Festival in Baar zu spielen.
    Die italienische Ska-Punk Band „Skassapunka“ ist extra aus Mailand angereist, um beim Moskitos-Festival in Baar zu spielen. Foto: Vincent Weiblen

    Das Moskitos-Festival in Baar ist am Samstag in seine heiß erwartete dritte Runde gegangen. Als am Mittag des Festivaltages um kurz nach 13 Uhr die Mehrzweckhalle ihre Türen öffnet, ist von den ausverkauften 500 Tickets noch nicht viel zu merken. Am Ende der circa zwölfstündigen Veranstaltung sieht das, gelinde gesagt, etwas anders aus. Das Moskitos-Festival ist ein Marathon, kein Sprint. Und den Zieleinlauf sollte niemand verpassen. 

    "Baar bebt": Die schönsten Bilder vom Moskitos-Festival 2025 in Baar

    Die schönsten Bilder vom Moskitos-Festival 2025 in Baar
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    Regionale und internationale Bands standen beim Moskitos-Festival in Baar auf der Bühne. Sie brachten die Mehrzweckhalle zum Beben.

    Die ersten Fans und Interessierten treffen schon mittags an der Halle ein. Unter ihnen ist Patrick Polzmacher aus Alsmoos (Petersdorf), der zum ersten Mal beim Moskitos dabei ist: „Ich hab‘ davon übers Internet erfahren und fand es echt cool, dass so was in Baar stattfindet.” Die Band, auf die er sich dabei am meisten freut, ist die Motörhead-Coverband „Zöttlhead”. Dabei gesteht der junge Metal-Fan: „Das ist auch die einzige Gruppe, die ich kenne. Von den anderen hab‘ ich mir nichts vorher angehört.“ Normalerweise ist er auf größeren Festivals unterwegs wie Wacken oder dem Summer Breeze in Dinkelsbühl. Trotz des Größenunterschieds teilen sich diese Mega-Veranstaltungen und das Moskitos eine leicht skurrile Tradition: Die Eröffnung des Festivals durch die örtliche Blaskapelle.

    Wie bei Wacken: Blaskapelle Baar eröffnet das Moskitos-Festival 2025

    „Es ist immer wieder beeindruckend, was die Moskitos aus dieser Halle machen. Und da kennen wir uns aus, weil wir ja sonst die größten Bühnen bespielen“, witzelt Robert Herrnberger, Dirigent der Blaskapelle Baar. Er hat jedoch nicht unrecht. Das schlichte Äußere der Halle wird von ihrem, liebevoll zum Festivalgelände umgestalteten, Inneren mehr als wettgemacht.

    Unter den Basketballkörben der Turnhalle sind eine Bar und ein Merch-Stand aufgebaut. Noch mehr Fanartikel gibt es im Gang davor, der zur zweiten Bühne im Stüberl der Anlage führt. Da ist für jede der insgesamt zwölf gebuchten Bands Platz. Das alles zu organisieren, ist laut Crewmitglied Monika Djuric ein großer Aufwand: „Es ist schon verdammt schwer. Du brauchst natürlich die ganzen Leute, musst schauen, dass du die Auflagen vom Ort erfüllst und so weiter.” Dabei leistet auch Jesse Staber vom Ausrüstungsverleih in Münster Großes. Von Ermüdung jedoch keine Spur. Das Team um Matthias Schlicker arbeitet noch während des laufenden Festivals am Nachfolger. Der soll noch größer werden. Dazu später mehr.

    Die Blaskapelle Baar spielte zum Auftakt des Moskitos-Festivals in der Mehrzweckhalle.
    Die Blaskapelle Baar spielte zum Auftakt des Moskitos-Festivals in der Mehrzweckhalle. Foto: Vincent Weiblen

    Ein vielseitiges Musikprogramm macht den Tag zur Nacht – und umgekehrt

    Nachdem die Kapelle die Halle verlassen hat, wird das Licht gedimmt. Laut Schlicker soll dadurch Abendstimmung aufkommen, auch schon beim frühen Nachmittagsprogramm. Das ist vielseitig: Vom satirischen Rap des bayerischen Hip-Hop-Duos „Sattler Ähmsi“ und „Tobi Toaster“ über den melodischen Rock von „Overnoize“ bis hin zum feinsten 2000er-Pop-Punk von „Julz Heller“.

    Im Stüberl spielen derweil, etwas versetzt, die alternativen Rocker von „The Heat“, während sich ihr Publikum mit hausgemachten Rollbratensemmeln und Pommes stärkt. Das ist auch nötig, denn die Nacht ist noch jung. Während das Münchner Punk-Trio „Dankeschatz“ und die anfangs erwähnte Metal-Band „Zöttlhead“ für Stimmung sorgen, füllt sich die Mehrzweckhalle zunehmend. Kein Wunder, denn es wird langsam Zeit für den ersten internationalen Höhepunkt: die progressive Ska-Punk Band „Le Iene“ („die Hyänen“) aus Ferrara in Italien.

    „Le Iene“ heizen dem Moskitos-Publikum mit italienischem Ska-Punk ein

    „Füttert nicht die Hyänen“, heißt es über die Lautsprecher. Diese „Warnung“ wird ignoriert. Spätestens jetzt ist in der Menge kein Halten mehr. Die Band und das Publikum stacheln sich gegenseitig immer weiter an, ganze Textpassagen werden spontan zusammen eingeübt. Da ist es auch egal, dass sie auf Italienisch sind. Mitsingen geht immer. Die Gruppe zeigt sich dankbar: „Wir sind sechs Stunden für diesen Auftritt hierher gefahren, aber dieses Publikum ist die beste Belohnung dafür.” Auch Schlicker hüpft durch die Menge, mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Seine Import-Band hat abgeliefert. Von den minus fünf Grad Außentemperatur merkt man in der Halle nach der knapp eineinhalbstündigen Tanzparty nichts mehr. Vielmehr ähnelt das Klima dem der Heimat des Sechsergespanns auf der Bühne: ein Stück Italien in Baar. 

    „Le Iene“ aus Ferrara bringen Ska-Punk zum Moskitos-Festival in Baar
    „Le Iene“ aus Ferrara bringen Ska-Punk zum Moskitos-Festival in Baar Foto: Vincent Weiblen

    Nächstes Moskitos-Festival ist bereits geplant – zum ersten Mal zweitägig

    Ihre Genre-Kollegen und Landsmänner von „Skassapunka” aus Mailand nehmen diese Vorarbeit dankend an. Für regionale Abwechslung sorgen danach noch die beiden Augsburger Bands „Blitzer“ und „Hive Leader“, die das Publikum mit Heavy Rock und Metalcore wachhalten. Es ist mittlerweile schon Sonntag. Den Abschluss macht der exzentrische Liedermacher Andreas Kalb.

    Für Schlicker und seine Moskitos ist kein Ende in Sicht: „Wir haben noch am selben Abend ein paar Karten für 2026 verkauft“, freut sich der zufriedene Veranstalter. Dann gibt es erstmalig zwei volle Tage: mit Bands aus Wacken, Österreich, Holland und Italien. Baar bleibt international.

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