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Mühlhausen: Die Staatsstraße ist frisch saniert – doch sie hat Bodenwellen

Mühlhausen

Die Staatsstraße ist frisch saniert – doch sie hat Bodenwellen

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    Die Sanierung der Staatsstraße zwischen dem Augsburger Flughafen und Mühlhausen ist alles andere als optimal verlaufen. Die Fahrbahn weist Unebenheiten und Bodenwellen auf.
    Die Sanierung der Staatsstraße zwischen dem Augsburger Flughafen und Mühlhausen ist alles andere als optimal verlaufen. Die Fahrbahn weist Unebenheiten und Bodenwellen auf. Foto: Josef Abt (Archivbild)

    Die Staatsstraße 2035 zwischen dem Augsburger Flughafen und Mühlhausen (Affing) ist frisch saniert. Im August ließ das Staatliche Bauamt Augsburg die beanspruchte Fahrbahndecke erneuern. Das Ergebnis lässt allerdings zu wünschen übrig. Das kritisieren nicht nur Verkehrsteilnehmer. Auch das Bauamt bestätigt, dass die Fahrbahn nach der Sanierung Bodenwellen und Unebenheiten aufweist. Doch woran liegt das?

    Fünf Wochen haben die Arbeiten in den Sommerferien gedauert. Der zwei Kilometer lange Streckenabschnitt wurde dafür komplett gesperrt, der Verkehr umgeleitet. Seither kritisieren Autofahrer die schlechte Qualität. Die Fahrbahn sei "uneben ohne Ende". Da sei die alte Straße sogar besser gewesen – "bis auf die Spurrillen", teilt ein Leser mit.

    Die sanierte Staatsstraße bei Mühlhausen "fühlt sich unruhig an"

    Christoph Eichstaedt, für den Landkreis zuständiger Abteilungsleiter beim Staatlichen Bauamt, kennt die Beschwerden. Sie sind auch in seiner Behörde aufgeschlagen. Und er weiß, dass sie berechtigt sind. Eichstaedt bestätigt auf Anfrage unserer Redaktion, dass sich der gesamte sanierte Abschnitt "unruhig anfühlt" und zum Teil deutliche Bodenwellen aufweise. Der Grund: Bei den Asphaltierungsarbeiten kam es zu Schwierigkeiten. Diese führten dazu, dass die Fahrbahn nicht aus einem Guss hergestellt werden konnte, wie das der Fall sein sollte. Kurzum: "Wir sind nicht ganz zufrieden, die Baufirma auch nicht."

    Eichstaedt erklärt, woran es bei den Arbeiten in Mühlhausen gehapert hat. Während der Asphaltierung gingen die Mischanlage und der Straßenfertiger kaputt. Das bedeutete Stillstand, und damit begannen die Probleme. Denn Asphalt muss mit kontinuierlichem Tempo eingebaut und in einem genau definierten zeitlichen Abstand von Walzen verdichtet werden. Gibt es hier eine Unterbrechung, erkaltet der Asphalt und kann nicht mehr ordnungsgemäß verdichtet werden. So etwa entstehen Bodenwellen. Hinzu kamen die sehr hohen Temperaturen.

    Bauamt zur Staatsstraße 2035: "Asphalt ist ein Naturprodukt"

    Die Probleme waren dem Bauamt, das für Bauaufsicht und Bauleitung zuständig war, von Anfang an bekannt. "Es war uns schon bewusst, dass wir nicht die schönste Straße kriegen werden", sagt Eichstaedt. Zugleich betont er aber, "das kann vorkommen" und sei normal, wenn auch zum Glück relativ selten. Die Straßenbaufirma habe unter den herrschenden Umständen noch das Beste aus der Sache gemacht.

    Bei Asphalt handle es sich schließlich um ein Naturprodukt, das von vielen Faktoren abhängig sei wie der Gesteinsart, der Witterung, der herrschenden Temperatur und den Gerätschaften. Den Vorwurf, die neue Straße sei schlechter als die alte, weist Eichstaedt zurück. Sie sei trotz allem besser. Denn die gefährlichen Spurrinnen wurden beseitigt. Wasser laufe nun zur Seite ab und bleibe nicht mehr auf der Fahrbahn stehen. Eichstaedt betont: Ein Schaden sei nicht entstanden, es gebe allerdings Einbußen im Komfort. 

    Bauamt hält kompletten Neueinbau für nicht gerechtfertigt

    Ein Grund, die Fahrbahndecke noch einmal zu erneuern, sieht Eichstaedt deshalb nicht. Er betont, ein kompletter Neueinbau sei nicht gerechtfertigt. Wesentlich sei aber die Frage, ob sich die Mängel auf die Dauerhaftigkeit der Straße auswirkten. Wenn innerhalb der vierjährigen Gewährleistungsfrist Schäden auftauchen, müsse die Firma nachbessern. Auch sehen die Regelungen in den Vertragsvorschriften vor, dass die Straßenbaufirma Abschläge bei ihrer Rechnung hinnehmen muss. Die Höhe wird laut Eichstaedt noch errechnet. Rund 900.000 Euro hat das Staatliche Bauamt für die Maßnahme veranschlagt.

    Nach einer derartigen Sanierungsmaßnahme soll eine Straße eine Lebenszeit von etwa 15 Jahren oder mehr haben. Was ist, wenn nach der Gewährleistungsfrist Schäden entstehen? Dann ist das die Sache des Auftraggebers, so wie das bei einer Waschmaschine nach Ablauf der Garantie der Fall sei, erläutert Eichstaedt.

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